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Rasenmäher: Akku, Benzin, Kabel oder Mähroboter – Alles, was Sie über Rasenmäher wissen müssen

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Franziska Irrgeher

Rasenmäher-Arten unterscheiden sich in Bedienkomfort und Einsatzzweck. Welcher Rasenmäher zu Ihrem Garten passt und welche Vor- und Nachteile die einzelnen Mäher haben, lesen Sie hier.

Frankfurt am Main – Die Wahl des Rasenmähers hängt von einigen Faktoren ab, darunter: Gartengröße, Unebenheit des Geländes, Hindernisse und verfügbare Zeit, bei Elektro-Rasenmähern müssen zudem Steckdosen in der Nähe sein. Neben dem Mähen ist die Rasenpflege ebenso wichtig, zum Beispiel mit einem Rasenlüfter oder Vertikutierer beziehungsweise einer Harke zum Entfernen von Rasenfilz und Moos. Anhängig davon, ob eine Blumenwiese oder kurzer Rasen bevorzugt wird, ist auch regelmäßiges Düngen und Mulchen wichtig.

Rasenmäher: So oft sollten Sie den Rasen mähen

Wie oft gemäht werden sollte, hängt von der Rasenart und Wachstum sowie Wetter ab. Im Frühsommer sollte normaler Rasen etwa wöchentlich gemäht werden, Blumenwiesen dagegen sollten im ersten Jahr ein Mal, im zweiten zwei Mal geschnitten werden, bestenfalls mit einem Balkenmäher oder einer Sense.

Zu kurz darf das Gras dabei nicht geschnitten werden, sonst kann es austrocknen und wird braun. Ideal ist laut t-online eine Schnittlänge von etwa vier Zentimetern, bei über acht Zentimetern sollte gemäht werden. Schattenrasen dagegen darf ein wenig länger bleiben.

Rasenmäher: Sicherheitshinweise

Sicherheit geht beim Rasenmähen vor, Benzin-, Akku- und Elektro-Geräte haben daher grundsätzlich einen Totmannschalter. Gemeint ist damit ein Bügel am Führungsholm, der während des Mähens immer gedrückt werden muss. Wird der Bügel losgelassen, geht der Rasenmäher automatisch aus und die Messer stoppen.

Bei Aufsitzrasenmähern funktioniert das Prinzip des Sitzschalters ähnlich. Stiftung Warentest kritisierte bei Mährobotern dagegen die Sicherheit, hier ist die Gefahr groß, dass kleinere Tiere oder Kinderfüße überfahren werden. Einen Unfall kann man vermeiden, indem Kinder und Haustiere nur unter Aufsicht in der Nähe von Rasenmähern sind und der Mähroboter ab der Dämmerung abgeschaltet wird.

Rasenmäher-Arten: Das sind die Unterschiede

Die unterschiedlichen Arten von Rasenmähern haben spezifische Vor- und Nachteile und eignen sich für verschiedene Gartengrößen, eine Tabelle hierzu findet sich zum Beispiel auf der Website von Hornbach. Im Folgenden finden Sie Informationen zu den bekanntesten Arten.

Rasenmäher: Benzin-Rasenmäher

Benzin-Rasenmäher arbeiten mit einem Verbrennungsmotor, gehören zu den Sichelmähern und sind deutlich schwerer als zum Beispiel Akku-Geräte, das bedeutet vor allem bergauf mehr Kraftaufwand. Teure Modelle bieten aber teils Radantrieb.

Das Prinzip bei allen gängigen Rasenmähern: Die schnell rotierenden Messer schlagen das Gras ab, welches durch den Luftstrom angesaugt wird. Gestartet wird das Gerät entweder mit einem Handstarter oder per Elektrostarter. Die Räder sind höhenverstellbar, so kann die Schnitthöhe passend gewählt werden. Benzin-Rasenmäher sind leistungsstark und schaffen auch große Flächen, beim Mähen könnten aber die Abgase sowie der Lärm beim Mähen stören. Hinzu kommen gelegentlich Kosten für das Benzin. Vor dem Winter sollte der Benzintank möglichst leer sein und erst im Frühjahr wieder aufgefüllt werden.

