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Terra preta: So stellen Sie die schwarze Erde selbst her

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Anna Katharina Küsters

Zu sehen sind zwei Hände, die schwarze Erde halten (Symbolbild).

Terra preta heißt übersetzt „schwarze Erde“ (Symbolbild). © Christophe Gateau/dpa

Aufgrund ihrer Nährstoffdichte erhält Terra preta ihre schwarze Farbe. Im Beet soll sie beim Wachstum von Pflanzen wahre Wunder bewirken. Gartenfreunde könne sie leicht selbst herstellen.

Berlin – Eine Super-Blumenerde, die Pflanzen schneller und gesünder gedeihen lässt, gibt es bisher noch nicht. Unterstützung bekommen Gartenfreunde jedoch von der sogenannten Terra preta. Diese kommt aus Südamerika, erfunden haben sie die dortigen Ureinwohner. Dort bewirtschafteten sie jahrhundertelang die eigentlich nur schwer bebaubare Regenwalderde und bereiteten sie mit einem Gemisch aus Kompost, Dung und Kohle auf. So entstand die schwarze Erde, die auch für Gärtnerinnen und Gärtner hierzulande interessant ist.

Terra preta: So stellen Sie die nährstoffreiche Erde für Ihre Pflanzen selbst her

Terra preta ist Portugiesisch und heißt laut dem Naturschutzbund Deutschland übersetzt „schwarze Erde“. Und diesen Namen trägt das Gemisch zu Recht. Denn aufgrund der Inhaltsstoffe ist die Terra preta tatsächlich pechschwarz. Verantwortlich dafür ist besonders der hohe Kohlenstoffanteil in der Erde. Laut dem Norddeutschen Rundfunk enthält die Erde doppelt so viel Stickstoff wie normale Blumenerde und hat den vierfachen Phosphor-Gehalt.

Diese besondere Mischung kann, kombiniert mit gut aufgesetztem Kompost, eine positive Wirkung auf das Pflanzenwachstum haben. Fruchtgemüse wie Tomaten sollen besonders von Terra preta profitieren, denn ihr Ernteertrag soll erheblich ansteigen. Tomaten brauchen in der Regel viele Nährstoffe und vor allem lieben sie Stickstoff. Den kann ihnen die Erde problemlos und reichlich liefern. Auch speichert die Kohle in Terra preta viel Wasser, sodass Starkzehrer wie Tomaten mit ständigem Wasserdurst davon profitieren. Wer nur eine kleine Menge der Terra preta herstellen möchte, kann sich auch einen Bokashi-Eimer zulegen.

Terra preta: So stellen Sie die schwarze Erde selbst her

Das Konzept der Terra preta klingt verlockend. Doch wenn sie Gartenfreunde im Handel kaufen, kann das schnell teuer werden. Aber dieses Problem können Gärtner umgehen, indem sie die Erde einfach selbst herstellen. Ähnlich wie bei dem Bau einer Wurmkiste brauchen sie zwar auch bestimmte Zutaten aus dem Handel, zusammengekauft und selbst gemischt sind diese meist aber immer noch preiswerter als bereits hergestellte Terra preta.

Sie benötigen für die Herstellung von Terra preta folgende Zutaten:

So geht‘s: Die Küchenabfälle auf dem Kompost zusammendrücken und gut stampfen. Darauf kommt dann die Pflanzenkohle. Grillkohle, die etwa für das Grillen im Winter genutzt wird, ist nicht zu empfehlen, da dort nicht gewünschte Zusatzstoffe mit in die Erde kommen können. Ist die Pflanzenkohle auf dem Kompost aufgetragen, schütten sie bei der Herstellung von Terra preta die Mikroorganismen dazu*.

Aufgrund dieser Zugabe finden die Kompost-Nährstoffe und die Kohle zusammen und verbinden sich zu einem guten Dünger. Nach rund sechs Monaten kann das Gemisch dann aufs Beet und versorgt die Pflanzen dort über einen langen Zeitraum mit den nötigen Nährstoffen. *merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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