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Saatgut gewinnen: Deswegen ist es so wichtig, dass die Samen trocken sind

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Von: Anna Katharina Küsters

Neues Saatgut lässt sich aus verblühten Blütenständen leicht gewinnen. Gartenfans müssen nur wissen, wie die Samen aussehen und wann sie reif sind.

München – Viele Pflanzen im Garten bieten nicht nur Tieren Unterschlupf und dienen als Nahrungsquelle, sie verbreiten sich ohne entsprechende Pflege des Gartens auch ungezügelt. Das ist nicht immer gewollt, weswegen Gärtnerinnen und Gärtner im Herbst zum Beispiel die Blütenstände von Stauden teilweise abschneiden. Doch wer das Saatgut dabei gezielt sammelt, der hat die Gartengestaltung wieder in der Hand und kann im nächsten Jahr die Pflanzen dort aussäen, wo sie hin sollen.

Saatgut gewinnen: So kommen Sie im Herbst an Kerne und Samen

Manchmal haben Gartenfreunde Glück und schöne Pflanzen siedeln sich ganz von alleine im Laufe des Jahres im Garten an. Wer diesen Glücksfall nutzen möchte, kann dann im Herbst das Saatgut der Pflanze sammeln und sie gezielt im nächsten Jahr in weiteren Beeten aussäen. Das Saatgut von folgenden Pflanzen lässt sich leicht einsammeln:

Wichtig ist, dass das Saatgut trocken ist. Dafür sammeln Gartenfreunde am besten erst im späten Vormittag und an einem sonnigen Tag. Auch im Anschluss müssen die Samen, bevor sie in ein Glas oder ein Papiertütchen wandern, noch ein wenig an einem warmen, luftigen und trockenen Ort lagern. Feuchtes Saatgut schimmelt schnell und ist dann nicht mehr brauchbar.

Zu sehen ist ein Holztisch, auf dem viele Schüsselchen stehen, die mit frisch gewonnenem Saatgut gefüllt sind (Symbolbild).
Saatgut lässt sich leicht aus getrockneten Blütenständen gewinnen (Symbolbild). © F. Hecker/Imago

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Saatgut gewinnen: Jede Pflanze ist anders

Das Saatgut zu gewinnen ist in der Regel recht einfach. Es lohnt sich jedoch, sich vorher darüber zu informieren, wie die Samen aussehen. So sind sie beim Löwenmäulchen* ganz klein und schwarz. Gartenfreunde, die das nicht wissen, übersehen sie sogar schnell. Zudem sind die Blütenstände sehr fein und zerfallen bei Berührung sehr schnell. Bei der Tagetes hingegen sieht das anders aus. Dort sind die Blütenstände klar erkennbar und leicht abzupflücken. Die leicht schrumpeligen Blüten müssen nach dem Abbrechen noch einige Zeit trocknen, dann können sie in kleine Gläser.

Bei Erbsen fällt das Sammeln von Saatgut leicht. Die Schoten müssen einige Zeit trocknen, dann lassen sie sich aufbrechen und die kleinen Erbsen fallen von alleine heraus. Bei der Kapuzinerkresse müssen Gartenfans den richtigen Zeitpunkt treffen, denn die Samenkapseln wandeln sich farblich schnell von einem satten Grün ins Braun und fallen dann ab. Am besten eignen sie sich als Saatgut, wenn sie leicht gelblich sind, dann können sie noch gut nachtrocknen. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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