Lüften, Vertikutieren und mehr

Vertikutierer, Rasentrimmer und Rasenkantenschneider: Rasenpflege-Geräte im Überblick

  • Franziska Irrgeher
    vonFranziska Irrgeher
    schließen

Rasenpflege erfordert oft mehr als nur Rasenmähen: Lüften, Vertikutieren und Rasenkanten schneiden gehören genauso dazu. Hier lesen Sie alles zu den häufigsten Rasenpflege-Geräten.

  • Im Frühling sollte der Rasen vertikutiert werden
  • Ein Rasenkantenschneider sorgt für perfekte Rasenkanten
  • Rasentrimmer eignen sich für schwer zugängliche Stellen im Garten

Frankfurt am Main – Wer perfekten, grünen Rasen möchte, muss ihn richtig pflegen. Neben dem Rasenmäher sind vor allem Vertikutierer, Rasentrimmer und Rasenkantenschneider hilfreich, aber auch andere Gartengeräte sowie Dünger und Bewässerung können zur Rasenpflege beitragen.

Der Rasen sollte dabei nicht nur regelmäßig gemäht werden, es ist auch wichtig, dass genug Sauerstoff an die Wurzeln gelangt und Moos und Rasenfilz nicht überhand nehmen. Rasenlüfter und Vertikutierer können helfen. Für den optischen Feinschliff nach dem Rasenmähen sorgt außerdem ein Rasenkantenschneider und ein Rasentrimmer erreicht Stellen, für die der Rasenmäher zu hoch gebaut ist.

Vertikutierer, Rasentrimmer und Rasenkantenschneider: Diese Geräte eignen sich für die Rasenpflege

Nach dem Winter sollte der Rasen erstmal gemäht werden, etwa ab März oder April. Aber nicht zu kurz, warnt t-online auf der Website. Danach sieht man, ob Moos oder Rasenfilz entfernt werden müssen. Grundsätzlich lohnen sich Vertikutierer nur für Gärtner, die viel Moos im Garten haben, ansonsten kann das Gerät für seltene Einsätze auch ausgeliehen werden.

Vertikutieren sollten Gartenfans maximal zwei Mal pro Jahr, das Gras braucht dazwischen Zeit, sich zu erholen. Geeignet sind zum Beispiel Frühjahr und Herbst (September und Oktober). Rasenfilz verhindert, dass Nährstoffe, Wasser und Licht zu den Graswurzeln vordringen können, die Folge: das Gras wird braun und stirbt ab.

Ein Vertikutierer sorgt somit dafür, dass das Wasser und die Nährstoffe überhaupt bis an die Rasenwurzeln gelangen können, so der Norddeutsche Rundfunk (NDR) auf seiner Website.

Rasenlüfter und Vertikutierer: Das sind die Unterschiede

„Vertikutierer“ kommt von „vertical cut“, hier wird die Oberfläche angeritzt. Ein Vertikutierer hat rotierende Messer, damit wird die Grasnarbe angeritzt und Unkraut oder Moos werden entfernt, ebenso deren Wurzel. Ein Rasenlüfter kommt nicht so tief hinein, seine Zinken durchtrennen somit auch keine Unkraut-Wurzeln. Die Methode des Rasenlüftens ist damit schonender, aber auch weniger effektiv.

Sollte Ihr Rasen viel Moos enthalten, eignet sich die radikalere Methode des Vertikutierens besser. Für junges Unkraut und kleinere Flächen sind aber auch Rasenlüfter geeignet. Bei einigen Kombi-Geräten kann aber auch einfach die Vertikutierwalze gegen eine Lüfterwalze ausgetauscht werden, man bekommt also zwei Geräte in einem. Wer außerhalb des Rasens Fugen von Moos befreien möchte, kann dafür einen Hochdruckreiniger oder Fugenreiniger verwenden.

So benutzen Sie Rasentrimmer, Vertikutierer und Rasenkantenschneider

Während Rasenlüfter und Vertikutierer eher selten zum Einsatz kommen, nutzen viele Gartenbesitzer Rasenkantenschneider und Rasentrimmer regelmäßig. Beide Geräte dienen dem Entfernen von Gras an Stellen, die mit dem Rasenmäher nicht gut erreichbar sind oder für die sich das Mähen nicht lohnen würde.

