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Rückschnitt bei Rosen, Hortensien & Co.: Das ist der richtige Zeitpunkt – und wie Sie vorgehen

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Von: Jasmin Pospiech

Rosen, Hortensien & Co. sorgen für eine optische Pracht im heimischen Beet. Allerdings bedürfen Sie auch viel Pflege – und einem geeigneten Rückschnitt. Wann und wie er erfolgt, hier.

München – Auch wenn es Ihnen schon in den Fingern juckt und erfrorene Spitzen ein unschönes Bild abgeben: Warten Sie mit dem Rosenschnitt noch bis April, zumindest dann, wenn Sie nicht in milden Weinbauregionen gärtnern.

Rückschnitt bei Rosen im Beet: Je stärker der Schnitt, desto stärker der Austrieb

Traditionell orientieren sich viele Rosen-Liebhaber an der Forsythienblüte - und in der Regel liegen sie damit gut. Die beiden Pflanzen haben zwar nichts miteinander zu tun, wenn aber die Forsythie blüht, wollen auch die Rosen im Beet geschnitten werden. Ein zu früher Schnitt führt zu einem raschen Neuaustrieb, der bei einem plötzlichen Kälteeinbruch abfrieren kann. Also lieber auf die Forsythienblüte warten und dann erst loslegen.

Es schadet nicht, wenn bereits vorhandene Neutriebe mitgestutzt werden. Und wenn der Schnitt einmal länger warten muss, ist nicht viel verloren. Schlimmstenfalls blühen die Rosen im Beet dann ein paar Tage später. Grundsätzlich gilt: Je stärker der Schnitt, desto stärker der Austrieb. Wegschneiden sollten Sie bei kreuzenden Trieben die schwächeren, dünnen Triebe, die nur schwerlich die Blüten tragen können sowie nicht notwendige Seitentriebe. Entfernen Sie außerdem verletzte und abgestorbene Teile.

Rückschnitt im (Rosen-)Beet: So gehen Sie am besten vor

Am besten erledigt sich der Rückschnitt mit einer Gartenschere. Achten Sie beim Neukauf auf gehärtete und rostfreie Klingen sowie einen gut in der Hand liegenden Griff. Die Schere sollte leichtgängig und gut zu führen sein, die Schnittstellen saubere Ränder ohne Quetschungen oder Ausfransungen aufweisen. Geübte Gärtner greifen auch gerne zum scharfen Messer. Hier sollten Sie bei der Nutzung darauf achten, dass sie die Klinge immer vom Körper wegführen.

Rosen, die an der Mauer oder an einem Bogen emporranken, sind eine Augenweide, sofern sie regelmäßig mit der Schere ausgelichtet werden. Wenn man sie vernachlässigt, entrücken die Blüten der Schnupperhöhe und der Strauch verkahlt von unten. Es ist aber nie zu spät, um Kletterrosen wieder zu alter Schönheit zu verhelfen. Zuverlässig und schonend geht das in zwei Schritten.

Schneiden Sie nach der Blüte zunächst die Hälfte der alten Triebe auf etwa 30 Zentimeter über dem Boden zurück. In der Regel regenerieren sich die Triebe wieder und bilden im kommenden Jahr Blüten auf Nasenhöhe. Im nächsten Sommer kommt die andere Hälfte der alten Triebe an die Reihe. Abgestorbene Ranken entfernt man komplett bis zum Boden.

Rückschnitt für Hortensien im Beet: Das ist die richtige Zeit – und wie es richtig geht

Hortensien zählen zu den beliebtesten Pflanzen. Viele Hobbygärtner sind jedoch unsicher, wann und wie stark sie die Pflanze beschneiden dürfen. Dies ist abhängig von der jeweiligen Hortensien-Art. Grundsätzlich kann jede Hortensie stark beschnitten werden. Ein falscher Schnitt und der falsche Zeitpunkt können jedoch dazu führen, dass sie keine oder nur wenige Blüten bildet. Hortensien lassen sich bezüglich der richtigen Schnitttechnik in zwei Gruppen einteilen.

Zuerst gibt es die Hortensien-Arten, die ihre Blüte bereits im Vorjahr ablegen. Das bedeutet, dass die Anlagen der späteren Austriebe bereits im Winter gut zu erkennen sind. Daher reicht es laut dem NDR völlig aus, bei diesen Arten nur die erfrorenen und abgestorbenen Triebe mitsamt der alten Blütenstände zu entfernen. Dazu setzen Sie den Schnitt unterhalb der alten Blüte und direkt über dem frischen Knospenpaar an.

Generell empfiehlt es sich, den Rückschnitt im Frühjahr, also Ende Februar oder März, anzupeilen. Wollen Sie eine ältere Pflanze zu neuem Glanz verhelfen, lohnt sich ein radikaler Rückschnitt bis zu einer Handbreit über dem Boden. Laut dem Bundesnaturschutzgesetz haben Sie dazu allerdings nur bis Ende Februar Zeit. Dies gilt neben der bekannten Bauernhortensie auch für die Kletter-, Teller-, Samt- und Eichenblättrige Hortensie.

Dagegen bilden Rispenhortensien und Waldhortensien ihre Knospen erst im Jahr der Blüte. Aus diesem Grund können Sie beide Hortensien-Arten kräftig ab Herbst oder besser noch im Frühjahr zurückschneiden. Achten Sie nur darauf, dass ein bis zwei Augenpaare pro Trieb stehen bleiben.

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