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Tannen richtig schneiden: Aus diesen Gründen müssen Sie bei der Baumpflege aufpassen

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Von: Anna Katharina Küsters

Zu sehen ist ein Tannenzweig, an dem noch etwas Frost hängt (Symbolbild).

Bei Frost sollten Gartenfreunde keine Tannen zurückschneiden (Symbolbild). © imago images / Harald Lange

Tannen im Garten sind besonders auf großen Grundstücken beliebte Gartenbäume. Doch auch diese brauchen von Zeit zu Zeit ein bisschen Pflege.

Wenzendorf Nadelbäume verzaubern geschmückt mit bunten Lichtern, Kugeln und Lametta nicht nur unser Wohnzimmer an den Weihnachtstagen, sondern bieten als Hecke oder einzelne Bäume im Garten auch im Winter einen echten Hingucker. Aufgrund der Rückschnitt-Beschränkungen zwischen März und September bieten sich die Wintermonate für einen Rückschnitt der Tannen an. Diesen sollten Gartenfreunde aber nur unter bestimmen Voraussetzungen vornehmen.

Tannen richtig schneiden: So bekommt Ihr Baum im Winter die perfekte Form

Wer seinen Garten weihnachtlich geschmückt und mit Weihnachtsbeleuchtung dekoriert hat, dem ist vielleicht aufgefallen, dass seine Nadelbäume im Garten immer mehr Platz einnehmen. Der hohe Wuchs des Baumes kann irgendwann nicht nur den Nachbarn stören*, sondern auch die Gartenfreunde selbst, denn die Bäume nehmen viel Sonne weg und wachsen manchmal auch nicht in der gewünschten Form.

Vor dem Schnitt sollten sich Gärtnerinnen und Gärtner aber darüber im Klaren sein, dass beschnittene Bäume schneller wachsen als zuvor. Wer einmal mit dem Schneiden beginnt, sollte den Rückschnitt also regelmäßig im Winter einplanen. Auch schwächt ein Rückschnitt den Baum zum Teil, da er neu austreiben muss und sich so nicht mehr richtig auf die Abwehr von Schädlingen konzentrieren kann.

Auch das Gleichgewicht kann bei einem falschen Schnitt verloren gehen. Ein bloßes Abschneiden der Spitze ist ähnlich wie beim Rückschnitt von Hecken nicht zu empfehlen, da dann aus mehreren Ästen eine neue Krone gebildet wird. Am Ende hat der Baum also eine breite Spitze, sodass die Äste leicht abknicken. Auch auf den Baum- und Stammschutz der Tannen müssen Gartenfreunde regelmäßig einen Blick werfen.

Tanne richtig schneiden: Das beste Vorgehen beim Rückschnitt

Zu Beginn sollten Gartenfreunde wissen, dass sie beim Rückschnitt vorsichtig sein müssen. Denn Nadelbäume treiben im Gegensatz zu Laubbäumen nicht mehr aus, wenn zu tief ins Holz geschnitten wurde. Wichtig ist also, egal welche Art von Rückschnitt Gärtnerinnen und Gärtner planen: Nur bis ins grüne Holz zurückschneiden. Dann hat der Baum eine Chance, wieder auszutreiben.

Nadelbäume wachsen in der Regel eher langsam, besonders Bäume wie die Nordmanntanne, die später als Weihnachtsbaum bei uns im Wohnzimmer stehen. Laut dem Bundesverband der Weihnachtsbaumerzeuger ist es sinnvoll, die Bäume erst ab dem sechsten Lebensjahr eines Formschnitts zu unterziehen. Bei diesem Formschnitt zwicken Gartenfreunde die äußeren Triebe manuell aus dem Baum heraus. So entstehe eine schönere Form des Baums und der Eingriff ist für die Pflanze nicht zu stark.

Einen Rückschnitt sollten Gärtnerinnen und Gärtner nur dann vornehmen, wenn:

Ein starker Rückschnitt mit der Heckenschere ist meistens nicht zu empfehlen. Wer sich dennoch dafür entscheidet, sollte beim Rückschnitt pyramidenförmig vorgehen. Dabei schneiden Gärtnerinnen und Gärtner die oberen Triebe des Baums stärker zurück als die unteren, um eine pyramidenförmige Wuchsform zu erlangen. Das richtige Gartenwerkzeug wie zum Beispiel Astschere und Astsäge ist für ein Gelingen notwendig. *merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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