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Rosmarin schneiden: So geht es Schritt für Schritt

  • Franziska Irrgeher
    vonFranziska Irrgeher
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Rosmarin blüht aktuell. Nach der Blüte ist ein guter Zeitpunkt für den Rückschnitt gekommen. Denn ohne Rückschnitt können Gartenfans immer weniger ernten.

München – Viele Pflanzen in unseren Gärten wachsen zwar freudig weiter, wenn wir sie nicht schneiden. Doch gerade auf die Ernte kann fehlender Rückschnitt Auswirkungen haben. So braucht selbst der Rosmarin eine regelmäßige Verjüngungskur. Denn ohne Rückschnitt würde er langsam verkahlen, wie man es auch von Obstbäumen kennt.

Rosmarin schneiden: So geht es richtig

Damit der Rosmarin lange schön bleibt und Gartenfans immer neues Grün ernten können, braucht die Pflanze Rückschnitte. Ein guter Zeitpunkt dafür ist im Frühjahr nach der Blüte. Wer diesen Zeitpunkt verpasst hat, kann aber auch (oder zusätzlich) nach der Ernte im Sommer noch schneiden. Die Blütezeit bei Rosmarin kann sich von März bis Mai erstrecken, teils auch länger. Auswirkung auf den Geschmack der Nadeln hat die Blüte nicht. Sie ist aber ein guter Indikator für den Schnittzeitpunkt.

So schneiden Sie Rosmarin richtig zurück:

  • Was wird geschnitten: Beim Rückschnitt entfernen Sie störende sowie beschädigte oder tote Zweige und kappen die jungen Triebe etwas.
  • Zeitpunkt: Gärtnerinnen und Gärtner können den Rosmarin nach der Blüte oder nach der Ernte zurückschneiden. Bestenfalls wird er zwei Mal im Jahr beschnitten. Spätestens im August sollte der Rückschnitt dann aber beendet sein. Die Blüte beginnt an geschützten Standorten im März, im Freien eher im Mai. Wenn noch Frost droht, sollten Sie außerdem bis nach den Eisheiligen warten.
  • Die richtige Technik: Rosmarinsträucher verholzen ohnehin etwas, wenn sie größer werden. Zweige, die entgegen der Wuchsform wachsen oder eng stehen, können Sie entfernen. Ebenso tote und kranke Pflanzenteile. Die frischen Triebe werden außerdem alle etwas eingekürzt bis kurz vor den verholzten Bereich.
  • Schneiden Sie niemals ins Holz, sondern nur weiche Triebe. Der Rosmarin würde sonst nur langsam oder gar nicht nachwachsen.
  • Rosmarin als Stämmchen schneiden: Gerade Rosmarin, der einen Stamm hat, wirkt oft dekorativ und ist keine reine Nutzpflanze. Hier ist der richtige Formschnitt der Krone wichtig, denn die sollte möglichst ihre Form behalten. Schneiden Sie daher diese Form häufiger. Auch hängender Rosmarin sollte etwas in Schach gehalten werden.
  • Frostschutz: Wenn nach dem Schnitt noch einmal Frost droht, sollten Kübelpflanzen unter eine Überdachung ziehen und der Rosmarin im Beet mit Vlies geschützt werden.
  • Werfen Sie das Grün (abgesehen von kranken Teilen) nach dem Schnitt nicht weg, die Kräuter können ganz normal in der Küche genutzt werden.

Der Schnitt des Rosmarins liefert gleichzeitig auch eine große Menge Würzkraut für die Küche. Zusammen mit frühen Kartoffelsorten oder selbst gemachtem Brot haben Kochfans dann gleich eine leckere Beilage fürs Grillen. Trocknen können Sie Rosmarin natürlich auch.

Rubriklistenbild: © Gabriele Hanke / Imago

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