Zu sehen ist ein gelbliches Ahornblatt auf einem moosbewachsenen Baumstamm (Symbolbild).
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Ahornpflanzen sind eine pflegeleichte und beliebte Heckenpflanze (Symbolbild).

Ahornhecke im eigenen Garten pflanzen

Ahorn im Garten: Steckbrief über die Frucht, Blüte, Samen und das Holz des Ahorns

  • Anna Katharina Küsters
    vonAnna Katharina Küsters
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Ahornhecken sind pflegeleicht, anspruchslos und unempfindlich. Die prächtigen Farben der Ahornblätter erfreuen Gartenfreunde insbesondere in der Herbstzeit.

  • Es gibt verschiedene Ahornarten. Wer eine Hecke aus Ahornpflanzen möchte, muss die richtige auswählen
  • Beim Kauf der Ahornpflanzen müssen sich Gartenfreunde zwischen Pflanzen mit Wurzeln, Ballen- oder Containerware entscheiden
  • Eine Ahornhecke kann mit der richtigen Pflege bis zu drei Meter hoch wachsen.

Leipzig – Der Feldahorn ist umgangssprachlich auch unter dem Namen Maßholder bekannt. Es ist ein laubtragender Strauch oder meist mehrstämmiger Ahornbaum, der drei- oder fünflappige Blätter trägt. In der Regel gilt er neben dem Kirschlorbeer, dem Lebensbaum und der Ligusterpflanze als sehr anspruchslose und winterharte Heckenpflanze. Der Feldahorn steht gerne an sonnigen bis halbschattigen Standorten und verträgt allzu starke Nässe im Boden nicht. 

Ahornhecke: Die richtige Ahornart als Heckenpflanze wählen

Insgesamt gibt es rund 150 Ahornarten. Die bekanntesten sind der Bergahorn, der Spitzahorn und der Feldahorn. Letzterer eignet sich ideal für die Anpflanzung einer Ahornhecke. In den Sommermonaten bildet eine Ahornhecke aus Feldahorn einen blickdichten Sichtschutz und im Herbst bezaubern die Ahornblätter mit einer schillernden Färbung. Ihre markanten Früchte bestehen aus zwei geflügelten Hälften, in denen sich jeweils ein Samen befindet. Wenn die Früchte im Herbst reif sind, fliegen sie mit ihren Propellor-Flügeln zu Boden oder werden vom Wind davon getragen. 

Da der Feldahorn ein Laubgehölz ist, verliert er zum Winter hin seine Blätter und wird erst im Frühjahr wieder grün – die Ahornhecke ist also nicht ganzjährig blickdicht, die Heckenpflanzen sind dafür aber winterhart. Alternativen hierzu sind immergrüne Heckenanpflanzungen mit Kirschlorbeer oder Lebensbaum sowie je nach Wetterlage halbimmergrüne Ligusterhecken.

Ahornhecke: Der richtige Standort für die Heckenpflanze

Ahornbäume und -sträucher sind Herzwurzler. Das bedeutet laut dem Bundesamt für Naturschutz, dass sie ihre Wurzeln weniger tiefgründig aus, sondern vielmehr oberflächlich in alle Richtungen ausbreiten. Ein Querschnitt der Wurzeln sähe dann aus wie ein Herz. Bei der Standortwahl ist der Feldahorn recht anspruchslos und entfaltet sich auf vielen Böden. Einzig ganzschattige oder staunasse Plätze im Garten sowie zu trockene Sandböden hindern den Feld-Ahorn daran, sich optimal zu entwickeln.

Für den Familiengarten ist der Feldahorn übrigens bestens geeignet, da er anders als viele Ahornarten und weitere Heckenlieblinge wie Lebensbaum, Kirschlorbeer und Liguster in allen Pflanzenteilen ungiftig ist.

