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Zengarten: Erschaffen Sie sich Ihre eigene Oase der Ruhe und Entspannung

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Von: Mattias Nemeth

Die wichtigsten Säulen eines Zengartens sind Harmonie, Ruhe und Konzentration. Es ist ein Platz der inneren Einkehr und ein Rückzugsort für die eigenen Gedanken.

München – Für viele ist der Garten ein Ort zum Abschalten und das Gärtnern eine Aufgabe, die entspannt, beruhigt und fit hält. Das achtsame Gärtnern wird deshalb auch immer beliebter. Der nächste Schritt dabei ist, sich im eigenen Garten dieser Entschleunigung zu widmen mithilfe eines sogenannten Zengarten. Das ist ein japanischer Steingarten, meist aus Kies, Steinen und Felsen, der den Zen-Mönchen seit Jahrhunderten als Ort der Meditation dient.

Zengarten: So schaffen Sie sich eine Oase der Ruhe

Tatsächlich bildet der Zengarten eine Atmosphäre der Ruhe und ermöglicht die Konzentration auf sich selbst. Pflanzen sind hier die Ausnahme, sie bilden ganz vereinzelt den Kontrast zu dem sonst steinigen Anblick. Geht man hier allerdings nach den strengen Regeln eines originalen Zengartens, beschränken sich die Pflanzen auf Moos. Bei der Beschäftigung mit dem Steingarten lösen sich Stress und Anspannung. Die charakteristischen Linien, die mit einem speziellen Holzrechen in wellenförmigen Formen gezogen werden, symbolisieren hierbei das Wasser und die Flüsse. Die Felsen und Steine stellen die Hügel und Berge dar. Dabei soll alles fließend und natürlich gestaltet sein.

Zengarten: So legen Sie ihn richtig an

Der Platz für den Zengarten sollte wohl gewählt sein, dann wird Gras, Unkraut und Wurzeln entfernt. Als Nächstes sollten Sie die Fläche 15 bis 20 Zentimeter tief ausgraben, um diese später mit Kies und Sand aufzufüllen. Aber zuvor empfiehlt sich eine luft- und wasserdurchlässige Unkrautfolie auszulegen. Vergessen Sie bei der Planung auch nicht, dass Sie sich auch in den Zengarten begeben wollen, also planen Sie auch Wege und einen Ruheplatz mit ein. Für das Bepflanzen mit Moos empfiehlt sich der Zeitraum zwischen April und September. Dafür sollte die zu bepflanzende Fläche zunächst bewässert werden. Dann die Moosstücke verteilen und vorsichtig andrücken, anschließend alles noch mal bewässern.

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Zengarten: Naturnahe Alternative

Steingärten haben heutzutage keinen allzu guten Ruf, vor allem da sie für Nützlinge kaum bis gar keinen Anreiz bieten*. Deshalb gibt es auch immer öfter Zengärten, die sich nicht so streng an die Vorgaben des Originals halten. Oft wirkt es wie eine Mischung aus Zengarten und einer Miniaturversion eines japanischen Gartens. So werden beispielsweise Bonsais, bunte Gräser, aber auch kleinere Blühpflanzen oder Farne genutzt, um Akzente zu setzen. Es eignen sich unter anderem:

Die Pflanzen sollten klein gehalten und nicht zu zahlreich gesetzt sein, sodass die Ruhe und Harmonie bestehen bleibt. Denn ist der Zen-Garten überladen, kann keine meditative Ruhe entstehen. Angeordnet als Miniatur-Landschaft betten sich die Pflanzen wunderbar in den Grundgedanken des Zengartens ein. Die größeren Steine und Felsen kann man ebenfalls so anordnen oder mit Pflanzen kombinieren, dass sie kleinen Nützlingen als Lebensraum dienen. Steine und Trockenmauern bieten beispielsweise Eidechsen und Wildbienen ein Zuhause, wie kraut&rüben berichtet. Bedenkt man dies bei der Planung, wird der Zen-Garten zu einer Ruheoase im Einklang mit der Natur. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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