Nur für oft blühende Rosen

Rosen schneiden: Wenn die Forsythien blühen, ist der passende Zeitpunkt

  • Franziska Irrgeher
    vonFranziska Irrgeher
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Auch Rosen brauchen einen Rückschnitt, denn manche blühen nur an den jungen Trieben. Der perfekte Zeitpunkt ist während der Blüte der Forsythie gekommen. So geht es.

Hamburg – Rosen bereichern jeden Garten mit ihren faszinierenden Blüten und dem teils tollen Duft. Doch damit die Rose auch lange ansehnlich bleibt und nicht verholzt, braucht sie zum passenden Zeitpunkt einen Rückschnitt.

Rosen schneiden: Wenn die Forsythien blühen, ist der perfekte Zeitpunkt

Rosen blühen entweder an den diesjährigen oder an einjährigen Trieben. Ältere Exemplare, die lange nicht geschnitten wurden, sind daher meist am Stamm und den alten Ästen verholzt, während die jungen Triebe in alle Richtungen wuchern. Unserem gängigen Bild von hübschen Rosen entspricht das nicht. Damit es soweit gar nicht erst kommt, muss der Rückschnitt der Rose zum richtigen Zeitpunkt erfolgen. Denn je nach Rosensorte: Wenn die Forsythien blühen, sollten die meisten Rosen geschnitten werden. Das ist meist Mitte März der Fall. In diesem Jahr hat aber so manchem Gärtner das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht. Wie soester-anzeiger.de berichtet, sind aufgrund des erneuten Wintereinbruchs vor einigen Wochen manche Rosen komplett erfroren*. Vorsichtige Gärtner sollten also noch etwas mit dem Rosenschnitt warten.

Wie der Norddeutsche Rundfunk (NDR) berichtet, werden einmal blühende Rosen im Frühjahr nicht geschnitten, denn sie blühen an den Vorjahrestrieben. Öfter blühende Rosen dagegen vertragen einen stärkeren Rückschnitt. Laut NDR kann bei Rosen mit nur wenigen, kräftigen Trieben oder kahlen Stellen ebenfalls ein radikaler Rückschnitt helfen.

Diese Art von Rückschnitt brauchen einzelne Rosenarten:

  • Edel- und Beetrosen: Bei öfter blühenden Exemplaren rät der NDR zu einem Rückschnitt bis auf drei bis fünf Augen, das sind 15 bis 20 Zentimeter, die verbleiben.
  • Strauchrosen: Dabei werden laut NDR die Vorjahres-Triebe um etwa ein Drittel gekürzt, ältere Triebe dagegen zurückgeschnitten auf bis zu fünf Augen. Bei schwachen und älteren Trieben über vier Jahre rät der NDR zum Abschneiden. Insgesamt werden Strauchrosen weniger stark zurückgeschnitten als Beetrosen.
  • Kletterrosen: Hier sollten Triebe, die mehr als vier Jahre alt sind, entfernt werden, alle anderen Triebe der öfter blühenden Rose werden eingekürzt.
  • Einmalblühende Kletter- und Strauchrosen sollten erst im Sommer zurückgeschnitten werden.

Damit der Rosenschnitt überhaupt gelingt, ist sauberes und scharfes Werkzeug nötig. Es gibt spezielle Rosenscheren, eine normale Gartenschere tut es aber auch. Die Schnittstelle muss unbedingt glatt werden, wobei der Schnitt laut NDR schräg erfolgt und zirka fünf Millimeter über einer Knospe, die nach außen zeigt.

Nach dem Winter sollten Sie die Pflanze zudem auf Frostschäden kontrollieren. Schadhafte oder kranke Stellen, sollten bis ins gesunde Holz zurückgeschnitten werden. Auch rät der NDR, Wildtriebe zu entfernen. Das sind Triebe, die unterhalb der Veredlungsstelle herauswachsen.

Das Schneiden der Rosen hat nicht nur den Sinn, die Blütenbildung anzuregen und die Pflanze am Vergreisen zu hindern – richtig geschnittene Rosen bekommen viel Licht und trocknen nach dem Regen schnell wieder ab. Das ist überaus wichtig, da viele Rosenkrankheiten durch zu langsames Trocknen begünstigt werden. Orientieren Sie sich beim Schnitt auch unbedingt an den Regeln für die jeweilige Rosenart, denn eine Wildrose wird anders geschnitten als eine Stammrose. Wildrosen sowie viele Historische Rosen sind einmalblühend und sollten daher im Frühjahr nur von totem Material befreit werden. Der eigentliche Schnitt erfolgt dann erste im Sommer. *soester-anzeiger.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © IMAGO / Winfried Rothermel

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