Benzin-Rasenmäher: Wartung

Im Gegensatz zu ihren Konkurrenten sind Benzin-Rasenmäher wartungsintensiver. Einige einfach Schritte verlängern die Lebensdauer des Geräts und verhindern Probleme:

Rasenmäher: Rasenmäher mit Kabel

Leiser sind Rasenmäher mit Kabel, dadurch aber auch deutlich weniger flexibel. Zudem braucht man zwingend eine Steckdose in der Nähe. Elektro-Rasenmäher sind günstiger, neben der geringeren Lautstärke wiegen sie auch weniger als Benzin-Rasenmäher, Abgase sind hier auch kein Problem. Aufgrund des immer mitzuführenden Kabels sind sie für Flächen bis etwa 500 Quadratmeter gut geeignet und nur hochwertige Geräte eignen sich für hohes Gras.

Rasenmäher: Akku-Rasenmäher

Auch Akku-Rasenmäher sind leicht und leise, dadurch lassen sie sich einfach lenken. Als kabellose Geräte sind sie flexibler als die Elektro-Rasenmäher und umweltfreundlicher als Benzin-Rasenmäher. Jedoch muss der Akku erst geladen werden und die Betriebsdauer ist auf die Akkulaufzeit beschränkt: Akku-Geräte sind zudem teurer als Elektro-Rasenmäher und weniger leistungsstark als Benziner. Durch die eher geringe Akkulaufzeit eignen sich diese Rasenmäher zudem nur für kleinere Flächen.

Rasenmäher: Mähroboter

Ein Trend bei Rasenmähern, der noch immer anhält, sind Mähroboter. Die kleinen Helfer versprechen eigenständiges Mähen in definierten Bereichen, jedoch ist die Installation aufwändig und dauert. Die meisten Mähroboter orientieren sich an Begrenzungskabeln, die im Garten verlegt und meist wenige Zentimeter eingegraben werden.

Der schwache Strom dieser Induktionsschleife dient dem Mähroboter dann als Wegweiser, bestimmte Bereiche lassen sich ausgrenzen. Suchkabel, die es nicht bei jedem Modell gibt, zeigen dem Mähroboter einen schnellen Weg zurück zur Ladestation. Nach der Installation lassen sich feste Zeiten fürs Mähen einstellen, einige Modelle können auch ferngesteuert werden.

Alternativ gibt es auch weniger Modelle, die den Rasen durch Sensoren erkennen. Sie arbeiten oft mit GPS und kommen ohne Kabel aus, teils ist auch eine Steuerung per App möglich. Wenn der Mähroboter gerade nicht arbeitet, steht er in seiner Ladestation, ein Unterstand bzw. eine Garage schützt das Gerät hier optional gegen Regen.

Rasenmäher: Sonderformen Spindelmäher, Balkenmäher und Aufsitzrasenmäher

Nicht für jeden kommen diese gängigen Rasenmäher infrage. Für sehr kleine Gärten eignet sich daher auch ein Spindelmäher. Das sind Geräte, die nur mit Muskelkraft betrieben werden eine messerbesetzte Spindel haben. Der Schnitt eines Spindelmähers ist etwa mit einem präzisen Scherenschnitt zu vergleichen, während Sichelmäher die Grashalme eher abschlagen. Spindelmäher sind auf Zierrasen ausgelegt und das Gras darf nicht zu hoch sein. Die Fläche sollte zudem möglichst eben und ohne Hindernisse wie Zweige sein. In Deutschland sind sie eher unbekannt.

Balkenmäher eignen sich gut für große Wiesen oder Naturgärten, hier wird das Gras nicht abgeschlagen, sondern geschnitten. Die Schneidevorrichtung wird an einem Balken angebracht, daher der Name. Neben Land- und Forstwirtschaft gehören mittlerweile auch Privatgrundstücke zum Einsatzgebiet von Balkenmähern, die Geräte sind in der Regel aber deutlich teurer als andere Rasenmäher.

Aufsitzrasenmäher – oder auch Traktorrasenmäher beziehungsweise Rasentraktoren – eignen sich für Parkanlagen und große Rasenflächen. Diese leistungsstarken Rasenmäher werden mit Benzin oder Diesel betrieben, kosten aber einiges und es braucht Übung, um Hindernisse damit gut zu umfahren.

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