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Weintrauben schützen: Wie Sie Vögel und Insekten davon fernhalten

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Von: Franziska Irrgeher

Weintrauben sind lecker und werden etwa ab August reif. Bis in den Herbst wird dann geerntet, wenn hungrige Tiere nicht schneller sind. Doch Trauben lassen sich schützen.

Veitshöchheim – Leckere Weintrauben vom eigenen Weinstock, was gäbe es Schöneres? Gartenfans, die Wein anbauen, stecken meist viel Sorgfalt und Pflege sowie Planung in die Pflanzen. Rückschnitte, der richtige Standort und mehr sorgen für tolles Aroma und reiche Ernte. Blöd nur, wenn dann Schädlinge, Insekten oder gar Vögel schneller sind und die Traube abernten. Gartenfans können das entweder dulden oder den Wein schützen.

Weintrauben schützen: So halten Sie Vögel und Insekten ab

Vor allem Naturgärtnerinnen und -gärtner sind meist recht tolerant, wenn es ums Teilen geht. Da werden eigene Vogelschutzgehölze angelegt, Insekten finden an Blüten Nahrung und dennoch kann es selbst in solch einem Paradies für Tiere vorkommen, dass sich die tierischen Gäste stattdessen am Wein vergreifen.

Neben typischen Schädlingen lockt der Spätsommer vor allem Vögel wie Stare zu den reifen und leckeren Trauben, auch Wespen sind meist nicht weit. Dabei ist es meist ganz egal, ob es sich um einen eher sterilen Garten oder einen naturnahen handelt, denn die süßen Früchte sind immer verlockend. Dann stellt sich für Garten- und Tierfans die Frage: Tiere vom Wein fernhalten oder mit ihnen teilen? Letzteres ist einfach, Tiere vom Wein abzuhalten dagegen nicht immer. Aber es kann klappen.

Zu sehen sind zwei Drosseln in Wein, die nach Trauben suchen (Symbolbild).
Auch Drosseln fressen gerne Weintrauben (Symbolbild). © Eßling/Imago

Weintrauben schützen: Diese Methoden gibt es

Weintrauben sind beliebt, bei den Vögeln fressen vor allem Stare gerne daran, auch Amseln oder gar Drosseln vergreifen sich schon mal am Weinstock. Zudem lieben Wespen süße Früchte im Hochsommer, neben dem Wein kann das beispielsweise auch die Himbeere sein. Gartenfans bleibt dann oft nicht viel Ernte, je nach Menge der Wespen.

Sogar Feldmäuse und Wildschweine fressen laut der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) gerne Weintrauben. Zudem seien Ohrwürmer und Marienkäfer eventuell ein Problem im Lesegut. Das betrifft aber eher Weinberge als private Gärten. An sich handelt es sich bei den meisten der Tiere entweder um Nützlinge oder sie stehen gar unter Schutz, wie die Wespe. Die Tiere zu gefährden nur, um Trauben zu retten, ist keine Option, Sicherheit geht also vor beim Traubenschutz.

Im Folgenden gehen wir daher auf die Trauben fressenden Tiere im Garten und geeignete Abwehrmaßnahmen ein:

Wichtig ist vor allem bei Beuteln, dass bereits beschädigte Trauben vorher entfernt werden, um andere nicht mit Krankheiten anzustecken. Kontrollieren Sie alle Schutzmaßnahmen regelmäßig, so können versehentlich gefangene Tiere notfalls gerettet werden. Vor allem Vogelschutznetze sind keine ideale Lösung und sollten nur im Notfall genutzt werden. Idealerweise sind Sie beim Ernten einfach schneller als die Tiere oder legen einige Früchte an eine andere Stelle im Garten als Snack für die Besucher aus.

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