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Was sind eigentlich F1-Hybride?

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Zucchini
Samen der aus den F1-Samen entstandenen Pflanzen können andere Eigenschaften weitergeben als sie selbst gezeigt haben - so sind die Nachkommen von gelben Zucchini dann nicht unbedingt gelb. © Christin Klose/dpa-tmn

Bald beginnt die Aufzucht der ersten Gemüse- und Blumensamen. Auf den Tütchen mit dem Saatgut im Handel fällt ein Begriff auf, der mehr an ein Rennauto denken lässt als an eine Gartenpflanze.

Berlin - Haben Sie schon mal den Begriff „F1-Hybrid“ auf einem Samentütchen gelesen? Er kann wichtig sein, wenn Sie die daraus wachsenden Pflanzen weitervermehren wollen.

Im Garten ist ein „Hybrid“ das Ergebnis der Kreuzung von Eltern verschiedener Pflanzenarten oder deren Unterarten. Und „F1“ steht für die erste Generation dieser Verbindung - also die Kinder.

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Wenn der Hobbygärtner nun von diesen Kinder-Pflanzen die Samen erntet und im Folgejahr anbaut, kann es sein, dass diese Nachkömmlinge - die Enkel - ganz andere Eigenschaften haben als die erste Kindergeneration.

Ein Beispiel: Hat man F1-Saatgut für gelbe Zucchini gekauft, können die Samen daraus (F2) nur einen Teil oder gar keine gelben Zucchini ergeben. Es kann sogar auch vorkommen, dass sich die Pflanzen aus den F1-Samen gar nicht weitervermehren lassen.

Auf Nummer sicher gehen mit samenfesten Sorten

Der Hobbygärtner muss also von solchen F1-Pflanzen immer wieder neue Samen kaufen. Nur Sorten, die zum Beispiel als samenfest, sortenrein und nachbaufähig bezeichnet werden, geben über Generationen hinweg ausschließlich die erwünschten Eigenschaften weiter.

Die F1-Samen sind dennoch beliebt und häufig im Handel zu finden, denn es handelt sich oft um Züchtungen, die bestimmte Nachteile der Pflanzengattung oder -art nicht mehr haben. Etwa Krankheiten oder eine besondere Anfälligkeit für Schädlinge, oder eben eine besondere Wuchsform - wie gelbe Zucchini. dpa

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