Sternblumen für den Garten

Astern: Herbstastern bringen bunten Kick ins graue Herbstbeet

  • Anna Katharina Küsters
    vonAnna Katharina Küsters
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Die meisten Blumen und Sträucher sind im Herbst verblüht und bringen keine Farbe mehr in den Garten. Anders verhält es sich mit bestimmten Asternsorten wie „Violetta“ oder „Dauerblau“.

Oldenburg – Es regnet, ist nebelig und die Temperaturen sinken mit jedem Tag. Vielen erscheint der Herbst oft grau und ungemütlich, auch mit Blick auf ihren Garten. Denn auch dort schwinden die Blütenfarben mit der Zeit. Wer dem entgegenwirken möchte und sich auch im Herbst noch an einem bunten Blumenbeet erfreuen will, sollte im Spätsommer Herbstastern pflanzen. Die Stauden vertreiben dann im Oktober und teils sogar noch im November den grauen Herbstblues aus dem Garten.

Astern: Bunte Staudenpracht im Herbst

Die Pflanzengattung Astern gehören zur Familie der Korbblütler. Carl von Linné (70, ✝ 1778) hielt in seinem Werk „Species plantarum“ die Gattung der Aster 1753 das erste Mal fest. Ihr Name ist vom lateinischen Wort „astrum“ abgeleitet, was Stern bedeutet. Daher trägt die Aster auch den Namen Sternblume. Ihren Ursprung hat die Pflanze in Nordamerika. Oft zu finden sind Herbstastern zum Beispiel in klassisch angelegten Bauerngärten, aber auch auf Balkonen oder Terrassen geben sie in der dunkleren Jahreszeit ein schönes Bild ab. Astern unterteilen Gärtnerinnen und Gärtner in Kissen-Astern, Myrten-Astern, Raublatt-Astern und Glattblatt-Astern. Zu den Kissen-Astern, die auch im Herbst noch blühen, gehören untern anderem folgende Sorten:

  • Nesthäkchen
  • Schneekissen
  • Kassel
  • Apollo
  • Rosenwichtel
  • Lady in Blue

Sorten der Myrten-Astern für den Herbst sind unter anderem:

  • Lichtblaue Wildaster
  • Monte Cassino
  • Septemberkraut

Unter die Raublatt-Astern fallen für den Herbst zum Beispiel die Sorten:

  • Herbstschnee
  • Violetta
  • Barr’s Pink

Die Glattblatt-Astern gelten als unempfindlicher als die Raublatt-Astern. Sie eignen sich besonders als Gartenzierde im Herbst. Zu ihnen gehören zum Beispiel:

  • Dauerblau
  • Rosa Perle
  • Blütenmeer
  • Karminkuppel

Astern: So gelingt das Pflanzen der Herbstastern

Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen empfiehlt, Astern im Beet neben Rosengewächse zu pflanzen. Aufgrund ihrer Eigenschaften harmonieren die Arten gut miteinander. Wer im Herbst blühende Stauden im Garten haben möchte, wartet besser nicht zu lange mit der Pflanzung. Im Spätsommer oder frühen Herbst wählen Gartenfreunde den besten Standort für die Herbstastern. Meist ist dies ein sonniger, windgeschützter Platz im Beet. Die Erde sollte nährstoffreich sein und bei Bedarf können Gartenfans sie vor dem Einpflanzen der Astern nochmals vorsichtig lockern. Wer sich für eine Pflanzung im Herbst entscheidet, kauft am besten bereits vorgezogene Pflanzen, damit sie bis zum Winter noch genügend Zeit haben, in der Erde einzuwurzeln. Ein intensives Gießen der Jungpflanzen ist unabdingbar. Gärtnerinnen und Gärtner müssen darauf achten, kleine Aster-Sorten ins Beet nach vorne zu setzten, damit sie auch genügend zur Geltung kommen können. (Blumenzwiebeln im Herbst: Wann der beste Zeitpunkt ist und wie sie gesteckt werden müssen)

Besonders Bienen und andere Insekten freuen sich über Aster-Sorten im Garten. Denn im Herbst ist es für die Tiere meist schwer, genügend Nahrung zu finden, da alle anderen Blumen meist verblüht sind. Dabei sollten Gärtnerinnen und Gärtner darauf achten, keine gefüllten Astern zu kaufen. Das bedeutet, dass die Blütenköpfe noch Nektar und Pollen enthalten. Bei gefüllten Blütenköpfen hingegen sind nur noch Blütenblätter vorhanden. Für Bienen haben sie also keinen Mehrwert mehr.

Astern: Diese Pflege benötigen Herbstastern

Allgemein sind Herbstastern pflegeleichte Pflanzen. Damit Gartenfreunde aber möglichst lange etwas von der blühenden Pracht haben, sollten sie die Pflanzen alle drei bis vier Jahre teilen und umpflanzen. Nach der Blüte schneiden Gärtnerinnen und Gärtner die Stängel der Aster dafür kurz über dem Boden ab, graben die Wurzeln aus, teilen sie und pflanzen sie wieder im Beet an einem neuen Platz ein. Das verhindert laut t-online unter anderem auch starken Schädlingsbefall und mindert die Anfälligkeit für Krankheiten wie Mehltau. Für einen dichteren Wuchs können Gartenfreunde ihre Kissenastern nach ihrer Blüte um etwa die Hälfte stutzen. Ansonsten empfiehlt es sich, die Herbstastern ein Mal im Jahr mit Kompost zu düngen.

Rubriklistenbild: © imago images / blickwinkel

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