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Insekten im Weihnachtsbaum: 25.000 Tiere holen Sie sich damit nach Hause

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Von: Franziska Irrgeher

Mit dem Weihnachtsbaum holen Sie sich nicht nur eine schöne Pflanze in die Wohnung, sondern auch einige ungebetene Gäste. Diese Tiere leben im Weihnachtsbaum.

Bergen, Norwegen – Weihnachtsbäume gelten als Immergrüne als Symbol des ewigen Lebens und genau genommen bekommen Sie mit so einem Bäumchen wirklich mehr Leben in die Wohnung, als Sie gedacht hätten. Bis zu 25.000 Tiere, genauer Insekten und Spinnen, können in einem einzigen Weihnachtsbaum leben. Wir erklären, ob das eklig oder einfach Natur ist und wie Sie sich mit den Gästen arrangieren.

Insekten im Weihnachtsbaum: 25.000 Tiere holen Sie sich damit ins Haus

Eigentlich ist es keine wirkliche Neuigkeit mehr, sondern seit Jahren bekannt, dennoch dürften es die meisten nicht wissen: Mit dem Weihnachtsbaum holt man sich so einiges an Insekten und anderen Tierchen in die Wohnung. Rund 25.000, um genau zu sein. Das Ganze ist sogar wissenschaftlich belegt, die University of Bergen, Norwegen, berichtete schon im Jahr 2012 darüber, dass bei der Untersuchung von Weihnachtsbäumen je nach Baum bis zu 25.000 Tiere gefunden wurden. Darunter Milben, Rindenläuse, Springschwänze, Motten und Spinnen.

Zu sehen ist ein junges Paar, das vor einer Hütte vor einem geschmückten Weihnachtsbaum sitzt (Symbolbild).
Solange der Baum draußen bleibt, wachen die Tierchen nicht aus dem Winterschlaf auf (Symbolbild). © Hans Huber/Imago

Das klingt nun erstmal für einige eklig und unhygienisch. Realistisch betrachtet sind Milben aber fast überall, Spinnen im Haus sehen wir oft nicht, lediglich die Springschwänze könnten stören. Doch wer Zimmerpflanzen hat, lebt sowieso unbewusst mit dem ein oder anderen Krabbeltier, der Weihnachtsbaum ändert daran wenig. Zudem gibt es gewissermaßen Entwarnung:

Konkret bedeutet das nun, dass Sie die Tierchen wahrscheinlich nicht mal wahrnehmen, es sei denn, Sie schütteln den Baum über einer hellen Decke aus. Kann man also vermeiden, Tiere mit dem Baum in die Wohnung zu schleppen? Nicht wirklich. Ausschütteln und eine Zwischenlagerung an einem etwas wärmeren Ort können helfen, zudem seien laut Professor Jordal mehr Tiere in selbst geschlagenen Bäumen zu finden als in Bäumen, die als Weihnachtsbäume gezüchtet wurden.

Die Insekten und Spinnen sterben ohne passende Nahrung in der Regel ohnehin in der Wohnung. Nur bei Haustieren können sie regelmäßig auf Zecken kontrollieren, sofern das Tier unter dem Baum schläft. Ansonsten ist es aber eher schade um die vielen Tiere, die unfreiwillig eingezogen sind. Wer das vermeiden möchte, findet beispielsweise in selbst gemachten Holzbäumen Alternativen oder Sie schmücken nur den Baum im Kübel auf der winterlichen Terrasse.

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