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Pilze aus dem eigenen Garten: So pflanzen Sie sie selbst an

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Von: Mattias Nemeth

Für gewöhnlich geht man zum Pilzesammeln in den Wald, doch kann man die Pilze aus dem Wald auch im Garten selbst anbauen?

München – Pilze gewinnen in letzter Zeit wieder mehr an Beliebtheit. Immer mehr Menschen interessieren sich für die Bestimmung der Waldfrüchte. Pilze sind aber für den Wald sehr wichtig, die Tiere brauchen sie als Nahrung und die Bäume sie als Partner und Austauschplattform. Deshalb sollten sie nicht in Massen abgeerntet werden. Aber die gute Nachricht, einige Pilzsorten kann man im Garten anbauen.

Pilze aus dem eigenen Garten: Kann man sie selbst anpflanzen?

Es gibt mittlerweile auch Pilzanzuchtssets für das Haus. Aber man kann auch richtige Pilzbeete im Garten anlegen. Dafür gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten. Der Klassiker ist das Beimpfen von Baumstämmen oder Strohballen. Beides muss unbehandelt sein, da Fungizide alle Arten von Pilzen unterdrücken. Was man beimpft, hängt vom gewünschten Pilz ab. So können Braunkappen nur auf Stroh angebaut werden. Das Beet braucht einen schattigen und windgeschützten Platz im Garten. Pilze, die so angebaut werden können, sind beispielsweise:

Zwei Steinpilze in einem Laubhaufen. (Symbolbild)
Einige Pilze wachsen auch im Garten. (Symbolbild) © Rüdiger Rebmann/Imago

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Pilze aus dem eigenen Garten: Pilze aus dem Waldbeet

Eine weitere Möglichkeit ist der Beetanbau. Dazu wählen Sie ebenfalls einen möglichst schattigen, windgeschützten Platz im Garten, idealerweise unter Büschen oder Bäumen, allerdings nicht unter Nadelgehölz. Dann gräbt man ein kleines Loch, gibt das Pilzsubstrat hinein. Dort drückt man die sogenannten Pilzbrut-Dübel rein. Mit drei Zentimetern Komposterde wird das Ganze dann bedeckt. Es gibt dafür auch Komplettsets zu kaufen. Folgende Pilze können auf diese Weise angebaut werden:

Je nach Witterungsverhältnissen und Anbau kann bereits nach drei bis sechs Monaten die ersten Pilze geerntet werden. Die Pilzkulturen können mehrfach beertnet werden, wie kraut&rüben berichtet. Hier sollten Sie aber darauf achten, dass es auch die Pilze sind, die Sie gekauft haben. Denn auch wenn es selten vorkommt, können sich auch mal fremde Pilzsporen angesiedelt haben.

Es ist aber zu empfehlen, erst klein anzufangen und die für sich beste Methode zu finden und sich langsam zu steigern. Aber Zucht der eigenen Pilze macht Spaß und Pilze sind generell ein wertvolles Nahrungsmittel. Also unbedingt mal ausprobieren. Die Pilze, die nur im Wald wachsen, kann man dort ja trotzdem sammeln.* *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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