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Streuobstwiese anlegen: So legen Sie die Grundlagen für das wertvolle Ökosystem

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Mattias Nemeth

Streuobstwiesen sind wertvolle Ökosysteme, die einer Vielzahl von seltenen Vögeln und Insektenarten eine Heimat bietet. Mittlerweile werden sie sogar gefördert.

München – Streuobstwiesen sind äußerst wichtig für die Natur und die Biodiversität. Denn sie sichern den Lebensraum von Bienen, Insekten, Fledermäusen und seltenen Vogelarten. Dabei gilt, je älter die Bäume und je vielfältiger weitere Elemente wie Steinhaufen, Wildhecken oder Totholz sind, desto wertvoller ist die Streuobstwiese.

Streuobstwiese anlegen: So legen Sie die Grundlagen für das wertvolle Ökosystem

Für eine Streuobstwiese muss man zuallererst den geeigneten Standort finden. Dafür eignet sich eine windgeschützte, sonnige Lage, vielleicht sogar mit einem Hang am besten. Eine ungenutzte Grünlandfläche findet man über Grundstückportale. Als Nächstes sollten Sie einen Pflanzplan aufstellen, da Sie für Ihre Streuobstwiese auch eine Förderung beantragen können und dafür die Obstbäume angeben müssen. Streuobstwiesen sind bis heute die Orte, an denen der Genpool alter und seltener Obstsorten erhalten wird. Tauchen neue Krankheitserreger auf oder die Folgen des Klimawandels verschlimmern sich, dann ist diese Biodiversität von großem Wert. Je nach Standort und Region entwickeln die Bäume andere Anpassungen und Resistenzen.

Umso besser, wenn es zahlreiche Möglichkeiten gibt. Vor allem alte Obstsorten sind häufig resistenter als die neuen Züchtungen. Denn diese sind noch nicht auf Ertrag und Einheitlichkeit gezüchtet worden. Sie brauchen kaum Pflege und halten auch ungünstige Wetterbedingungen und Schädlingen stand. Es eigen sich dafür Wildobstsorten wie:

Blühende Apfelbäume auf einer Streuobstweise. (Symbolbild)
Eine Streuobstwiese ist wie ein eigenes Naturschutzgebiet. (Symbolbild) © blickwinkel/Imago

Diese können gemischt werden mit Obstsorten wie:

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Streuobstwiese anlegen: So pflegen Sie eine Streuobstwiese

Eine Streuobstwiese sollte größtenteils natürlich gestaltet werden*. Forscher plädieren für ein wenig Unordnung und für weniger Rasen mähen, damit Lebensräume für Insekten entstehen können, wie kraut&rüben berichtet. Deshalb sollte die Wiese nur dreimal pro Jahr gemäht werden. Allerdings sollte dabei Rücksicht genommen werden auf die Brutzeiten der dort ansässigen Vögel, da diese Ökosysteme ihnen auch eine Heimat bieten. Aber auch auf die dort lebenden Kleintiere wie Eidechsen, Igel und Nützlinge soll Rücksicht genommen werden*. Durch Insektenhotels und ähnliche Nisthilfen können diese unterstützt werden. *Merkur.de und landtiere.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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