Ein Japanischer Garten.
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So geht entspannen – im japanischen Garten die Seele einfach baumeln lassen.

Fernost ganz nah

Japanischer Garten: So finden Sie sich in der Natur in Ruhe und Gelassenheit wieder

  • Jasmin Pospiech
    vonJasmin Pospiech
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Landschaften im Miniaturformat – mit ihrer einzigartigen Komposition aus Steinen, Bäumen und Pflanzen strahlen japanische Gärten viel Ruhe aus. 

  • Japanische Gärten werden immer beliebter
  • Nach der buddhistischen Lehre sollen sie für Ruhe und Entspannung sorgen
  • Steine, Bäume und Farben sind harmonisch aufeinander abgestimmt

München – Wer einen Garten anlegen will, überlegt sich meist vorher, wie dieser auszusehen hat. So spielen verschiedene Faktoren eine Rolle, um die für sich passende Grünanlage zu finden. Schließlich ist nicht nur der eigene Geschmack wichtig, sondern auch, welche Möglichkeiten der Grundriss der zu begrünenden Fläche hergibt

Japanischer Garten: Diese uralte Philosophie liegt ihm zugrunde

Darüber hinaus sollten Sie bei der Gartengestaltung auch bedenken, welche Pflanzen in Ihrer Region überhaupt wachsen und gedeihen können. Wer zudem ein Faible für Fernost hat, der trifft mit einem japanischen Garten die richtige Wahl. Schließlich ist er bekannt dafür, besonders pflegeleicht zu sein. 

Da zudem viele Steine, Kies und Sand bei der Gestaltung zum Einsatz kommen, wirkt er gleichzeitig auch immer sehr natürlich. Schließlich liegt dieser fernöstlichen Gartenkunst eine besondere Philosophie zugrunde: der Buddhismus. Dieser zufolge bildet ein typischer japanischer Garten auch die Natur nach und soll Ruhe und Entspannung auf die Besucher ausstrahlen.

Die Ursprünge des japanischen Garten liegen in den chinesischen Gärten (1 n. Chr.), die auf den Taoismus und das Harmonie-Prinzip Yin und Yang zurückgehen. Um 612 hat schließlich ein Koreaner namens Shikomaro in Japan Berühmtheit erlangt, weil er eindrucksvolle Gärten gestaltet hatte. 

Er ist also vielmehr als nur eine Gartenanlage aus Steinen, Wasser und Pflanzen.  Im japanischen Garten soll eine vollendete Harmonie mit der natürlichen Umgebung entstehen.

Japanischer Garten: So legen Sie ihn am besten an

Das bedeutet allerdings nicht, dass eine Dekoration im japanischen Einrichtungskonzept keinen Platz hat. Schließlich wird ein japanischer Garten stets durch vier Elemente bestimmt: 

  • Stein
  • Moos
  • Wasser
  • Baum

So finden sich im japanischen Garten auch moderne Gestaltungsideen wie zum Beispiel Laternen aus Stein oder Buddha-Skulpturen und es werden häufig auch leuchtende Farben verwendet. Grundsätzlich dienen alle diese Elemente stets dazu, Wohlfühl-Zonen zu schaffen. Während Rot für Wärme und Kraft in der japanischen Philosophie steht, ist Gelb ein Symbol für Weisheit und Geduld.

Wer noch einen Schritt weiter gehen mag, kann auch kleine, reich verzierte Pavillons im Garten platzieren sowie natürliche Dekorationen aus Stein und Holz wie Platten oder Reliefs, Drachenskulpturen oder auch spezielle Pflanzen aufstellen.

Gartengestaltung: Das bedeuten Steine, Pflanzen & Co. im Japanischen Garten

Kieselsteine und Sand sollen hierbei Berge und Gewässer nachbilden, das heißt, sie stehen nicht nur für den Boden der Landschaft, die nachgebildet werden soll, sondern auch für Wasser, Flüsse und sogar Meere.

Eine reiche Pflanzenvielfalt rundet die Landschaft in Miniaturform ab. Typische Pflanzen im japanischen Garten sind:

  • Moose
  • Kamelie
  • Ahorn
  • Kirsche
  • Bambus
  • Pinie
  • Lärche
  • Zedern
  • Kiefer
  • Bonsai

Übrigens: Einige Arten des feinblättrigen Fächerahorns färben sich im Herbst schließlich gelborange bis dunkel-scharlachrot und schaffen im japanischen Garten eine warme, wohlige Atmosphäre. Aber auch Efeu eignet sich als Bodendecker sehr gut, schließlich ist er sehr pflegeleicht. Generell empfiehlt es sich immer beim Kauf der Pflanzen, sich von einem Experten ausführlich beraten zu lassen, welche Pflanzen für welchen Standort geeignet sind.

Japanischer Garten oder Zen-Garten? Das ist der kleine Unterschied

Eine Sonderform des Japanischen Gartens stellt der Zen-Garten dar, der auch hierzulande immer bekannter und beliebter wird. Auch als „kare-san-sui“ bekannt, was übersetzt so viel wie „trockene Landschaft“ bedeutet, soll er ein Ort der Meditation und Gelassenheit darstellen. Aus diesem Grund fehlt meist auch das Wasser in jeglicher Form als Element und wird daher oftmals auch als Steingarten bezeichnet.

Sichtschutz: So genießen Sie Ihren Japanischen Garten in Ruhe

Damit sie allerdings die Ruhe in Ihrem Garten ohne die neugierigen Blicke von Passanten genießen können , empfiehlt sich abschließend ein Sichtschutz. Doch bei einem japanischen Garten sollten Sie auf die üblichen grünen Hecken oder auf wuchernde Kletterpflanzen verzichten. Stattdessen können Sie Holzwände, Bambus oder Stein als Sichtschutz einsetzen.

Entscheiden Sie sich für lebenden Bambus und pflanzen ihn als natürlichen Sichtschutz entlang der Grundstücksgrenze, sollten Sie auf einen ausreichenden Abstand sowie auf die Anbringung einer sogenannten Rhizomsperre achten.

Diese Barriere sollte am besten aus Hochdruck-Polyethylen (HDPE) bestehen und hindert den Bambus daran, sich auszubreiten. Alternativ können Sie allerdings auch winterharte Bambusarten in Kübeln aufstellen. Aber auch verholzte Bambusrohre können meist im Fachhandel als Zaunelemente erworben werden. 

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