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Weinraute anbauen: Zierpflanze mit vielen Verwendungsmöglichkeiten

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Von: Franziska Irrgeher

Zu sehen sind die gelben Blüten einer Weinraute in Nahaufnahme mit einer Wespe darauf (Symbolbild).
Die Weinraute ist auchz bei Insekten beliebt (Symbolbild). © Manfred Ruckszio/Imago

Die Weinraute ist eine eher unbekannte Gartenpflanze. Früher kam sie in Bauerngärten vor und hat einige Vorteile für die Gesundheit, doch sie kann giftig sein.

München – Die Weinraute oder auch Gartenraute ist etwas in Vergessenheit geraten, dabei ist sie eigentlich eine typische Pflanze für Bauerngärten und kommt dort neben den Eingang. Ihre gelben Blüten sehen nicht nur schön aus, die Weinraute kann auch als Heilmittel und in der Küche genutzt werden.

Weinraute anbauen: Vergessene Zierpflanze mit teils giftigen Bestandteilen

Egal ob Bauerngarten, Kräutergarten oder einfach ein leerer Platz im Beet: Sehen Sie sich doch die Weinraute mal näher an und pflanzen Sie sie. Sie ist auch unter den Namen Weinkraut oder Gartenraute bekannt. Ruta graveolens ist keine neue Entdeckung, sondern wurde früher deutlich öfter genutzt als heutzutage. Sie kommt aus dem Mittelmeerraum und verträgt sich daher gut mit anderen mediterranen Kräutern, allerdings wächst die Weinraute ein wenig ausladend und kann bis zu einem Meter hoch werden.

Sie ist sehr pflegeleicht, wächst als Halbstrauch und blüht zwischen Mai oder Juni und September, wobei die Blüte oft im August vorbei ist. Besonders hübsch sind die gelben Blüten, die Blätter duften nach Moschus. Die Weinraute gehört übrigens zu den Rautengewächsen und zu den Gewürzpflanzen, sie wird teils auch in der Parfüm- und Schnapsherstellung genutzt. Früher wurde sie allerdings deutlich häufiger verwendet, heutzutage sollten Gartenfans die Weinraute keinesfalls einfach essen oder anderweitig zu sich nehmen.

Doch die Weinraute hat weitere Vorteile, die Sie jedoch nicht ohne Fachwissen ausprobieren sollten:

Laien sollten die Pflanze aber keinesfalls selbst als Heilmittel nutzen. Bei falscher Dosierung kann Weinraute giftig werden. Zudem enthält sie Furanocumarine, die phototoxisch wirken können bei Hautkontakt. Schwangere dürfen die Pflanze keinesfalls essen oder als Tee trinken, sie kann zu einer Fehlgeburt führen.

Die Weinraute eignet sich daher nur für Experten wirklich als Heilpflanze, kann aber als wohlriechende Garten- und Zierpflanze durchaus einen schönen Standort im Kräuterbeet finden.

Weinraute anbauen: Standort und Pflege im Garten

Die Weinraute ist recht genügsam und braucht nur wenig Pflege, ideal für Standorte, die gerne mal vergessen werden. Sie mag es sonnig und ist eine hübsche, mehrjährige Gartenpflanze. Vermehren lässt sie sich beispielsweise über Stecklinge.

Ansonsten freut sich die Weinraute über folgende Bedingungen:

Das alles macht die Weinraute zur idealen Gartenpflanze für Menschen mit wenig Zeit für Pflege. Wird sie zu groß, kann sie natürlich etwas beschnitten werden. Bienen und andere Insekten freuen sich zudem über die Weinraute.

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