Ahornhecke: Wurzel,- Ballen oder Containerware kaufen

Wenn Gartenfans eine längere Ahornhecke angelegen wollen, empfiehlt es sich, aus Kostengründen auf Wurzelware zurückzugreifen. Diese ist deutlich günstiger als Feldahornpflanzen im Container oder als Ballenware.

Dabei ist der optimale Pflanzzeitpunkt der Herbst. Vor dem ersten Frost sollten die Ahornbäume in der Erde sein. Feldahornpflanzen mit Ballen oder im Container können das ganze Jahr über gepflanzt. Insbesondere bei der Sommerpflanzung brauchen die jungen Pflanzen viel Wasser, damit sie anwachsen. Regelmäßiges und ausreichendes Gießen ist unerlässlich, um lange Freude an der Ahornhecke zu haben.

Ahornhecke: So pflanzen Gartenfans die Ahornpflanzen an

Damit sich die Ahornhecke bestens entwickeln kann, müssen Gärtnerinnen und Gärtner zuerst den Boden lockern und gegebenenfalls mit Pflanzenerde und Kompost angereichert. Damit längere Hecken, ob nun mit Liguster, Kirschlorbeer, Lebensbaum oder eben Feldahorn, auch wirklich gerade werden, spannen Gartenfans im Anschluss eine Schnur, an der sie die Pflanzlöcher oder der Pflanzgraben ausheben.

Die Feldahornsetzlinge sollten Gärtnerinnen und Gärtner je nach Größe mit einem Abstand von 20 bis 50 Zentimetern pflanzen. So sollte bei 60 bis 80 Zentimeter hohen Ahornpflanzen ein Pflanzabstand von 25 Zentimetern eingehalten werden, sind die Pflanzen größer als 1,25 Meter, reichen drei Pflanzen pro laufendem Meter.

Wurzelnackte Setzlinge sollten Gärtnerinnen und Gärtner so tief einsetzen, dass alle Wurzeln im Boden verschwinden. Container- und Ballenware kann auf dem vorgegebenen Höhenniveau gepflanzt werden, sodass ein glatter Übergang zwischen vorhandener Erde und Gartenerde entsteht. Im Anschluss füllen Gartenfans die Pflanzlöcher oder der Pflanzgraben mit der ausgehobenen Erde auf.

Laut dem Baumarkt Hagebau ist es außerdem ratsam, einen Gießrand um die einzelnen Heckenpflanzen anzuhäufen, der das Ablaufen des Gießwassers verhindert. Sind die Ahornpflanzen in der Erde, kommt es nun auf regelmäßiges Gießen an. Dabei zahlt es sich aus Erfahrung aus, nicht nur Tage, sondern Wochen am Ball zu bleiben, damit die Ahornhecke keine Probleme aufgrund von Trockenheit bekommt.

Ahornhecke: Der richtige Schnitt und die richtige Pflege  

Der Feldahorn ist ein stark wachsender und ausschlagskräftiger Ahornbaum. Ohne Schnitt wird er bis zu 20 Zentimeter hoch, regelmäßig zurückgestutzt kann die Ahornhecke aber problemlos auf eine Höhe von zwei bis drei Metern anwachsen. Gartenfreunde können also zweimal jährlich zur Heckenschere greifen und die Ahornhecke zurückschneiden.

Auf einen Radikalschnitt sollte allerdings in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September verzichtet werden, da das Bundesnaturgesetz dies zum Schutz nistender und brütender Vögel verbietet. Ein schonender Form- und Pflegeschnitt ist dagegen ganzjährig zulässig.

Um die Pflanzen mit ausreichend Nährstoffen zu versorgen, können Gärtnerinnen und Gärtner ihre Heckenpflanzen wie Feldahorn, Liguster, Kirschlorbeer oder Lebensbaum in den Sommermonaten mit Kompost, Hornspänen oder Rasenschnitt mulchen. Dies hilft nebenbei auch, um den starken Aufwuchs von Unkraut zu verringern. Gegen zu schnelles Austrocknen des Bodens hilft eine Schicht Rindenmulch zudem auch.

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