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Immergrüne Laubbäume: Wie Sie für einen grünen Garten im Winter sorgen können

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Von: Anna Katharina Küsters

Der Winter naht und langsam aber sicher verlieren die meisten Bäume ihre Blätter. Das muss aber nicht sein. Denn schlaue Gartenfreunde pflanzen immergrüne Laubbäume.

Berlin – Es gibt viele Möglichkeiten, seinen Garten so zu gestalten, dass er im Winter nicht karg und grau aussieht. Neben zahlreichen winterharten Pflanzen, die sogar bei Minustemperaturen blühen und Farbe in die dunkle Jahreszeit bringen, gibt es auch einige immergrüne Laubbäume.

Immergrüne Laubbäume: Wie Sie für einen grünen Garten im Winter sorgen können

Auf den ersten Blick scheint es fast unmöglich, aber es gibt auch einige Laubbäume, die der Kälte trotzen und ihre Blätter bei Kälte und Schnee nicht abwerfen. Immergrüne Nadelbäume sind unter den immergrünen Bäumen geläufiger. Denn aufgrund ihrer Nadeln haben sie weniger Oberfläche, von der Wasser verdunsten kann. Wer die Nadeln genauer betrachtet, sieht zudem eine wächserne Schicht. Auch sie verhindert übermäßiges Verdunsten von Wasser und ist weniger empfindlich gegenüber frostigen Temperaturen. (Winterlinde: So pflanzen und pflegen Sie den winterharten Baum)

All diese Eigenschaften bringen Laubbäume bekanntermaßen nicht mit sich, denn sie haben keine Nadeln. Und dennoch gibt es einige wenige unter ihnen, denen der Winter nichts ausmacht. Beim Pflanzen sind jedoch einige Dinge zu beachten, da auch die immergrünen Laubbäume sich nur am richtigen Standort überleben können. So sollten Gartenfreunde die Pflanzen nicht an einen Platz stellen, auf dem sie nichts vor direkter Mittagssonne schützt. Denn dann ist auch bei den robusten Pflanzen die Gefahr groß, dass sie vertrocknen.

Zudem hilft es den Bäumen, wenn Gartenfreunde ihre Wurzeln mit heruntergefallenem Laub oder Kompost bedecken. So kann Frost nicht so schnell in die Erde dringen und die Wasserversorgung der Pflanzen ist länger sichergestellt. Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) weist zudem darauf hin, dass der Boden kalkarm und nährstoffreich sein sollte. (Igel im Garten: So fühlt sich das nützliche Stacheltier im Garten wohl)

Immergrüne Laubbäume: Diese Bäume trotzen dem Schnee

In unseren Gegenden schaffen es nur sehr wenige Laubbäume, ihre Blätter im Winter nicht abzuwerfen. Dazu gehören zum Beispiel:

Die immergrüne Eiche erreicht laut der Universität Münster meist eine Höhe von acht bis zehn Metern. Nach etwa einem Meter Baumstamm zweigen sich vom Hauptstamm mehrere starke Äste ab, die eher langsam wachsen. Ist der Baum noch jung, haben die Blätter sowohl an der Ober- als auch an der Unterseite kleine Haare. Mit den Jahren behält nur noch die untere Blätterseite diese Behaarung, der obere Teil glänzt dann und erhält eine glatte Struktur. Im Sommer trägt der Baum weiße Blütenkätzchen, im Winter erträgt er Temperaturen bis zu minus 15 Grad ohne Probleme.

Die Stechpalme ist auch bekannt unter dem Namen Ilex. Sie wächst etwa fünf Meter in die Höhe und trägt im Winter rote Beeren. Allerdings sind nur zwei Sorten des Ilex selbstbefruchtend. Wer also viel Wert auf die roten Beeren legt, sollte am besten ein weibliches und ein männliches Exemplar kaufen. Sie steht lieber an schattigen Plätzen und schmückt sich mit drei verschiedenen Blattformen pro Pflanze: Ganz oben habe die Blätter eine flache und stachellose Blattform, etwa in der Mitte finden Gartenfreunde immer mehr stachelige Blätter, bis sie unten gespickt mit Stacheln und ledrig sind.

Die immergrüne Magnolie verschönert im Sommer mit großen weißen Blüten den Garten. Im Winter behält sie ihre dunkelgrünen, glänzenden Blätter. Gartenfans wählen einen sonnigen, windstillen Ort als Platz für die Magnolie aus und sorgen dafür, dass der Boden stets feucht und locker ist. So entwickeln sich die Wurzeln am besten. Regelmäßiges Gießen gehört auch im Winter zum Pflichtprogramm von Gärtnerinnen und Gärtner, die eine immergrüne Magnolie im Garten haben.

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