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Hundstage: Das sagt das Wetter vom 23. Juli bis 23. August aus

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Von: Franziska Irrgeher

Mit Haustieren haben Hundstage (leider) nichts zu tun, denn sie beschreiben das Wetter im Juli und August. Der Zeitraum hängt auch mit Sternbildern zusammen. Das sind die Hundstage.

München – Im Jahresverlauf begegnen uns immer wieder Begriffe für einzelne Tage oder Perioden im Jahr, die jeder kennt, aber meist nicht einordnen kann. So gibt es die Eisheiligen, die Schafskälte und auch die Hundstage. Die Hundstage stehen je nach Rechnung dann im Juli an. Mit Hunden haben sie nur bedingt zu tun.

Hundstage: Das sagt das Wetter vom 23. Juli bis 23. August aus

Das Gartenjahr hält einige feststehende Zeiträume bereit, an denen das Wetter jedes Jahr ähnlich ist. Oder sein sollte, denn dieses Jahr scheint ohnehin alles etwas anders zu sein. Es gibt für das Gartenjahr beispielsweise sogenannte Lostage und auch Bauernregeln für bestimmte Zeiträume. Das Wetter an den Lostagen soll beispielsweise eine Prognose für die nächsten Wochen geben. Meist trifft das auch zu, da es sich oft um eine sogenannte meteorologische Singularität handelt. Also um Wetterlagen, die zu einer bestimmten Zeit jedes Jahr wieder auftreten können. Das betrifft beispielsweise die Eisheiligen oder die Schafskälte.

Mit den Hundstagen verhält es sich allerdings ein wenig anders. Auch sie sind Teil einiger Bauernregeln wie beispielsweise:

All das zeigt also schon, dass es genau zwei Optionen gibt: Regen oder Sonnenschein und Hitze. Meist gelten die Hundstage als die heißeste Zeit im Jahr. Die Hundstage bringen regelmäßig heißes Wetter im Sommer, doch mit dem namensgebenden Sternbild hängt das eher zufällig zusammen.

Hundstage: Bedeutung, Namensherkunft und Zeitraum

Doch woher kommt nun die Wetterprognose? Die Hundstage haben an sich nichts mit Hunden als Haustiere zu tun, sondern mit dem Sternbild des „Großen Hundes“ (Canis Major). Je nach Rechnung beginnen sie am 23. Juli, denn dann wird der Hundsstern, der Doppelstern Sirius, sichtbar und bleibt es bis zum 23. August. Während der Hundstage wird dann nach und nach das gesamte Sternbild inklusive der anderen Sterne (Muliphein und Aludra) sichtbar. Die Hundstage bezeichnen daher oft den Zeitraum zwischen dem 23. Juli und dem 23. August. Oft, aber eben nicht schon immer.

Die Hundstage gibt es schon lange als Anhaltspunkt für das Wetter im Sommer. Schon die Ägypter brachten den Stern damals mit der Nilschwemme in Verbindung, damals lagen die Hundstage aber wohl früher. Mit den Römern wechselte das Datum dann offenbar auf das uns heute bekannte Datum gegen Ende Juli. Genaugenommen wurde das Auftauchen von Sirius damals auf den 26. Juli datiert. Bei den Griechen hieß das Ganze auch „heliakischer Aufgang“. Jedoch ist der Aufgang von Sirius heutzutage aufgrund der Präzession der Erdachse erst ab Ende August zu beobachten*.

Für uns bedeuten die Hundstage normalerweise andauernde Schönwetterperioden. Das fällt allerdings nur zufällig mit dem Auftauchen des Sternbildes zusammen. Kein Regen, windschwach und schönes Wetter, so theoretisch die Prognose für die Hundstage. Der Start fiel aber mancherorts schon ins Wasser, sodass sich das wechselhafte Wetter des Jahres 2021 wohl auch in den Hundstagen fortsetzen dürfte. Bei wetter.de sieht die Prognose für die Hundstage dieses Jahr eher unbeständig aus, immer wieder soll es regnen und auch die Temperaturen schwanken. Wie es dann weitergeht, verraten die Bauernregeln für den August. *HEIDELBERG24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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