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Sonnenhut-Pflege: Deswegen ist ein Rückschnitt im Sommer wichtig

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Von: Anna Katharina Küsters

Zu sehen ist eine violett blühende Blüte des Sonnenhuts, auf dessen Blütenmitte zwei beige-orange Schmetterlinge sitzen (Symbolbild).
Auch der Schmetterling Grosses Ochsenauge ist vom Sonnenhut begeistert (Symbolbild). © Manfred Ruckszio / Iamgo

Sonnenhut-Stauden sind sehr pflegeleicht, im Sommer ist ein Rückschnitt aber sinnvoll. Der unterstützt die Blütenbildung und Pflanzengesundheit.

Berlin – Im Sommer strahlen die Sonnenhut-Stauden und die Sonne am Himmel meistens um die Wette. Denn die Staude verbreitet sich schnell und trägt über mehrere Monate beeindruckend viele Blüten. Damit das auch so bleibt und im nächsten Jahr eine ähnliche Blütenpracht wartet, ist ein Rückschnitt sinnvoll.

Sonnenhut-Pflege: So schneiden Sie die Staude am besten zurück

Sonnenhut ist nicht gleich Sonnenhut. Das mag auf den ersten Blick etwas verwirrend sein, Gärtnerinnen und Gärtner sollten aber den Unterschied kennen. So tragen Pflanzen zweier Gattungen im Alltag ein und denselben Namen, nämlich Sonnenhut. Expertinnen und Experten unterscheiden jedoch laut dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) zwischen der Gattung Rudbeckia und der Gattung Echinacea. Sie lassen sich im Prinzip leicht unterscheiden, denn Sonnenhüte der Gattung Rudbeckia haben in der Regel gelbe Blüten, die Blüten der Gattung Echinacea sind rot gefärbt.

Sonnenhut-Pflege: Gelbe und rote Blütenpracht

Als Erstes lohnt sich ein Blick auf die Gattung Rudbeckia. Grundsätzlich müssen Gartenfreunde wissen, dass der Sonnenhut (Rudbeckia) nicht remontiert. Das bedeutet, dass die Pflanze nach einem Rückschnitt im Sommer kein zweites Mal Blüten trägt im Jahr. Dennoch ist ein Rückschnitt wichtig, sobald die meisten Blüten verblüht sind. Dafür schneiden Gärtnerinnen und Gärtner die Stauden eine Handbreit über dem Boden ab. Das hilft der Pflanze dabei, ihre Kraft nicht in die Produktion von Samen zu stecken, sondern im nächsten Jahr wieder kräftig neue Blüten zu produzieren.

Auch der Sonnenhut der Gattung Echinacea braucht Pflege. Und er unterscheidet sich insofern von seinen gelben Nachbarn, dass er durchaus remontiert. Das heißt, nach einem Rückschnitt der welken Blüten bildet er innerhalb einer Saison nochmals neue. Wer die Samenbildung im Herbst verhindern möchte, schneidet die welken Blütenstände der zweiten Runde dann komplett ab. Sie gelten aber auch als sehr dekorativ im frostigen Winterbeet und versorgen Vögel und andere Tiere mit Nahrung.

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Sonnenhut-Pflege: Der Vorblüteschnitt

Eine besondere Form des Rückschnitts ist beim Sonnehut der sogenannte Vorblüteschnitt. Dabei beobachten Gärtnerinnen und Gärtner ihre Pflanzen gut und sobald sich im Frühjahr die ersten Triebspitzen bilden, schneiden sie sie ab. Damit verschiebt sich zwar die Blütezeit, jedoch hilft es dem Sonnenhut, aufrecht und standfest zu wachsen. Ganz nebenbei blüht die Staude dann auch stärker.

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