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Starker Rückschnitt der Hecke im Herbst

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Starker Rückschnitt der Hecke
Pflegeschnitte von Hecken sind auch im Sommer erlaubt, aber für starke Rückschnitte muss man bis Herbst und Winter warten. © Karl-Josef Hildenbrand/dpa-tmn

Im Herbst ist witterungsbedingt weniger Gartenarbeit möglich. Warum also nicht jetzt Hecken sowie frei stehende Sträucher richtig stutzen? Das geht ab 1. Oktober wieder.

Berlin - Es ist nicht immer erlaubt, seine eigene Hecke so zu schneiden, wie man will. Der Grund: Es gibt ein Verbot von starken Rückschnitten oder gar einer Rodung der Hecke - und zwar vom 1. März bis 30. September.

Nun, im Verlauf des Herbstes also, kann man folglich wieder starke Veränderungen im Garten vornehmen. Aber warum erst dann? Das Verbot geht auf das Bundesnaturschutzgesetz zurück. Damit sollen in den Pflanzen lebende, nistende und brütende Tiere geschützt werden, zum Beispiel Vögel und Insekten.

Die Regelung umfasst das Zerstören, Roden und starke Zurückschneiden von Hecken, Wallhecken, Gebüschen sowie Röhricht- und Schilfbeständen in Siedlungen und in der freien Landschaft. Verstöße können mit einem Bußgeld von bis zu 50.000 Euro geahndet werden. Es handelt sich um eine Ordnungswidrigkeit.

Pflegen kann man - aber sollte man auch?

Nicht betroffen von dem Verbot sind Form- und Pflegeschnitte, die dazu dienen, den Zuwachs der Pflanzen zu entfernen. Außerdem ist es möglich, ein Gehölz stark zu stutzen, wenn es nicht mehr sicher oder krank ist. Hier muss trotzdem auf brütende Vögel und andere Wildtiere Rücksicht genommen werden, so der Fachverband geprüfter Baumpfleger.

Auch bei den im Sommer möglichen Pflegeschnitten raten Tierschützer und Gartenprofis dazu, möglichst erst ab Herbst die Arbeiten zu erledigen. Denn bis etwa Ende Juli brüten noch Vögel in dem grünen Dickicht und Jungvögel werden in der Folge gerade erst flügge - eine sensible Zeit für deren Eltern. Diese könnten sich durch den Schnitt so sehr gestört fühlen, dass sie ihre Brut aufgeben. Außerdem können Tiere auf der Jagd in lichteren Hecken leichter Nester entdecken und zuschnappen.

Aber auch mit Blick auf die Pflanzen ist es besser, noch etwas länger zu warten. In der zweiten Junihälfte legen viele von ihnen noch einmal ordentlich zu - man erspart sich mit etwas mehr Wartezeit also einen zweiten Schnitt. dpa

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