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Rückschnitt im September: Welche Gehölze Sie jetzt schneiden sollten

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Von: Nina Marie Jarosch

Ein Rückschnitt im September ist zwar eher ungewöhnlich, kann aber wahre Wunder bewirken. Diese drei Obstgehölze können Sie jetzt schneiden und davon profitieren.

Berlin – Gerade für Obstbäume zählt der September nicht zu den klassischen Schnittmonaten. Dennoch kann ein Rückschnitt im September für einige Gehölze von Vorteil sein, da die Temperaturen noch nicht so kalt sind und die Schnittwunden besser verheilen können. Wir verraten, welche Gehölze Sie jetzt schneiden können und was es dabei zu beachten gilt.

Rückschnitt im September: Das richtige Werkzeug

Für den Rückschnitt im September ist vor allem das richtige Werkzeug entscheidend. Bei Obstbäumen können sowohl Scheren als auch Sägen verwendet werden. Wichtig ist bei beiden, dass sie sehr scharf sind und eine möglichst glatte Schnittfläche hinterlassen. So wird der Baum weniger verletzt und es fällt ihm leichter, die Schnittfläche wieder zu verschließen.

Rückschnitt im September: Mirabelllen, Pflaumen & Co.

Mirabellen, Pflaumen, Renekloden sowie Zwetschgen können im September zurückgeschnitten werden. Wie bei jedem Steinobst ist der Aufbau einer gesunden Krone auch für die Mirabellenbäume sehr wichtig. Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) empfiehlt zur Pflege der Krone regelmäßiges Auslichten, damit sich neues Fruchtholz bilden kann. Alle Pflaumenarten bilden ihre Blütenknospen an den zwei- und mehrjährigen Ästen. Nach etwa fünf Jahren ist das Fruchtholz erschöpft und beginnt zu vergreisen.

Am besten nach der Ernte abgetragene und hängende Fruchttriebe sowie alle ins Kroneninnere wachsende Triebe entfernen. Auch Wasserschoße und konkurrierende Äste zurückschneiden, damit die Krone wieder licht und luftig wird. Doch Vorsicht: Ein Mirabellenbaum verträgt keine größeren Schnittwunden, da diese gerne von Pilzen und Viren befallen werden!

Fachgerechter Rückschnitt von Ästen am Apfelbaum. (Symbolbild)
Ein Rückschnitt im September sorgt bei einigen Obstgehölzen für ein gesundes Wachstum und mehr Früchte. © Biky/Imago

Rückschnitt im September: Kann schwach wachsende Apfelbäume stärken

Generell gilt für die Obstbaumpflege*: Je besser ein Baum wächst, desto später wird er geschnitten. Ein stark wachsender Apfelbaum wird zum Beispiel erst kurz vor Ende der Winterruhe zurückgeschnitten. Gerade für schwächer wachsende Sorten eignet sich ein Rückschnitt schon im September nach der Ernte. Lichten Sie die Krone aus, indem Sie alle zu dicht stehenden Zweige abschneiden. So bekommen gesunde Äste und neu heranwachsende Früchte im kommenden Jahr wieder ausreichend Licht. Konzentrieren Sie sich beim Rückschnitt auf Triebe, die sich nach innen biegen oder zu steil nach oben wachsen. Überalterte, überhängende Fruchttriebe werden an der Verzweigung zu einem aufrechten, jüngeren Zweig eingekürzt.

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Rückschnitt im September: Weinreben

Bei Weinreben kann ein Rückschnitt im September junge, kräftige Triebe fördern und so die Qualität der Trauben verbessern. Kürzen Sie tragende Ruten so, dass höchstens vier Blätter am Trieb verbleiben. Schneiden Sie den aufrecht wachsenden Konkurrenztrieb weg. Der stehen gelassene Ast wird bis auf ein bis zwei Augen gekürzt, aus denen sich im kommenden Frühjahr wieder neue Triebe bilden. Aufrecht wachsende Wassertriebe und schwache Fruchttriebe entfernen, solange diese noch nicht verholzt sind. Durch den Rückschnitt bleibt die Weinrebe vital, da sie keine überflüssige Energie in schwache oder überflüssige Triebe steckt.

Was im September sonst noch im Garten ansteht und welche Wintervorbereitungen Sie jetzt schon treffen können, lesen Sie hier. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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