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Schmetterlingsraupe erkennen: Was Sie gegen die schwarze Raupe mit gelben Punkten machen können

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Von: Anna Katharina Küsters

Zu sehen ist eine Schwalbenschwanzraupe. Sie ist grün mit schwarz-orangen Tupfern (Symbolbild).

Die Raupe des Schwalbenschwanzes ist in der Regel im Garten willkommen (Symbolbild). © McPHOTO/R. Mueller via www.imago-images.de

Die meisten Raupen im Garten sind harmlos und richten keinen großen Schaden an. Einige fressen sich jedoch durch das Grün des Gartens, weswegen Gartenfans sie absammeln sollten.

Veitshöchheim – Der Schmetterling ist ein gern gesehener Gast in jedem Garten. Anders verhält es sich da mit seiner Vorstufe, der Raupe. Durch das Bestimmen der Schmetterlingsraupen sind diese jedoch leichter zu bändigen und stellen für Grünflächen keine größere Gefahr mehr dar. 

Schmetterlingsraupe: Die Grundlagen für den Garten

Nicht alle Schmetterlingsraupen sind schädlich. Eine vereinzelte Raupe, die friedlich im Gras sitzt und Wiesenblumen frisst, ist bei Weitem nicht so tragisch wie eine ganze Kolonie, die sich über das Gemüsebeet hermacht. Auf die Menge und Art der Raupe kommt es an. Deutliche Zeichen für einen gefährlichen Raupenbefall sind zunächst Fraßspuren, die sich an verschiedensten Pflanzen finden. Auch zusammengedrehte Blätter an Bäumen und Blumen sind ein Signal: In diesen wickeln sich die Schmetterlingsraupen ein, um sich zu entwickeln.

Raupen zu bestimmen, kann dabei helfen, Schädlinge von harmlosen Spezies zu unterscheiden. Wer im Sommer besonders hübsche Schmetterlinge in seinem Garten will, der kann sich auch mit der Möglichkeit, eine Schmetterlingsraupe zu züchten, befassen. Findet dies unter kontrollierten Bedingungen statt, steht einer bunten Vielfalt von ungefährlichen Faltern nichts im Wege.

Schmetterlingsraupe: Das Erkennen und Bestimmen der Raupen

Merken Gärtnerinnen und Gärtner, dass ein Raupenbefall vorliegt, ist der erste Schritt die Bestimmung der Eindringlinge. Ist die Schmetterlingsraupe grün, hat sie auffällige Streifen oder ist sie eine Schmetterlingsraupe mit roten Punkten und einem farbigen Kopf? Diverse Merkmale können bei der Zuordnung helfen. Folgende Raupenarten zählen laut der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau zu solchen, die in großen Mengen Schaden anrichten können:

Der kleine Frostspanner legt seine Eier in Baumrinde ab. Die geschlüpften Raupen fressen sich im Anschluss in den Baum ein. Besonders fressen sie Früchte und Knospen von Kirschen und Zierkirschen. Die Raupe des Buchsbaumzünslers ist grün mit schwarzen und weißen Streifen, schwarzen Punkten, weißen Borsten und schwarzem Kopf. Sie verursacht jedes Jahr in ganz Europa schwere Schäden, da sie Buchsbäume rasend schnell kahl frisst. Gespinstmotten produzieren braune Schmetterlingsraupe. Sie hat schwarze Punkte und einen schwarzen Kopf. Die Gespinstmotten legen ihre Eier in den Knospen einer Pflanze ab. Die Raupen fressen die Pflanze kahl und hinterlassen dabei ein weißes Gespinst. Kleine Kohlweißlinge haben grüne Raupen mit gelben Streifen. Diese ernähren sich gerne von Kohlpflanzen aller Art und Kapuzinerkresse.

Schmetterlingsraupen: Pflanzen, die Raupen gut schmecken

Ob beabsichtigt oder nicht, gibt es in jedem Garten einige Pflanzen, die den Raupen gerne fressen. Die Raupen der meist harmlosen Tagfalter genießen Brennnesseln, Dill, Hornklee, diverse Distelpflanzen und Labkraut. Schädliche Raupen sind leider oftmals von größeren Pflanzen angezogen und richten sich gerne im Gemüsebeet oder in verschiedensten Bäumen wie Ahorn, Schlehe und Hainbuche ein.

Wer den Überblick über die Raupen mit einer eigenen Zucht behalten möchte, kann aus einer großen Auswahl die gewünschte Schmetterlingsraupe bestellen und ihr ein schönes Zuhause einrichten. Eine Schmetterlingsraupe zu kaufen bringt jedoch genau die gleiche Verantwortung wie jedes andere Haustier auch mit sich.

Schmetterlingsraupe: Die Raupe mit Hausmitteln im Zaum halten

Anstelle von Pestiziden gibt es einige erprobte Hausmittel, die Abhilfe bei Raupenbefall schaffen können. Zur generellen Vorbeugung ist Schmetterlingebestimmen eine gute Taktik. Wer die Falter im eigenen Garten beobachtet und zuordnet, kann schnell eingreifen, wenn unerwünschte Raupen auftauchen. Ebenfalls wirksam sind grüne Leimringe, die an Bäumen angebracht sind, um Raupen aufzuhalten. Die weiblichen Frostspanner sind beispielsweise flugunfähig und bleiben dann auf dem Weg zum Eierlegen kleben.

Ist es bereits zu spät und die Raupen sitzen schon auf den Pflanzen, ist die erste Maßnahme, sie händisch zu entfernen. Wahlweise können Gartenfreunde die betroffenen Stellen mit einem Wasserschlauch abspritzen oder einem speziellen Staubsauger absaugen. Bei weit fortgeschrittenem Befall sind Tabakasche, Knoblauch und Algenkalk die nächste Option, da Raupen den Geruch dieser Substanzen nicht mögen. Ebenfalls hilfreich sind laut dem Norddeutschen Rundfunk (NDR) das gezielte Anlocken von Meisen. Die Vögel und ihr Nachwuchs fressen viele der Raupen im Garten.

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