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Wurzelsysteme: Das unterscheidet Flachwurzler von Tiefwurzlern

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Anna Katharina Küsters

Zu sehen ist eine Frau, die an riesigen Baumwurzeln lehnt. Sie trägt eine Mütze und hält sich eine Haarsträhne hoch.
Das Wurzelsystem von Bäumen unterscheidet sich je nach Art (Symbolbild). © imago images / Westend61

Jede Pflanze hat ein anderes Wurzelsystem, das Gärtnerinnen und Gärtner kennen müssen, bevor sie ihren Garten gestalten. Denn sonst wachsen einige Bäume und Sträucher nie in voller Pracht.

München – Wurzeln sind für Bäume der Grundbaustein für ihre Entwicklung. Nur aufgrund der Ausbildung von Wurzeln haben sie einen festen Stand und eine ausreichende Nährstoffversorgung. Doch nicht jeder Baum baut das gleiche Wurzelsystem auf. Gärtnerinnen und Gärtner müssen sich daher vor der Pflanzung oder vor dem Fällen ihres Gartenbewohners über sein Wurzelsystem informieren.

Wurzelsysteme: Diese Unterschiede sind beim Gärtnern besonders wichtig

Gartenfreunde, die zurzeit fleißig das neue Gartenjahr planen und sich gerne einen Baum in den Garten pflanzen wollen oder auch bereits gepflanzte Bäume mit Blumen unterpflanzen wollen, müssen ihre Bäume gut kennen. Denn das Wurzelsystem jedes Baumes unterscheidet sich und längst nicht jeder Baum eignet sich beispielsweise für eine Unterpflanzung. Gärtnerinnen und Gärtner unterscheiden bei den Wurzelsystemen zwischen:

Jedes Wurzelsystem hat seine eigenen Eigenschaften und manche Bäume lassen sich daher auch leichter fällen oder umpflanzen als andere.

Wurzelsysteme: So unterscheiden sich die einzelnen Kategorien

Die drei Systeme tragen ihre Haupteigenschaften schon im Namen. So zeichnen sich Bäume, die zu den Flachwurzlern zählen, durch besonders flach wachsende Wurzeln aus. Das bedeutet, dass die Wurzeln nicht tief ins Erdreich reinwuchern, sondern sich kurz unter der Oberfläche ausbreiten. Um einen stabilen Stand zu gewährleisten, müssen sich die Wurzeln möglichst breit und flächendeckend verteilen. Bei der Pflanzung ist es also wichtig, dass sich die Wurzeln auch problemlos ausbreiten können und es nicht stört, wenn sie an manchen Stellen sogar aus der Erde ausbrechen und herausgucken. Flachwurzelnde Bäume sind zum Beispiel:

Tiefwurzler sind demnach genau das Gegenteil von Flachwurzlern. Ihre Wurzeln wachsen nicht in die Breite, sondern vor allem in die Tiefe. Das macht es schwer, die Bäume zu fällen, und erfordert meistens die Hilfe von professionellen Gärtnerinnen und Gärtnern. Nach ein paar Jahren ist das Umpflanzen des Baums eigentlich unmöglich, da er sich bereits so fest im Erdreich verankert hat, dass er nicht mehr zu lockern ist. Wichtig beim Pflanzen ist auch bei Tiefwurzlern genügend Platz. Nur dieses Mal nach unten und nicht zur Seite hin. Die Wurzeln der Tiefwurzler haben enorme Kraft und zerquetschen oder zerstoßen auch ihnen im Wege liegende Leitungen. Tiefwurzelnde Bäume sind zum Beispiel:

Zu guter Letzt bleiben noch die Herzwurzler. Sie lassen sich als Mischform von Tiefwurzlern und Flachwurzlern verstehen. Dabei sind die Pflanzen in der Lage, ihr Wurzelsystem nach den jeweiligen Bodenbedingungen auszurichten. Das bedeutet, dass Pflanzen an einem trockenen Standort eher in die Tiefe wachsen, während Pflanzen an einem feuchten Standort mit ihren Wurzeln eher in die Breite gehen. Zu den Herzwurzlern gehören zum Beispiel:

Bei Herzwurzlern und Tiefwurzlern ist eine Unterpflanzung gut möglich. Die Pflanzen um den Baum herum haben noch genügend Platz im Boden, um selbst Wurzeln zu bilden und finden auch noch genügend Nährstoffe. Bei Flachwurzlern hingegen ist eine Unterpflanzung nicht gut möglich.

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