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Johannistag: Das bedeutet der 24. Juni in den Bauernregeln und für die Ernte

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Von: Franziska Irrgeher

Der 24. Juni, also der Johannistag, ist ein wichtiges Datum im Garten. Er markiert das Ende vieler Ernte-Arbeiten, kommt in Bauernregeln vor und ist auch im Garten wichtig.

Bruchsal – Ende Juni steht der Johannistag an. Der 24. Juni reiht sich ein in die Liste von wichtigen Tagen und Zeiträumen für die Gartenarbeit. Nach ihm kommt noch der Siebenschläfer-Tag, nur wenige Tage später. Wir erklären, was der 24. Juni für Ernte und Aussaat bedeutet.

Johannistag: Das bedeutet der 24. Juni für Bauernregeln und Ernte

Am 24. Juni ist der Johannistag oder auch das Hochfest zur Geburt von Johannes dem Täufer. Dieser Tag ist einer, den Gartenfans sich unbedingt merken sollten, denn viele wichtige Dinge geschehen dann. Auch in den Bauernregeln kommt er vor. Damit kommt der Johannistag kurz nach dem Höhepunkt der Schafskälte und noch vor dem Siebenschläfer-Tag am 27. Juni.

Die Bauernregeln sehen für den Johannistag Folgendes vor:

Das sind längst nicht alle Bauernregeln, sie weisen aber schon auf zwei wichtige Punkte hin: Spargelernte und Gartenpflege. Insgesamt gibt es drei Dinge am Johannistag zu beachten:

Johannistag: 1. Die Spargelernte endet am 24. Juni

Spargel wird traditionell nur bis zum Johannistag gestochen. Der Grund dafür: So sind es bis zum ersten Frost noch mindestens 100 Tage, die Pflanze hat damit genug Zeit, zu einem grünen Busch heranzuwachsen und sich so zu regenerieren. Dann steht der Spargelernte im nächsten Jahr nichts mehr im Wege. Auch davor möchte der Spargel natürlich schon einen Busch bilden, doch die ersten sechs Mal werden die Stangen geerntet. Erst der siebte Versuch darf dann wachsen.

Im Jahr 2021 war es noch bis in den Mai nass und kalt, viele Pflanzen haben später ausgetrieben und insgesamt wirkt es, als hätte sich alles um einige Wochen verschoben. Das betrifft zwar auch den Spargel, doch aus der Bilanz der Spargelsaison für 2021 des Verbandes Süddeutscher Spargel- und Erdbeeranbauern geht hervor, dass die Saison am 24. Juni endet. So wie immer also, einzelne Anbauer würden früher aufhören, manche verkaufen noch am Wochenende nach dem Johannistag. Die Erntemengen seien aufgrund der Witterung aber etwas reduziert gewesen.

Nach dem 24. Juni ist also kaum noch Spargel im Verkauf zu finden. Spargelfans können aber auf eingelegten Spargel aus dem Glas zurückgreifen oder Spargel einfach roh einfrieren.

Johannistag: 2. Die Rhabarberernte endet am 24. Juni

Rhabarber ist ebenso wie Spargel eine Pflanze, die nur bis zum 24. Juni geerntet wird. Die Erntezeit beginnt meist schon im April und dauert damit angenehm lange. Rhabarber-Fans dürfen sich also freuen. Gesund ist das Gemüse außerdem. Nach dem Johannistag hört Rhabarber natürlich nicht auf zu wachsen, doch der Stichtag ist dennoch wichtig. Denn Rhabarber enthält Oxalsäure und die wird ab Ende Juni mehr. Mit der Rhabarber-Blüte hat das übrigens nichts zu tun.

Der Rhabarber muss sich ab Juni auch regenerieren. Schließlich bleibt ein Großteil der Pflanze bei der Ernte stehen und soll bestenfalls im nächsten Jahr wieder frische Stangen liefern. Ende Juni hat Rhabarber einen Wachstumsschub und sollte dann in Ruhe gelassen werden.

Johannistag: Was sonst noch ab dem 24. Juni zu beachten ist

Auch andere Gartenpflanzen haben Ende Juni meist den ersten Wachstumsschub abgeschlossen. Rückschnitte sind bestenfalls noch vor dem 24. Juni zu machen, so hat der Neuaustrieb – der sogenannte Johannistrieb – genug Zeit bis zum kühlen Herbst. Allerdings sind im Sommer nur kleinere Schnitte erlaubt und selbstverständlich nur, wenn in den Pflanzen keine Tiere brüten.

Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) berichtet außerdem, das bis zum Johannistag grüne Walnüsse für schwarze Nüsse oder Walnusslikör geerntet werden können.

Auch kann laut MDR nun ein Johanniskranz gebunden werden, je nach Region können Sie darin verschiedene Pflanzen einbinden. Glühwürmchen sind Ende Juni übrigens auch viele unterwegs.

Ein in Stein gemeißelter Stichtag ist der 24. Juni natürlich nicht. Er bietet eine grobe Orientierung für die Ernte und bestimmte Gartenarbeiten. Je nach Wetter kann sich der Austrieb natürlich verschieben und auch Rhabarber wird nach dem Johannistag nicht sofort ungenießbar. Dennoch geben uns Bauernregeln und Lostage wie der Johannistag einen Anhaltspunkt im Jahr. Der nächste wichtige Tag für die Bauernregeln wäre dann Siebenschläfer am 27. Juni (beziehungsweise am 7. Juli je nach Kalender).

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