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Seerose pflanzen: So viel Sonnenlicht brauchen die Pflanzen

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Von: Anna Katharina Küsters

Seerosen gibt es winterfeste und als tropische Exemplare. Entscheidend bei der Pflanzung ist, dass die Seerose den richtigen Platz im Teich bekommt.

München – Ein gut angelegter Teich im Garten kann immer auch die ein oder andere Seerose vertragen. Denn wenn genug Platz da ist, blüht auch das Wasser im wahrsten Sinne des Wortes auf. Beim Pflanzen der Seerosen müssen Gartenfreunde aber beachten, dass der Teich tief genug sein muss.

Seerose pflanzen: Deswegen ist jetzt die beste Zeit dafür

Die Seerose zeichnet sich nicht nur durch ihre beeindruckenden Blüten aus, sondern auch durch ihre lange Geschichte. Denn die Pflanze gab es schon, als es noch Dinosaurier auf der Erde gab. Das zeigt deutlich, wie anpassungsfähig und robust sie ist. Doch Standort, Sorte und Pflanzung müssen stimmen, damit sie den Teich auch in ein Blütenmeer verwandelt. Sie gehören zur Familie der Seerosengewächse und verbreiten sich sogar in Meeresbuchten oder langsam fließenden Flüssen. Dabei erreichen sie eine maximale Höhe von 300 Zentimetern, kleinere Sorten werden aber nicht größer als 50 Zentimeter. Seerosen sind sowohl Giftpflanzen als auch Heilpflanzen, Kinder und Haustiere sollten aber besser nicht mit der Pflanze in Kontakt kommen.

Seerose pflanzen: Die richtige Sorte finden

Entscheidend je nach Größe des Teiches ist die Auswahl der richtigen Seerosen-Sorte. Laut dem Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) unterscheiden sich die Seerosen in winterharte und tropische Sorten. Dabei fordern die tropischen Sorten etwas mehr Pflege ein, belohnen aber dafür auch mit ausgefalleneren Blüten. Im Mai sollten Gartenfreunde ihren Teich deswegen immer reinigen*.

Zu den tropischen Seerosen zählen zum Beispiel:

Zu den winterharten Seerosen-Sorten zählen beispielsweise:

Gartenfreunde müssen sich jetzt nur noch entscheiden, ob sie bereit sind, die Seerose vor dem Winter hereinzuholen oder lieber im Teich belassen wollen. Für besonders kleine Teiche eignet sich übrigens die Sorte Little Sue bestens. Sie braucht nur bis zu einem halben Quadratmeter Platz. Der Sorte Gladstoniana hingegen müssen Gärtnerinnen und Gärtner schon mal bis zu drei Quadratmeter im Teich einräumen. Eine gute Teichgröße, die vielen Seerosen Platz bietet, liegt bei etwa 20 Quadratmetern*.

Seerose pflanzen: Diese Bedingungen braucht die Pflanze

Haben sich Gartenfreunde für eine Sorte entschieden, geht es ans Einpflanzen. Ähnlich wie beim Froschbiss ist von Mai bis August ist die beste Zeit dafür. Dann hat die Pflanze vor dem Winter noch genügend Zeit, lange Wurzeln auszubilden. Ist nur ein Sumpfbeet vorhanden, wird die Seerose nicht wachsen, denn sie braucht mindestens fünf Stunden Sonne pro Tag.

Nun müssen sich Gartenfreunde entscheiden, ob sie die Pflanze lieber direkt in den Teichboden einpflanzen oder in ein Pflanzgefäß. Sowohl im Teichboden als auch im Pflanzgefäß darf die Erde keinen Humus enthalten. Humus schadet den Wurzeln der Pflanze und zersetzt sie auf Dauer. Besser ist es laut dem Bayerischen Landwirtschaftlichem Wochenblatt, schweren Gartenboden oder lehmige Erde zu verwenden und das Substrat dann mit Sand zu vermischen. Teicherde aus dem Fachhandel eignet sich hingegen nicht. Sie enthält in der Regel viel Dünger, welchen das Teichwasser auswäscht und der ein guter Nährboden für Algen ist.

Die Pflanzung in einem Gitterkorb bietet sich an, wenn Gartenfreunde den Wuchs der Seerose kontrollieren möchten. Zum einen lassen sich nicht winterharte Seerosen so leichter wieder aus dem Teich fischen. Zum anderen lassen sich die Wurzelstöcke leichter teilen, wenn die Seerose sich zu sehr ausbreitet.

Seerose pflanzen: Das bedeutet die Pflanztiefe und deswegen sollten Sie Kupfer vermeiden

Die richtige Pflanztiefe ist bei allen Seerosen ebenfalls wichtig. Unter Pflanztiefe verstehen Expertinnen und Experten den Abstand vom Austrieb der Pflanze bis zur Wasseroberfläche. Braucht die Seerose also eine Pflanztiefe von einem Meter und der Teich ist anderthalb Meter tief, müssen Gartenfreunde mit einem entsprechenden Pflanzgefäß oder einem Podest von 50 Zentimetern nachhelfen.

Ein weiterer Tipp beim Pflanzen von Seerosen ist die Vermeidung von Kupfer. Denn Seerosen reagieren sehr empfindlich auf das chemische Element. Das führt sogar so weit, dass selbst Regenwasser aus einer Kupferdachrinne den Pflanzen schaden kann. Wer Algenmittel in seinen Teich einbringt, muss sehr darauf achten, dass es kupferfrei ist. Sonst ist die Blüte der Seerose schnell hinüber. *Merkur.de und Soester-anzeiger.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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