Schritt-für-Schritt-Anleitung

Stauden abstützen: So legen Sie ein Staudenbeet richtig an – und wie Sie eine Stütze selbst bauen

  • Jasmin Pospiech
    vonJasmin Pospiech
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Im Herbst ist wieder allerlei im Garten zu erledigen. Aber auch Staudenbeete können jetzt angelegt werden. Wie es richtig geht, damit diese auch bald erblühen, erfahren Sie hier.

  • Ein Staudenbeet sorgt für farbige Akzente im Garten
  • Damit die Pflanzen auch blühen, ist der optimale Zeitpunkt abzupassen
  • Um den Stauden dabei zu helfen, können Sie sie mit Bambusstäben versehen

München – Wer neue Jungpflanzen in Beetlücken setzen möchte oder gar ein ganzes Staudenbeet neu anlegen will, macht sich am besten im September an die Arbeit. Frühblühende Arten, wie Bart-Iris, Pfingstrosen (Paeonia), Türken-Mohn (Papaver orientalis), wollen jetzt in die noch warme Erde.

So haben sie ausreichend Zeit, vor Frosteinbruch gut einzuwurzeln und können im Frühjahr alle Kraft in die Bildung erster Blüten stecken. Herbstblüher pflanzt man dagegen lieber im Frühjahr (März/April).

Staudenbeet anlegen: Schritt-für-Schritt-Anleitung und die richtige Pflege

Damit die Fläche gut vorbereitet ist, sollten Sie bei der Neuanlage eines Beetes zunächst den Boden lockern, Wildkräuter dabei gründlich entfernen und eventuell Kompost und Bodenverbesserer, wie Gesteinsmehl, einarbeiten.

Vor dem Einpflanzen tauchen Sie die Töpfe mit den Jungpflanzen unter Wasser, bis keine Luftblasen mehr aus der Erde aufsteigen. Verteilen Sie sie dann zunächst auf dem Beet und korrigieren Sie die Abstände, bis sie passen.

Danach graben Sie pro Pflanze ein Pflanzloch. Topfen Sie die Staude vorsichtig aus und setzen Sie den Ballen in die Erde, drücken Sie ihn dabei leicht an. Seine Oberfläche sollte mit der Bodenoberfläche auf einer Höhe liegen, die Pflanzen stehen weder höher noch tiefer als vorher. Abschließend gießen Sie ihn mit dickem Wasserstrahl gut an.

Damit schon zu Jahresbeginn erste Blüten das Beet kolorieren, wenn die Stauden noch im Winterschlaf dösen oder gerade erst mit dem Blattaustrieb beschäftigt sind, füllen Zwiebelblumen die Lücken. Ihre Knollen brauchen wenig Platz und blühen schon im nächsten Frühjahr auf. Herbstzeitlosen (Colchicum autumnale) öffnen mit etwas Glück sogar noch im Spätherbst der laufenden Saison erste Kelche, sofern man sie noch Ende August/Anfang September steckt.

Staudenbeet anlegen: Darum ist der Herbst die beste Zeit dafür

Die meisten Frühlingsboten können zwischen September und Frosteinbruch gesteckt werden. Märzenbecher (Leucojum), Narzissen (Narcissus), Blausternchen (Scilla), Goldkrokus (Sternbergia) und Hasenglöckchen (Hyacinthoides) profitieren, wenn man sie früh steckt, also bereits Anfang September. Je eher sie in die Erde kommen, desto mehr Wurzeln bilden sie noch vor der Frostperiode. Das verbessert ihre Startbedingungen in der neuen Saison.

Tulpen dagegen bevorzugen es, in kühlere Erde gepflanzt zu werden. Auf rund zehn Grad Celsius sollten die Temperaturen bereits gefallen sein. Das ist hierzulande meist erst Ende Oktober der Fall.

Achten Sie beim Einkauf darauf, dass die Zwiebeln fest sind und lassen Sie weiche und solche, die bereits austreiben, liegen. Wählen Sie – vor allem bei Garten-Sorten von Tulpen und Narzissen – möglichst große Zwiebeln, sie bringen auch die größten Blüten hervor.

Dann setzen Sie die Kraftpakete möglichst bald in die Erde und zwar etwa dreimal so tief wie die Zwiebel hoch ist. Ein Zwiebelstecher erleichtert die Pflanzung ungemein. Wo gelegentlich Wühlmäuse zu Gast sind, schützt ein Drahtkorb, den man mit eingräbt, die Knollen vor Fraßschäden.

Vermeiden Sie es, Arten, die im Garten verwildern sollen, wie Traubenhyazinthen und Krokus, in Reih und Glied zu setzen. Natürlicher sieht es aus, wenn man die Zwiebeln mit Schwung ins Beet oder auf die Pflanzfläche wirft und dort steckt, wo sie hinfallen.

Stauden abstützen: So geht es richtig – und wie Sie eine Stütze selbst bauen

Bevor große oder mit vielen und schweren Blüten bestückte Stauden (etwa Pfingstrosen, Dahlien, Türkischer Mohn, Rittersporn) ihre volle Pracht zeigen, sollten sie abgestützt werden, damit sie nicht wegen ihrer Größe oder unter der Last ihrer pompösen Blütenköpfe in die Knie gezwängt werden. Wind oder starker Regen tun ihr Übriges dazu. Abhilfe schaffen Staudenstützen, von denen zahlreiche Modelle im Gartencenter und Baumarkt erhältlich sind.

Selbstgebaut macht aber durchaus optisch mehr her als selbstgekauft, ist nachhaltiger und meist auch günstiger. Nehmen Sie hierzu Bambusstäbe oder schneiden Sie Äste von Weide oder Haselnuss ab und stecken Sie sie rund um die Pflanze in den Boden.

Zwischen diesen ziehen Sie eine Gartenschnur aus Sisal oder Jute kreuz und quer, sodass sich die Staude mit ihren Astgabeln oder Blattachseln darauf abstützen kann. Die Stütze sollten Sie bereits aufbauen, wenn die Staude noch wächst und nicht blüht. So schonen Sie die Blüte und die Pflanze wächst in die Stütze ein, die dadurch nahezu unsichtbar wird.

Rubriklistenbild: © Ina Fassbender/dpa

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