Zu sehen ist ein Bund Möhren, ein Bund dunkler Kartoffeln, Blattsalate und Radieschen (Symbolbild).
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Gemüse ist die Grundlage für eine gesunde Ernährung (Symbolbild).

Tomaten und Knoblauch im Garten

Gemüsesorten: Ein Überblick über exotisches Gemüse, Fruchtgemüsearten & Co. aus dem Garten

  • Anna Katharina Küsters
    vonAnna Katharina Küsters
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Gemüse aus dem eigenen Garten schmeckt ist nicht nur besonders gut, sondern es bringt Gärtnerinnen und Gärtnern schon beim Anpflanzen und der Ernte Freude.

  • Gemüse gehört zu einer vollwertigen, gesunden Ernährung.
  • Um Gemüse selbst im eigenen Garten zu ziehen, müssen sich Gartenfans nach Saat- und Erntezeiten richten.
  • Ob im Nudelsalat, im Kuchen, neben Fisch oder im Salat – kaum ein Rezept kommt ohne die Vitaminlieferanten aus.

Dessau-Roßlau – Der Anbau von Gemüse im heimischen Garten erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Je nach Sorte sind jedoch unterschiedliche Monate zur Saat und Ernte zu beachten. 

Gemüse aus dem Garten: Ein wichtiger Nährstofflieferant

Ob heimische Kartoffeln, Karotten, Bohnen und Erbsen oder doch exotisches Gemüse wie scharfe Chili, Kürbis und Süßkartoffeln – eine vollwertige Ernährung kommt nicht ohne die bunte Vielfalt nahrhafter Gemüsesorten aus. Als wahre Vitaminbomben gelten die winterharten Kohlsorten – Grünkohl ist mit seinem hohen Vitamin-C-Gehalt ein unangefochtenes Superfood. Aber auch Spinat mit seinem hohen Eisengehalt und der heimische Feldsalat mit einer Menge an Folsäure sind das ganze Jahr über erhältlich, einfach zuzubereiten und in viele Gemüse-Rezepte zu integrieren. Es gibt eine Vielzahl an Gemüsesorten, die nicht nur einen Nutzgarten anreichern:

  • Tomaten
  • Paprika
  • Karotten
  • Gurken
  • Kürbis
  • Kartoffeln
  • Zwiebeln
  • Salat
  • Rotkohl
  • Rosenkohl
  • Chinakohl/Weißkohl
  • Rote Beete
  • Rettich
  • Erbsen
  • Sellerie
  • Radieschen
  • Chili
  • Knoblauch

Kürbis eignet sich für eine Saat ab Ende April, um eine Vorkultur im Haus zu züchten, und kann gegen Ende Mai nach den Eisheiligen ins vorbereitete Beet übersiedeln. Kartoffeln säen Gärtnerinnen und Gärtner nicht, sondern legen sie zur Bildung von Trieben offen aus. Mitte April sind die Triebe dann so weit, dass sie in die Erde können. Das Knollengewächs ist als Beilage zu Fisch mit Dill immer gut.

Bei der Tomate sollten Gärtnerinnen und Gärtner zu widerstandsfähigen Sorten greifen. Diese Sorten sind nicht so anfällig gegen Schädlinge und sind weniger anfällig gegen Braunfäule. Zudem ist es laut dem Umweltbundesamt wichtig, Tomatenpflanzen an einem sonnigen Platz zu pflanzen, an dem alle oberirdischen Teile der Pflanze auch beim Gießen trocken bleiben können. Die Tomatenzucht beginnt frühestens Anfang März, um den Pflanzen möglichst viel Licht am Tag zu gewährleisten. Die meisten Tomaten sind Ende Juli im Garten reif und bereit zur Ernte. Dann können sie gut als Beilage neben Fisch auf dem Teller zubereitet werden oder als Topping einen Salat verzieren.

Bei der Ernte von Knoblauch gibt es einiges zu beachten. Grundsätzlich gibt es zum Beispiel Winterknoblauch und Sommerknoblauch, wobei letzterer etwas länger im Boden bleiben muss als Winterknoblauch. Reif ist Knoblauch dann, wenn die ersten Zehen aus der Erde wachsen und die oberirdischen Blätter verblüht sind. Wer die Blüten der Knoblauchpflanze abschneidet, ermöglicht der Pflanze zudem, mehr Energie in das Wachstum ihrer Knollen zu investieren. Wer im März oder April sät, kann sich zwischen Oktober und Januar über die Ernte freuen. Im Herbst ist eine Aussaat aber durchaus auch noch möglich.

Gemüse im Garten: Leckeres Essen mit Gemüse aus dem eigenen Garten

Für eine Gemüsepfanne kann das frisch geerntete Gemüse einfach geschnippelt und kurz angebraten und somit ein wunderbar gesundes und herrlich schmeckendes Gericht ergeben. Schonend gegart oder unter niedriger Hitze geschmort, behält Gemüse all seine wichtigen Nährstoffe und bleibt außerdem bissfest. Damit eignet es sich perfekt als Beilage zu Nudelsalat oder Blattsalat. Auch beim Grillen kommt Gemüse neben den Klassikern Fleisch oder Fisch richtig gut an. Doch auch für den Herbst gibt es allerlei Gemüse-Rezepte. Wer möchte schon freiwillig auf den klassischen Gemüseeintopf oder die kraftspendende warme Suppe auf Basis von selbst zubereiteter Gemüsebrühe an kalten, regnerischen Tagen verzichten? Zwiebel-Jungpflanzen gehören als natürlicher Geschmacksverstärker immer dazu.

Doch auch Gemüsereste müssen nicht im Mülleimer landen. Daraus lässt sich noch eine schmackhafte Mahlzeit wie in Form von Gemüse Julienne zaubern. Ein Gemüsehobel hilft beispielsweise bei der Zubereitung und Verarbeitung von Gemüse. Ebenfalls lecker und schnell zubereitet ist eingemachtes Gemüse. Das hat zudem den Vorteil, dass es länger haltbar ist. Der exotische Kimchi aus Korea – scharf eingelegter Kohl – ist obendrein auch noch probiotisch.

Gemüse aus dem Garten: Der Anbau ohne Garten

Längst nicht jeder hat einen großen Garten mit Beeten zur Verfügung und kann dort selbst Gemüse anbauen. Doch der Trend zur Selbstversorgung – in Teilen, aber auch komplett – ist auch in Großstädten sehr präsent. Immer mehr Menschen wollen nicht auf selbst angebautes Gemüse und Obst verzichten, weshalb sich das sogenannte Urban Gardening immer größerer Beliebtheit erfreut. Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) weist darauf hin, dass Gemüsefreunde bereits sehr früh im Jahr Radieschen, Feldsalat, Erbsen und Mangold aussäen können. Der Balkon kann so als kleiner Garten funktionieren.  

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