Fichte sticht, Tanne nicht

Weihnachtsbaum: Diese Baumart ist für Sie genau die richtige

  • Anna Katharina Küsters
    vonAnna Katharina Küsters
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Weihnachtsbäume gibt es viele, doch welcher ist der richtige? Wer sich vor dem Kauf informiert, findet mit ein paar Tricks den passenden Baum fürs Wohnzimmer.

Wenzendorf – Es weihnachtet jetzt schon sehr und da darf der richtige Baum natürlich nicht fehlen. Bevor Gartenfreunde jedoch zum Kauf ausziehen, sollten sie sich entscheiden, welcher Baum es werden soll. Denn das Angebot ist groß und die einzelnen Sorten weisen doch einige Unterschiede auf.

Weihnachtsbaum: So finden Sie den passenden für sich

Bis der Weihnachtsbaum im Wohnzimmer mit Lichterketten geschmückt in vollem Glanz neben anderen weihnachtlichen Dekorationen aus recycelten Naturmaterialien erstrahlt, muss zuerst der richtige Baum her. Wer sich nicht jedes Jahr neu entscheiden möchte, kann sich auch leicht einen Tannenbaum aus Holz selbst basteln. Gartenfreunde, die aber nicht auf ihre grünen Nadeln verzichten möchten, müssen eine Art auswählen. Laut dem Mitteldeutschen Rundfunk stehen meistens folgende Bäume zur Auswahl:

  • Nordmanntanne
  • Blaufichte
  • Rotfichte
  • Douglasie
  • Nobilistanne

Die Nordmanntanne ist wohl der beliebteste Weihnachtsbaum, aber auch Blaufichte und Rotfichte sowie die anderen Sorten bringen Vorteile mit, die Weihnachtsfreunde vor dem Kauf bedenken sollten.

Weihnachtsbaum: Das unterscheidet Nordmanntanne

Die Nordmanntanne kennt wohl jeder, der sich schon mal ein wenig mit Weihnachtsbäumen auseinandergesetzt hat. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass ihre Nadeln vorne abgerundet sind. Um Tannen und Fichten auseinanderzuhalten, hilft auch der Merkspruch: „Fichte sticht, Tanne nicht.“ Denn bei Fichten sind die Nadeln vorne spitz. Die Nordmanntanne zeichnet sich zudem durch die kräftige, dunkelgrüne Farbe ihrer Nadeln, die borstenförmig vom Zweig abstehen, aus.

Sie hält laut dem Bundesverband der Weihnachtsbaumerzeuger sehr lange und macht in Deutschland etwa 80 Prozent des Marktanteils aus. Einziges Manko ist, dass ihre Nadeln nur recht wenig Duft verströmen*. Um den klassischen Weihnachtsduft zu erhalten, müssen Weihnachtsfans mit der Nase schon nah heran. Neben weihnachtlich geschmückten Zimmerpflanzen kommt der Baum besonders gut zur Geltung.

Weihnachtsbaum: So angenehm duftet die Blaufichte

Die Blaufichte hat wesentlich spitzere Nadeln. Ihre bläulich und grünlich gefärbten Nadeln wachsen zu einem ausgewogenen Gesamtbild heran und sie bietet beste Voraussetzungen für viel Baumschmuck. Vor allem wächst die Blaufichte schneller als die Nordmanntanne, sodass Experten sie bereits nach zwei Jahren abschlagen. Das macht sie im Handel preiswerter. Auch sie zeichnet sich durch eine lange Haltbarkeit aus und bringt zudem noch einen unschlagbaren weihnachtlichen Duft mit ins Haus. Gemeinsam mit selbst gemachten Weihnachtsmarkt-Klassikern zum Essen kommt so sicherlich schnell Weihnachtsstimmung auf.

Weihnachtsbaum: Diese Vorteile hat die Rotfichte

Die Rotfichte war lange Zeit die Nummer Eins im Weihnachtsbaumgeschäft, bevor sie von der Nordmanntanne abgelöst wurde. Auch sie zeichnet sich durch spitze, sattgrüne Nadeln aus, die nach zwei Seiten abstehen. Ihre Haltbarkeit ist leider relativ kurz, sodass sie nur bei Weihnachtsfans einziehen sollte, die den Baum wirklich nur über die Weihnachtstage im Wohnzimmer stehen haben wollen. Dafür gehört sie mit zu den preiswertesten Varianten und verströmt wie ihre Schwester die Blaufichte einen angenehmen Duft im Zimmer. Mit Weihnachtsgewürzen zum Backen und einer schönen Rotfichte im Wohnzimmer sind auch die olfaktorischen Bedürfnisse an Weihnachten bestens abgedeckt.

Weihnachtsbaum: Wer Zitronenduft mag, kauft sich eine Douglasie

Douglasien sind eine Möglichkeit für Personen, die ihren Weihnachtsbaum eher zurückhaltend schmücken. Denn die Äste der Douglasie sind relativ dünn, sodass sie sich leicht nach unten biegen und schwere Weihnachtskugeln nicht gut halten können. Sie ist ebenfalls eine preiswerte Alternative und hält ähnlich lange wie die Blaufichte. Wer den Duft von Zitronenmelisse mag, ist mit einem Kauf der Douglasie gut bedient, denn die Nadeln riechen leicht nach Zitrone.

Weihnachtsbaum: Die Nobilistanne ist schwer zu finden

Und zu guter Letzt lohnt sich auch ein Blick auf die Nobilistanne. Die Tanne wächst leicht asymmetrisch, was sie als Weihnachtsbaum aber nicht unattraktiver macht. Denn so wirkt der Baum natürlicher, denn die Natur lässt sich nicht in perfekte Schablonen drängen. Die Nadeln der Nobilistanne sind weniger spitz und glänzen in Silber und Grau. Im Gegensatz zur Nordmanntanne verströmt die Nobilistanne einen weihnachtlichen Duft im Wohnzimmer und hält lange. Die Nachfrage nach dem Baum ist jedoch sehr gering, sodass Gartenfreunde wahrscheinlich erst den richtigen Weihnachtsbaumverkauf ausfindig machen müssen, um dieses Exemplar zu ergattern. *merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © imago images / Westend61

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