Zu sehen ist eine Terrasse, die mithilfe eines Hochdruckreinigers gereinigt wird (Symbolbild).
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Die Terrasse lässt sich mit einem Hochdruckreiniger blitzsauber machen. Aber was muss man eigentlich beim Kauf eines solchen Reinigungsgeräts beachten?

Moos und Unkraut adieu

Hochdruckreiniger: Bei diesen Arbeiten können Sie den Hochdruckreiniger einsetzen

  • Anna Katharina Küsters
    vonAnna Katharina Küsters
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Holzmöbel benötigen ab und an eine Reinigung, die Gartenfans gut mit einem Hochdruckreiniger vornehmen können. Dabei gibt es ein paar Dinge zu beachten.

  • Bemooste Gartenmöbel können Gartenfans gut mit einem Hochdruckreiniger zu Leibe rücken.
  • Je nachdem welche Fläche Gärtnerinnen und Gärtner reinigen wollen, müssen sie das Gerät darauf abstimmen.
  • Ein Hochdruckreiniger gehört jedoch zu den kostspieligen Gartengeräten.

München – Regen, Wind und Sonne können auf Gartenmöbeln, aber auch Terrassen, Treppen, Gartenwege und anderen Gestaltungselementen im Garten über die Zeit ihre Spuren hinterlassen. Grüne moosige Stellen, eine nicht gewünschte Patina oder andere Verfärbungen weichen selbst nach intensiver Reinigung mit einer Seifenlauge teilweise nicht. Greifen viele bei starken Verschmutzungen im Haus zu einem Dampfreiniger, liegt draußen die Wahl eher beim Hochdruckreiniger, wenn die Kehrmaschine nicht mehr ausreicht. Dabei sollten sie allerdings ein paar Punkte beachten. Denn wie auch beim Rasenmäher gibt es einige Unterschiede zwischen den verschiedenen Modellen.

Hochdruckreiniger: So funktioniert ein Hochdruckreiniger

Grundsätzlich funktionieren die unterschiedlichen Hochdruckreiniger-Modelle wie auch Rasenmäher, Kehrmaschinen oder Dampfreiniger alle ähnlich: Das Gerät ist über einen Gartenschlauch an die Wasserversorgung angeschlossen und mithilfe eines Kompressors im Hochdruckreiniger beschleunigt das Wasser so stark, dass es unter großem Druck aus den Drüsen herausschießt. Reinigungsmittel geben Gartenfreunde in der Regel nicht dazu und im Vergleich zu normalen Gartenwasserschläuchen verbraucht ein Hochdruckreiniger wenig Wasser. Somit ist das Gerät auch aus ökologischer Perspektive zu empfehlen.

Laut t-online ist jedoch nicht nur der Druck entscheidend für den Reinigungserfolg. Der Druck und die Wassermenge sollten vielmehr ein ausgeglichenes Zusammenspiel bilden. Bei Geräten mit viel Druck und wenig Wasser ist die jeweils eingebaute Drüse quasi nutzlos: Gartenfreunde müssen den Schlauch sehr nah über den Boden halten, um überhaupt genügend Wasser zielgerecht an die richtige Stelle zu spritzen. In der Regel sollten Hochdruckreiniger mindestens sechs bis zehn Liter Wasser pro Minute befördern und einen Druck von 100 bar haben.

Hochdruckreiniger: Kalte und heiße Variante

Je nach Einsatzort müssen sich Gärtnerinnen und Gärtner entscheiden, ob sie einen Kalt-Hochdruckreiniger oder einen Heiß-Hochdruckreiniger benötigen. Wer sich fettigen Flecken auf Gartenmöbeln oder Terrassenplatten stellen möchte, wählt am besten einen Heiß-Hochdruckreiniger. Dieser erhitzt das Wasser laut dem TÜV Süd bis auf 60 Grad, was den krustigen Schmutz entfernt. Ebenfalls gut ist bei dieser Art von Flecken mehr Luftdruck als Warmwasser zu nutzen.

Kalt-Hochdruckreiniger behalten die Temperatur des aus dem Wasserhahn fließenden Wassers bei. Diese Art der Reinigung ist geeignet für leichte Verschmutzungen wie Moos oder Unkraut, die eine Kehrmaschine nicht reinigen kann. Ein Dampfreiniger hingegen besitzen einen eigenen Wassertank. Er eignet sich gut für Putzaktionen im Haus, da er das Wasser über 100 Grad erhitzt und so auch Bakterien und Viren abgetötet werden.

Hochdruckreiniger: Der passende Aufsatz für jedes Material

Wer sich für einen Hochdruckreiniger entschieden hat, sollte sich zudem, ähnlich wie beim Rasenmäher oder der Kehrmaschine, über die verschiedenen Aufsätze und Zubehör für das Gerät informieren. Denn so mancher Schmutz geht nur weg, wenn der richtige Aufsatz auf dem Hochdruckreiniger steckt. So gibt es zum Beispiel:

  • Flächenreiniger
  • Rohrreiniger
  • Rotordüsen

Mit Flächenreinigern können Gartenfreunde auch Holzböden reinigen, ohne das empfindliche Material zu verletzen. Rotordüsen hingegen bieten einen rotierenden Punktstrahl, der sich für unempfindlichere Flächen wie Beton oder andere Fliesen eignet.

Nicht jedes Material eignet sich für eine Bearbeitung mit dem Hochdruckreiniger. Besonders bei Holz müssen Gärtnerinnen und Gärtner vorsichtig sein: Der Hochdruckreiniger sollte auf eine niedrige Druckstufe gestellt sein und Gartenfreunde sollten immer in Richtung der Faserung putzen. Nach der Reinigung sollten Gartenfans die Holzgartenmöbeln nach dem Trocknen zum Schutz einölen. Kunststoffmöbel hingegen sind unempfindlicher und halten meist auch höherem Druck stand. Ähnlich sieht es bei Möbeln aus Stahl oder Eisen aus, die ebenfalls eine rauere Behandlung gut vertragen. Generell sollte zwischen Material und Hochdruckreiniger immer ein Abstand von 30 Zentimetern bestehen, damit Schäden ausgeschlossen sind.

Folgende Materialien sind nicht für den Hochdruckreiniger geeignet:

  • Sandstein
  • Kalkstein
  • Fassadenputz

Hochdruckreiniger: Kosten für das Gartengerät

Die Preise bei Hochdruckreinigern variieren stark. Gärtnerinnen und Gärtner, die das Gerät nur für ein paar Anwendungen im Jahr benötigen, leben preiswerter, wenn sie sich den Hochdruckreiniger im Baumarkt leihen. Dort gibt es auch bei Bedarf entsprechende Ersatzteile. Wer den Hochdruckreiniger häufiger nutzt, sollte mit Preisen ab 150 Euro aufwärts rechnen. Je nachdem ob der Hochdruckreiniger mit Akku, über Kabel oder mit Benzin betrieben wird, schwanken die Preise. Auch die Kosten für die jeweiligen Aufsätze und anderes Zubehör müssen Gartenfreunde ebenfalls bedenken, denn auch dabei können eine Menge Kosten entstehen.

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