Alte Tradition neu interpretiert

Matrjoschka-Osterpuppe: So basteln Sie die außergewöhnliche Dekoration

  • Anna Katharina Küsters
    vonAnna Katharina Küsters
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In einer Woche ist Ostern und bis dahin gilt es, das Haus zu schmücken, gerne auch mit ausgefalleneren Ideen. Eine Matrjoschka-Puppe als Osterdekoration umgestaltet sticht sicherlich ins Auge.

München – Die Matrjoschka-Puppe oder auch Matroschka-Puppe genannt, hat ihren Ursprung im alten Russland. Die eiförmige Puppe, die sich in viele kleinere Püppchen unterteilen lässt, dient mittlerweile oft als Zimmerschmuck. Doch zur Osterzeit können Gartenfreunde sie auch neu erfinden und aus einem unbemalten Matrjoschka-Püppchen eine bezaubernde Osterdekoration basteln.

Matrjoschka-Osterpuppe: So wird aus ihr eine Osterdekoration

Die Matrjoschka-Puppe besteht in der Regel aus Birken- oder Lindenholz. Das formen Hersteller dann in der bekannten, eiförmigen und ovalen Gestalt der Puppe. Bereits 1890 entstand die erste Matrjoschka-Puppe, erfunden hatte sie der Maler Sergei Wassiljewitsch Maljutin. Die ursprüngliche Figur stellte eine bäuerliche, russische Frau dar, mit Kopftuch und bäuerlicher Kleidung.

Auch der Name der Puppe leitet sich von diesem Ursprung ab. Denn Matrjoschka ist eigentlich die Verniedlichungsform des in bäuerlichen Kreisen bekannten, russischen Frauennamens Matrjona. Verfolgen Gartenfreunde die Geschichte des Namens weiter, stellen sie fest, dass Matrjona sich auf das lateinische Wort mater zurückführen lässt. Das bedeutet Mutter. Matrjoschka heißt also übersetzt Mütterchen. Im Laufe der Jahrzehnte haben sich jedoch immer wieder falsche Namen für die Puppen eingeschlichen, wie beispielsweise:

  • Matroschka
  • Matrioschka
  • Matryoschka 
  • Matruschka
  • Maroschka

In Russland war ineinander geschachteltes Spielzeug äußerst beliebt und die Herstellung der Matrjoschka ist bis heute eine eigene Kunst. Denn in den meisten Fällen bemalen die Hersteller die Puppen von Hand, wobei die kleinste Puppe der größten weitestgehend ähneln sollte.

Matrjoschka-Osterpuppe: So basteln Sie die österliche Dekoration aus den Rohlingen

Im Bastelgeschäft gibt es die Rohfassungen der Puppen gelegentlich zu kaufen, sodass Bastelfans sich vor Ostern die Form der Puppen zunutze machen können. Denn einen Matrjoschka-Osterhasen hat beispielsweise sicherlich nicht jeder. Als Grundbaustein dafür brauchen Gartenfreunde logischerweise diese Matrjoschka-Rohlinge. Ebenfalls auf der Einkaufsliste sollte stehen:

  • Buntstifte, mit denen Sie auf Holz malen können
  • Klarlack

Die Einkaufsliste ist also gewiss nicht lang, dafür der Spaß umso größer. Bastelfans schnappen sich also beispielsweise die größte Figur der Matrjoschka und malen den unteren Teil weiß an. Beim oberen Teil sparen sie einen runden Teil aus, auch zwei ovale, kleine Kreise rechts und links des ersten Teils bleiben leer. Den Rest des oberen Teils malen Gartenfreunde ebenfalls weiß aus. Der ausgesparte Teil ist das Gesicht eines süßen Osterlamms. Dort hinein malen Osterfans nun zwei schwarze Augen sowie einen Mund, über dem eine kleine, rosafarbene Nase prangt. Fertig ist das Deko-Osterlamm.

Ähnlich können Gärtnerinnen und Gärtner auch mit dem Matrjoschka-Osterhasen verfahren. Dabei malen sie beide Teile braun an, sparen aber in der Mitte, in der Nähe der Öffnung einen kreisrunden Teil aus. Das ist der Bauch des Osterhasen. Auf den oberen Teil der Matrjoschka malen Bastelfreudige nun mit einem schwarzen Stift die Tasthaare, Mund und die Augen des Osterhasen. Eine rosafarbene Herzchennase komplettiert das Bild. Als Ohren dienen aus brauner Pappe ausgeschnittene, längliche Ovale. Die kleben Osterfans einfach hinten an den Kopf der Figur.

Die Oster-Matrjoschkas sind in jedem Osternest und auf jedem Ostergras ein absoluter Hingucker. Und ein gutes Ostereiversteck obendrein. Auch neben einer dekorierten Ostervase oder einem Osterkranz machen die Puppen eine gute Figur*. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © IMAGO / Xinhua

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