Nasse Füße erwünscht

Sumpfbeet anlegen: So erschaffen Sie sich ihr eigene ökologisch wertvolle Wasserstelle

  • Anna Katharina Küsters
    vonAnna Katharina Küsters
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Wer sich einen Garten als ökologisch wertvollen Ort für Pflanzen, Mensch und Tiere wünscht, der sollte über ein Sumpfbeet nachdenken. Denn eine Wasserquelle im Garten ist für viele Lebewesen unerlässlich.

Bernstadt – Bei einem Sumpfbeet müssen Gartenfreunde keinesfalls die Sorge haben, dass bald ihr ganzer Garten mit sämtlichen Rasenflächen unter Wasser steht. Denn Gärtnerinnen und Gärtner können das Beet gezielt anlegen, sodass nur ein bestimmter Teil des Gartens zur Wasserlandschaft wird. Ein Sumpfbeet lässt sich sogar als Ergänzung zu einem Teich gestalten, als Klärbeet oder als Auffangbecken für herabfließendes Regenwasser.

Sumpfbeet anlegen: So erschaffen Sie sich ihr eigenes Moor

Quakende Frösche, schwirrende Libellen und badende Vögel: Gartenmomente, die sich Pflanzenfans mit einem Sumpfbeet leichterhand in den Garten holen. Denn ein ökologisch wertvoller Garten braucht eine Wasserquelle und das muss nicht immer ein Teich sein, ein Sumpfbeet eignet sich genauso gut.

Zudem füllen Gartenfreunde mit einem Sumpfbeet schattige Ecken im Garten, an denen sonst vielleicht nichts wachsen würde. An diesen Stellen verdunstet das Wasser langsamer, was für das feuchte Paradies genau die richtige Voraussetzung ist. Wer keine schattige Ecke im Garten hat, kann sich den perfekten Ort für ein Sumpfbeet auch selbst schaffen. Dafür leiten Gartenfreunde laut dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) am besten mit einem Fallrohr Regenwasser direkt an die gewünschte Stelle im Garten. Eine andere Möglichkeit ist, das Beet neben dem Gartenteich anzulegen. Wichtig ist, dass das Beet ständigen Wasserzulauf hat und immer feucht bleibt.

Sumpfbeet anlegen: So gehen Sie vor

Beim Anlegen eines Sumpfbeetes sollten Gartenfreunde nicht einfach drauf los buddeln. Laut dem Hortus Netzwerk gehen Gartenfreunde am besten folgendermaßen vor:

  • Als Erstes tragen Gärtnerinnen und Gärtner die obere Humusschicht etwa 30 Zentimeter tief ab
  • Den darunterliegende Unterboden heben sie ebenfalls aus und legen ihn als Beetfüllung zurück
  • Die entstehende Mulde sollte etwa 50 Zentimeter tief sein und zum Rand hin flach auslaufen
  • Dabei müssen sie darauf achten, dass die entstehenden Ränder des Beetes gleich hoch sind
  • Nun kommt ein Teichvlies hinein, das Gartenfreunde in die Erde eingraben
  • Dann füllen sie das Beet und gestalten es auch mit Steinen

Ein flaches Ufer ist besonders wichtig für Amphibien, die sicher aus dem Sumpfbeet hinaus und hinein klettern können müssen.

Sumpfbeet anlegen: Die richtigen Pflanzen auswählen

Die richtige Bepflanzung ist nach dem Ausheben des Sumpfbeetes ebenfalls entscheidend für andauernde Feuchtigkeit und ein artenreiches Biotop. Deswegen sollten laut NABU folgende Pflanzen im Sumpfbeet nicht fehlen:

  • Moorabbiss
  • Schwanenblume
  • Sumpfdotterblume
  • Sumpfwolfsmilch
  • Wasserdost
  • Zyperngras
  • Sumpfschwertlilie
  • Blutauge

Viele der Blumen blühen in den Sommermonaten in den verschiedensten Farben. So leuchtet das Blutauge von Juni bis Juli in einem dunklen Purpur, der Wasserdost von Juli bis September in Lachsrosa und der Moorabbiss von Juli bis September in Hellblau.

Rubriklistenbild: © Harald Lange / Imago

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