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Pilze im Rasen: Mit dieser Pflege werden Sie sie schnell wieder los

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Von: Anna Katharina Küsters

Bei feuchten Bodenbedingungen fühlen sich Pilze oft besonders wohl und siedeln sich schnell im Garten an. Nicht jeder Gärtner ist davon begeistert. Zum Glück hilft die richtige Rasenpflege bei der Eindämmung.

Hamburg – Die meisten Pilze entdecken Gartenfreunde auf ihren Rasenflächen wahrscheinlich im Spätsommer oder im Herbst. Dann ist nur noch eine akute Hilfe möglich, aber keine langfristige mehr. Deswegen sollten Gärtnerinnen und Gärtner bereits im Frühjahr den Pilzen den Nährboden entziehen. Mit der richtigen Rasenpflege gelingt das ohne Probleme.

Pilze im Rasen: So werden Sie sie dauerhaft los und bekämpfen die Ursache

In einen perfekt gepflegten Rasen fließt viel Zeit und Mühe. Der Rasen braucht zu jeder Jahreszeit eine andere Pflege und Vertikutieren, Rasenmähen sowie Rasenkantenstechen will geplant sein. Moos oder anderes Unkraut statt Grashalme sind Gartenfreunden oft ein Dorn im Auge, sind mit den richtigen Maßnahmen aber gut in den Griff zu bekommen. Ärgerlich ist es dann, wenn nach einem Gartenjahr Rasenpflege dennoch Pilze aus dem Boden schießen. Zum einen ist damit der regelmäßige Wuchs der Rasenfläche gestört, zum anderen verbreiten sich die Pilze schnell und hinterlassen teils unansehnliche Flecken.

Damit es gar nicht so weit kommt, sollten Gartenfreunde bereits im Frühjahr den Pilzen den Kampf ansagen. Das funktioniert mit der richtigen Pflege ohne größere Probleme. Gärtnerinnen und Gärtnern sollte aber auch bewusst sein, dass besonders schattige Gärten Pilzen beste Verbreitungsmöglichkeiten bieten. Denn Pilze benötigen vor allem Feuchtigkeit, um sich richtig auszubreiten. Laut dem Norddeutschen Rundfunk (NDR) finden Gartenfreunde sie deshalb auch bevorzugt an schattigen Rasenstellen wie etwa in der Nähe von Büschen und Sträuchern, an Baumstümpfen oder an Stellen, die mit Staunässe zu kämpfen haben.

Pilze im Rasen: So verbreitet sich der unbeliebte Gast

In den meisten Fällen trägt der Wind Pilzsporen in den Garten. Jedoch befinden sich die Sporen auch in totem Holz, das wiederum oftmals Bestandteil von Kompost ist. Eine weitere Ursache für die Verbreitung ist das Weitertragen der Sporen über Schuhe oder den Rasenmäher. Tritt ein Gärtner oder eine Gärtnerin auf Pilzsporen und läuft danach durch den Garten, hat der Pilz gute Chancen, sich auszubreiten.

Nun gibt es im Garten meistens nicht nur einen Pilz, sondern verschiedene. Besonders häufig finden Gartenfreunde folgende Pilzsorten vor:

Dabei können die Pilze in verschiedenen Formen wachsen. Sehr bekannt ist der sogenannte Hexenring. Dabei wachsen die Pilze in einem deutlich erkennbaren Kreis. Ein zu dichter Boden beispielsweise bei Lehmboden im Garten oder auch Nährstoffmangel begünstigt einen Hexenring. Bis zu 50 verschiedene Pilze können sich dabei ansammeln.

Zu sehen ist eine grüne Wiese auf der kreisförmig angeordnet viele Pilze wachsen (Symbolbild).
Bei einem Hexenring ordnen sich die Pilze kreisförmig an (Symbolbild). © IMAGO / Panthermedia

Neben dem Hexenring ist auch die Dollarfleckenkrankheit bekannt. Dabei bilden sich etwa Dollar-große Flecken auf dem Rasen, die im Laufe der Zeit an Größe gewinnen. Bei dieser Krankheit befällt der Pilz nur die Grashalme, wodurch sie nach kurzer Zeit Stroh ähneln. Im Gegensatz zu einem Befall der Wiesenschnaken-Larve sind die Gräser also nicht gleichmäßig gelb gefärbt, sondern weisen Flecken oder Ablagerungen auf*. Dieses Phänomen tritt besonders in Sommermonaten auf, da an dieser Stelle statt Feuchtigkeit starke Trockenheit und Kalium- wie auch Stickstoffmangel das Problem sind. Der Befall ist ein Zeichen dafür, dass der Rasen nicht gesund und gestresst ist.

Zu sehen ist eine grüne Wiese, die an einer Stelle von einem bräunlichen Kreis durchbrochen ist (Symbolbild).
Bei der Dollarfleckenkrankheit ist der obere Teil der Grashalme betroffen (Symbolbild). © IMAGO / blickwinkel

Pilze im Rasen: Akute und langfristige Hilfe

Bei akutem Pilzbefall hilft meistens nur das Entfernen der Stiele dicht über der Erdoberfläche. Wichtig ist, dass Gartenfreunde mit Fingerspitzengefühl dabei vorgehen, denn sonst verteilen sie die Pilzsporen noch weiter. Die Stiele sollten danach keinesfalls auf dem Kompost, sondern im Restmüll landen. Wen größere Löcher in der Rasenfläche nicht stören, der kann die Pilze auch ausstechen. Das ist etwas wirkungsvoller.

Auf lange Sicht gesehen ist es jedoch sinnvoller, mit der richtigen Pflege Pilzen vorzubeugen. Ein besonders guter Nährboden für Pilze ist Rasenfilz. Regelmäßiges Vertikutieren kann besonders bei eher schattigen Rasenflächen helfen, einen Pilzbefall abzuwenden. Dabei hilft es auch, Staunässe durch eine Zugabe von Sand abzuwenden. Düngen mit Kalk tut auch dem Rasen von Zeit zu Zeit gut, denn ist der Boden kalkarm, gedeihen Pilze vorzüglich. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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