Für folgende Aufgaben eignen sich die jeweiligen Geräte:

  • Vertikutierer: Unkraut, Rasenfilz und Moos werden entfernt, dadurch gelangen Wasser, Nährstoffe und Licht besser an die Rasenwurzeln.
  • Rasenlüfter: Dringen nicht so tief ein wie Vertikutierer. Sie ähneln einem Kamm, mit den Zinken wird der Boden leicht angeritzt, Moos wird so entfernt, jedoch keine tieferliegenden Wurzeln von z. B. Unkraut durchtrennt. Sollte etwa alle sechs Wochen benutzt werden.
  • Rasenkantenschneider: Hier gibt es hand- und motorbetriebene Geräte. Manuell kann zum Beispiel eine Schere benutzt werden, Handgrasscheren gibt es auch mit Stiel. Geräte mit Akku, Strom oder Benzin vereinfachen die Arbeit und sind vor allem für große Grundstücke sinnvoll.
  • Rasentrimmer: Haben im Gegensatz zum Rasenkantenschneider anstatt Messern oft eine Fadenspule. Modelle mit Messern gibt es aber auch. Auch hier gibt es Geräte mit Benzin, Akku oder Kabel. Damit kann vor allem schwerer erreichbares Gras, zum Beispiel bei unebenem Gelände, entfernt werden. Sie eignen sich jedoch auch zum Schneiden von Rasenkanten, hierzu kann oft der Winkel verstellt werden.

Vertikutierer, Rasentrimmer und Rasenkantenschneider: Akku, Benzin, Elektro oder manuell?

Ob manuell oder motorbetrieben hängt von der zu bearbeitenden Rasenfläche und den persönlichen Vorlieben beziehungsweise Voraussetzungen im Garten ab. Ohne Steckdose oder Verlängerungskabel funktioniert kein Elektro-Gerät. Akku-betriebene Geräte dagegen sind flexibler, aber an die Akkulaufzeit und gegebenenfalls Ersatzakkus gebunden. Benzinbetriebene Geräte sorgen für Abgase und mehr Lärm, sind aber dennoch sehr effektiv.

Manuell zu arbeiten erfordert je nach Gartengröße Zeit und Geduld, hier kann aber bei der Anschaffung der Geräte Geld gespart werden. Gartengeräte wie Vertikutierer und Rasenlüfter können Gartenbesitzer aber auch ausleihen.

Bei Vertikutierern nennen sich diese Modelle dann Handvertikutierer, hier rotieren keine Klingen. Das Gerät verfügt über Stahlmesser, die starr sind und pendelnd aufgehängt. Der Druck beim Arbeiten bestimmt die Schnittiefe. Ist der Garten uneben, können Handvertikutierer einen Vorteil darstellen, bedeuten aber auch mehr Aufwand. Alternativ können Gartenbesitzer eine Harke benutzen.

Vertikutierer, Rasentrimmer und Rasenkantenschneider: Das müssen Sie bei der Arbeit beachten

Vertikutierer und Rasenlüfter sind relativ selbsterklärend. Zum Lüften von Rasen gibt es auch geeignete Schuhe, diese Nagelschuhe können über die normalen Schuhe gezogen werden. Bei allen Geräten mit Kabel besteht grundsätzlich die Gefahr, dieses zu überfahren oder zu zerschneiden. Benzin- oder akkubetriebene Geräte stellen je nach Gartengröße eine gute Alternative dar. Sofern es sich um ein kleines Grundstück handelt, können Gartenbesitzer aber auch problemlos manuelle Geräte verwenden.

Rasentrimmer mit Faden sind in der Wartung aufwändiger, denn die Fadenspule muss ausgetauscht werden, wenn sie leer ist. Fertig gewickelte Spulen sind dabei teurer als den Faden selbst aufzuwickeln. Rasentrimmer sollten grundsätzlich nach der Nutzung grob gereinigt und gelegentlich auch richtig saubergemacht werden.

Bei Vertikutierern gilt, wie auch bei Rasenmähern: Benziner sind wartungsintensiver. Bei Akku-Geräten hängt die Arbeitsdauer von der Akkulaufzeit ab, Kabel-Vertikutierer bergen die Gefahr, das Kabel zu überfahren.

Rasenkanten sollten alle paar Wochen außerdem abgestochen werden, so geht auch das Schneiden schneller. Hierfür gibt es spezielle Rasenkantenstecher.

Rubriklistenbild: © Kai Remmers/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare