Zu sehen sind viele Osterglocken, die ihre weißen Blüten mit gelbem Kern alle hängen lassen und verblüht sind. Ihre Blätter hingegen sind noch grün und kraftstrotzend (Symbolbild).
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Verblühte Narzissen müssen erst mal so stehen bleiben (Symbolbild).

Nicht den Kopf hängen lassen

Verblühte Zwiebelblumen: Deswegen lohnt es sich, die Blätter nicht abzuschneiden

  • Anna Katharina Küsters
    vonAnna Katharina Küsters
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Zwiebelblumen, deren Blütezeit vorbei ist, sollten Gartenfreunde noch eine Weile unberührt im Beet stehen lassen. Das hilft den Pflanzen im nächsten Gartenjahr.

Berlin – Der Frühling bringt nicht nur laue und angenehme Tage mit sich, sondern auch Schnee und bitterkalte Nächte. Nicht jede Zwiebelblume verträgt den Wetterumschwung gut. Infolgedessen verblüht sie und lässt ihren einst farbenfrohen Blütenkopf hängen. Andere Zwiebelpflanzen blühen beispielsweise schon im März und Mitte April ist es dann an der Zeit, Abschied von ihrer Blütenpracht zu nehmen. Auch wenn die verblühten Blumenköpfe mit den noch grünen Blättern nicht immer schön aussehen, sollten Gartenfreunde sie nicht abschneiden.

Verblühte Zwiebelblumen: So gehen Sie mit der Pflanze dann um

Narzissen, Tulpen und Hyazinthen haben eine Sache gemein: Sie sind alle Zwiebelblumen. Das bedeutet, sie schöpfen ihre Kraft aus einer im Bodenreich liegenden Zwiebel. Diese Zwiebel trägt auch den Namen Speicherorgan, denn in ihr sammeln sich im Laufe der Gartensaison Nährstoffe. Außerdem entwickeln sich im Inneren dieses Speicherorgans Knospen, aus denen sich im folgenden Jahr neue Laubblätter der Pflanze bilden. Zudem kommt es häufig auch zur Bildung von sogenannten Tochterzwiebeln. Sie befinden sich in den Blattachseln der Zwiebelschuppen und dienen der Vermehrung nach dem Absterben der Mutterzwiebel. Die Zwiebel ist also essenziell für das Überleben vieler Frühblüher. Besonders gut tut Zwiebelblumen daher auch eine Düngung mit einem nährstoffreichen Tomatendünger*.

Eine besondere Rolle spielt sie auch nach dem Verblühen der eigentlichen Blüte. Zwar sehen verblühte Narzissen und Tulpen nicht unbedingt schön aus, dennoch sollten Gärtnerinnen und Gärtner nach der Blüte nur die Blütenköpfe entfernen, nicht aber die Blätter der Zwiebelblume. Das hat den einfachen Grund, dass die Zwiebeln die Nährstoffe in den Blättern noch brauchen. Erst wenn die einst grünen Blätter bräunliche Farbe annehmen und verwelken, ist es Zeit für einen Rückschnitt. Laut Naturschutzbund Deutschland (NABU) ziehen sich die Zwiebeln so aus den Blättern noch eine Zeit lang wichtige Inhaltsstoffe, die sie zum Austreiben im folgenden Jahr benötigen.

Verblühte Zwiebelblumen: Das passiert mit dem Speicherorgan nach der Blüte

Nachdem die Zwiebelblume komplett verblüht und verwelkt ist, sollten Gärtnerinnen und Gärtner die Zwiebel aus der Erde ausgraben und wie folgt verstauen:

Es lohnt sich, die Zwiebel wieder aus dem Boden auszugraben. Denn Zwiebeln haben die Eigenschaft, sich mit ihren Wurzeln immer weiter ins Erdreich einzugraben. Belassen Gärtnerinnen und Gärtner die Zwiebel einfach im Boden, schaffen es die neuen Blätter irgendwann nicht mehr bis an die Erdoberfläche und sterben ab. Zudem entfernen sie mit dem Ausgraben der Zwiebeln eine wichtige Nahrungsquelle für Wühlmäuse, die dann weniger Grund haben, in den Garten einzudringen.

Auf dem Balkon wachsen Zwiebelblumen auch Leichterhand im Kübel. Sind dort die Pflanzen verblüht, ziehen Gartenfreunde die Zwiebeln aus ihrem Gefäß, befreien sie von Erde und lagern die Pflanze dann, bis sie die Blätter verwelkt sind, in einer Kiste. Danach lagern sie die Zwiebel ganz normal ein und pflanzen sie im Herbst wieder in die Kästen. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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