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Süßkartoffeln anbauen: So pflanzen und ernten Sie die Nutzpflanze

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Von: Jasmin Pospiech

Die Süßkartoffel macht der Kartoffel seit einiger Zeit mächtig Konkurrenz. Gilt sie doch als ballaststoff- und vitaminreich. Wie Sie sie selbst anpflanzen und ernten, erfahren Sie hier.

München – Seit einigen Jahren ist sie bei Foodbloggern und aus Poké-Bowls nicht mehr wegzudenken: die Süßkartoffel. Schließlich gilt sie als echtes Superfood und ist besonders nahrhaft und gesund. Sie ist für all diejenigen eine Alternative zu normalen Kartoffeln, die es gerne etwas süßer mögen oder einfach mal für Abwechslung sorgen wollen. Schließlich hat sie ebenso viele Ballaststoffe, Vitamine und Nährstoffe und gehört zu einer ausgewogenen Ernährung dazu.

Süßkartoffeln anbauen: So pflanzen und ernten Sie die Nutzpflanze

Dennoch hat die Pflanze einen etwas höheren Zuckergehalt im Gegensatz zu ihrem Vertreter hierzulande und erinnert vom Geschmack her mehr an Möhren. Daher ist die Knolle gebacken und mit Honig und Obst verfeinert auch perfekt zum Frühstück!* Zudem ist ihr Vorteil, dass sie auch roh und in gekochter Form schmeckt.

Geerntete Süßkartoffeln. (Symbolbild)
Die Süßkartoffel kommt in vielen verschiedenen Farbschattierungen, von orange bis violett, daher. (Symbolbild) © imagebroker/Imago

Allerdings ist die Knolle, die es in Farbschattierungen von orange bis violett gibt, hauptsächlich in den USA und Mittelamerika beheimatet. Deshalb muss sie stets einen langen Weg hinter sich legen, bis sie bei uns im Supermarkt landet. Für die CO2-Bilanz sind solche mühsamen Exporte ein No-Go. Warum also nicht einfach das Superfood selbst im heimischen Grün anpflanzen?

Süßkartoffeln anbauen: Gewächshaus ist die beste Wahl

Das gelingt erstaunlich einfach. Und wer keinen Garten hat, aber dafür einen Balkon, kann sie dort ebenfalls in Balkonkästen oder in Hochbeeten ganz leicht kultivieren. Haben Sie dagegen mehr Platz, bietet sich ein Gewächshaus an. Die Süßkartoffel mag es schließlich warm und sonnig und sollte daher besser an einem sonnenreichen und windgeschützten Standort angepflanzt werden. Zudem ist es auch wichtig, die richtige Erde auszuwählen. Denn die spindelförmige bis runde Knolle, die auch als Batate bezeichnet wird, bevorzugt lockere und sandige Erde, die überdies nährstoff-, humus und stickstoffreich ist.

Doch wenn es sehr warm ist, hat die Pflanze natürlich auch großen Durst: Deshalb sollte sie auch regelmäßig gegossen werden. Grundsätzlich empfiehlt es sich, dass Sie darauf achten, dass der Boden konstant feucht ist, allerdings nicht so sehr, dass es zu Staunässe führt. Entscheiden Sie sich für ein Pflanzgefäß, sollte das aus diesem Grund auch mindestens 30 Liter fassen können.

Süßkartoffeln anbauen: Genug Abstand zwischen Pflanzen lassen

Im Beet hingegen ist es ratsam, zwischen den einzelnen Pflanzen einen Abstand von 30 bis 50 Zentimetern zu lassen. Dadurch hat die Knolle auch ausreichend Platz, um groß und kräftig wachsen zu können. Wenn Sie beim Anpflanzen sind, greifen Sie besser gleich zu Stecklingen. Diese züchten Sie am besten vor, indem sie eine oder mehrere Süßkartoffel-Knollen in ein Pflanzgefäß mit lockerer Erde geben. Gießen Sie die Knollen regelmäßig und achten Sie darauf, dass sie genug Sonne abbekommen. Nach ein paar Wochen treiben sie aus.

Haben Sie nicht so viel Platz, können Sie auch die Knolle zur Hälfte in ein mit Wasser gefülltes Glas geben und auf ein Fensterbrett stellen. Nach ein paar Wochen sollten die Triebe ausreichend lang sein, um die Knolle anschließend einzupflanzen. Hier ist es allerdings wichtig, dass diese zur Hälfte aus der Erde herausragt und Sie den passenden Zeitpunkt abwarten.

Stecklinge können bereits ab Januar angesetzt werden und schließlich zwischen April und Mai angebaut werden. In einem Gewächshaus ist das schon eher möglich. Süßkartoffeln vertragen keinen Frost oder Temperaturen unter minus zehn Grad Celsius, daher besser nicht zu früh damit anfangen.

Süßkartoffeln anbauen: Nach der Ernte Boden ruhen lassen

Ihre reiche Ernte können Sie schließlich ab September einfahren. Ob die Süßkartoffeln reif sind, erkennen Sie daran, dass sich die Pflanzen gelb färben. Obwohl die Knollen nicht lange gelagert werden können, da sie schnell faulen, ist es dennoch ratsam, die ersten zwei Tage nach der Ernte diese erst mal in Ruhe trocknen zu lassen. Anschließend sollten sie schnell verzehrt werden.

Und nicht vergessen: Monokultur im Beet ist auf Dauer schädlich! Daher gerne nach einem Jahr das Süßkartoffel-Beet wechseln, damit sich der Boden in der Zwischenzeit wieder erholen kann. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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