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Trockensteinmauer im Garten: Ein Lebensraum für viele Nützlinge

Erstellt:

Von: Mattias Nemeth

Trockensteinmauern erfordern zwar ein bisschen Arbeit, aber es lohnt sich. Denn sie locken eine Menge Nützlinge in den Garten und können auch bepflanzt werden.

München – Zum Bauen einer Trockensteinmauer sind Natursteine aus der Region besonders geeignet. Aber auch Upcycling ist hier gut möglich. Dabei können Betonreste oder gebrannte Ziegel verwendet werden. Die Steine dabei trocken aufeinander. Die Fugen bleiben frei, um Nützlingen einen Lebensraum zu bieten. Zusätzlich können die Mauern auch bepflanzt werden.

Trockensteinmauer im Garten: Ein Lebensraum für eine Vielzahl an Nützlingen

Die Bepflanzung der Trockensteinmauer kann an die Bewohner angepasst werden, wie beispielsweise Wildbienen und Hummeln. Neben diesen können sich in der Steinmauer unter anderem folgende Tiere ansiedeln*:

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Eine vier Reihen hohe bepflanzte Trockensteinmauer. (Symbolbild)
Eine Trockensteinmauer gehört in jeden Naturgarten. (Symbolbild) © Peter Widmann/Imago

Trockensteinmauer im Garten: So bauen Sie die Mauer

Damit Ihre Mauer auch lange Bestand hat, braucht es zuerst ein geeignetes Fundament. Die Basis bildet ein Graben. Dieser sollte die Größe der zukünftigen Mauer haben. Tief sollte der Graben ungefähr 40 Zentimeter sein. Nachdem die Vertiefung fertig ist, wird diese mit Kies und Schotter verdichtet. Dabei wird eine Ausgleichsschicht eingefügt. Jedoch sollte der Graben nicht sofort wieder komplett aufgefüllt werden. Die erste Steinschicht liegt noch ungefähr zehn Zentimeter unter Geländeniveau.

Natürlich muss die Fläche vorher glatt abgezogen werden. Die Mauer soll schließlich nicht umkippen. Die größten Steine bilden dann die Basis. Die Steine sollten versetzt gesetzt und festgeklopft werden. Nicht so schönen Stücke können in das Innere eingeschichtet werden. Eine Stabilität entsteht dabei durch die Reibung der Steine. Je enger die Fugen gesetzt werden, desto haltbarer ist die Mauer. Wichtig dabei ist, dass in die Nischen nichts eingefüllt wird, was herausgespült werden kann. Sonst kann die Mauer sehr schnell zerfallen. Als Standort sollte ein nicht zu schattiger Platz gesucht werden. Dann bietet die Mauer beispielsweise Eidechsen einen Platz zum Sonnen. Anschließend kann die Mauer bepflanzt werden und die neuen Bewohner dürfen einziehen. Vor allem Kräuter aus dem Mittelmeerraum wie Salbei, Thymian, Rosmarin oder Bohnenkraut lieben die trockenen Plätze zwischen den Steinritzen oder auf der Mauerkrone, wie kraut&rüben berichtet.

Nützlingen einen Lebensraum zu schaffen, ist die natürlichste Art, um Schädlinge zu bekämpfen. Außerdem: Wer möchte nicht einmal einen wunderschönen Besucher wie eine Zauneidechse in seinen Garten locken?
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