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Rasenmähen: Wann der beste Zeitpunkt ist, wie oft und was Sie noch beachten müssen

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Von: Jasmin Pospiech

Damit der Rasen schön und gepflegt bleibt, muss er auch regelmäßig gemäht werden. Doch das ist nicht alles. Wann er einen frischen Schnitt braucht, ist ebenfalls entscheidend.

München Regelmäßiges Mähen ist unerlässlich für eine schöne und dichte Rasenfläche. Acht bis zehn Zentimeter hohe Halme werden dabei auf die Hälfte gekürzt. Die Faustformel besagt: einmal pro Woche ran an den Rasenmäher und den Rasen stutzen. Das sorgt nicht nur für kurze Halme, sondern auch für ein verzweigtes Wachstum und eine geschlossene Rasenfläche.

Rasen mähen: Darum müssen Sie im Frühjahr öfters ran und wie es geht

Das Mähen erhält außerdem die Vitalität der Gräser und verdrängt unerwünschte Rasenunkräuter. In den Frühjahrsmonaten Mai und Juni sprießt das Gras besonders rasch und muss durchaus auch häufiger gemäht werden. Für einen Gebrauchsrasen, auf dem Ihre Kinder spielen können und der Hund tobt, während Sie auf der Sonnenliege entspannen, ist eine Schnitthöhe von vier bis fünf Zentimeter passend.

Einen Zierrasen mit einem hohen Anteil an feinem Rotschwingel können Sie auf zwei Zentimeter trimmen. Vermeiden Sie einen zu starken Rückschnitt, sonst laufen Sie Gefahr, dass Sie die Triebe verletzen. Ein Neuaustrieb dauert recht lange, die Rasenfläche wird löchrig und ist in heißen Sommerphasen schneller von Austrocknung und Verbrennungen betroffen.

Rasengräser benötigen viel Licht. Bestenfalls im lichten Halbschatten ist die Rasenanlage noch sinnvoll. Für schattige Flächen sollten Sie unbedingt auf spezielle Saatgutmischungen zurückgreifen. Sie enthalten Züchtungen, die auch mit weniger Licht auskommen. In Schattenlagen sollten Sie Ihren Gebrauchsrasen auf etwa fünf bis sechs Zentimeter kürzen.

Rasen mähen im Sommer: Das können Sie tun, wenn das Gras vertrocknet ist

Wenn Sie im Hochsommer mähen, tun Sie das lieber öfter und schneiden Sie dabei nur die Spitzen ab. Diese können Sie als natürlichen Mulch einfach auf dem Rasen liegen lassen. Das sorgt für Nährstoffzufuhr, ein aktives Bodenleben und Sie müssen nicht so schnell gießen. Zusätzlich beschatten die längeren Grashalme den Boden, der dadurch nicht so schnell austrocknet.

Meist ist nach einer Reise der Rasen lang und manchmal halb vertrocknet. Wenn Sie das Gras sofort ganz kurz mähen, fallen kahle Stellen noch stärker auf und das Unkraut wächst dort vermehrt. Stellen Sie den Mäher zuerst nur so hoch ein, dass die längsten Gräser gerade zur Hälfte geschnitten werden. Mähen Sie danach wöchentlich und stellen Sie jedes Mal den Mäher etwas tiefer ein. Nach einem Monat befindet sich Ihr grüner Teppich wieder auf gewünschter Höhe.

Schnell noch morgens vor der Arbeit oder sonntags in den Abendstunden die Rasenfläche wieder auf Vordermann bringen? Besser nicht! Die Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung schreibt vor, dass das Rasenmähen in Wohngebieten werktags in der Zeit von sieben Uhr bis 20 Uhr erlaubt, an Sonn- und Feiertagen hingegen ganztägig verboten ist. Zusätzlich können Städte und Kommunen zusätzliche Ruhezeiten, z.B. in den Mittagsstunden, vorgeben. Informieren Sie sich deshalb am besten vorab bei Ihrer zuständigen Stelle, um zu klären, was Sie für Ihre Stadt oder Gemeinde zu beachten haben.

Rasen mähen: Zu viel Sonne, aber auch zu viel Regen kann dem Gras schaden

Was Sie sonst noch wissen sollten: Vermeiden Sie es, regennassen oder vorab bewässerten Rasen zu mähen. Dies erschwert die Arbeit, da nasser Rasen schlichtweg mehr wiegt, außerdem verklebt das feuchte Schnittgut das Messer und den Fangkorb.

Nutzen Sie während übermäßiger Hitze und starker Sonneneinstrahlung tagsüber lieber die angenehmeren Vormittagsstunden zum Mähen. Pralle Sonne und brütende Hitze während des Mähens kann schnell zu unschönen braunen Flecken auf der Rasenfläche führen.

Hat der Rasenmäher seinen letzten Dienst im Herbst erledigt, ist es Zeit den Gartenhelfer gründlich zu reinigen. Achten Sie darauf, dass keine Kraftstoffreste im Tank bleiben. Befreien Sie den Mäher von Schmutz rund um die Messer und schrubben Sie auch den Auffangkorb gründlich sauber.

Wenn Sie einen Akku-Mäher besitzen, nehmen Sie auf jeden Fall den Akku aus dem Gerät und verwahren Sie diesen trocken im Haus auf. Waren Ihnen während des Sommers beim Mähen auch mal Steine im Weg, hat das Messer sicherlich einige Scharten abbekommen. Fragen Sie beim Landmaschinen-Mechaniker Ihres Vertrauens nach. Im Herbst ist mit Sicherheit mehr Zeit zum Schärfen als im Frühling, wenn die Mähsaison startet.

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