Brennnesseln als Dünger

Pflanzenjauche herstellen: Über diesen nachhaltigen Dünger freuen sich Ihre Pflanzen

  • Anna Katharina Küsters
    vonAnna Katharina Küsters
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Viele Pflanzen brauchen regelmäßige Pflege und Aufmerksamkeit, um richtig wachsen zu können. Regelmäßiges Düngen gehört zum Pflichtprogramm. Gartenfreunde können Dünger leicht selbst herstellen.

München – Die einen Pflanzen benötigen mehr Pflege, die anderen weniger. Alle freuen sich jedoch von Zeit zu Zeit über etwas Nährstoffe und Zuwendung. Besonders Gartenfreunde, die ihren Garten naturnah gestalten wollen, sollten beim Dünger jedoch aufmerksam sein. Denn es muss kein Dünger aus dem Fachhandel sein. Der Garten stellt Gärtnerinnen und Gärtner genügend Pflanzen zur Verfügung, aus denen sich wirksame Dünger selbst herstellen lassen. Dieser nennt sich Pflanzenjauche.

Pflanzenjauche herstellen: Über diesen umweltfreundlichen Dünger freuen sich Ihre Pflanzen

Manchmal kann es so einfach sein. Der Garten bietet für aufmerksame Gartenfreunde einige Pflanzen, die nach der richtigen Zubereitung dabei helfen, den Garten mit Nährstoffen zu versorgen. Als Grundlage für eine gute Pflanzenjauche eignen sich zum Beispiel:

  • Brennnesseln: Unterstützen als Dünger die Chlorophyllbildung der Pflanzen
  • Beinwell: Daraus entsteht stark eiweißhaltiger Dünger für Starkzehrer
  • Comfrey: Daraus entsteht stark eiweißhaltiger Dünger für Starkzehrer
  • Farnkraut
  • Rainfarn
  • Zwiebelschalen
  • Kohl
  • Löwenzahn
  • Tomatentriebe
  • Giersch
  • Kamille

Pflanzenjauche herstellen: So bereiten Sie die Jauche zu

Egal, für welche Pflanze als Jauchegrundlage sich Gärtnerinnen und Gärtner entscheiden, sie benötigen für rund zehn Liter Wasser etwa ein Kilogramm Pflanzengrundlage. Daneben ist ein großes Gefäß aus Plastik oder Holz notwendig. Auf Gefäße aus Metall sollten Gärtnerinnen und Gärtner verzichten, da sie mit der Zeit oxidieren, wenn sie mit der Jauche in Kontakt kommen. (Düngen mit Kalk: So versorgen Sie Ihr Beet mit den richtigen Nährstoffen)

Das ausgewählte Gefäß müssen Gartenfreunde dann zu drei Vierteln mit den grob zerkleinerten Pflanzen füllen. Darauf schütten sie bis etwa 15 Zentimetern unter dem Rand kaltes Wasser. Darauf legen sie ein Gitter, damit keine Tiere wie Vögel in die Tonne fallen können und dort ertrinken. Nun heißt es Abwarten. Täglich sollten Gärtnerinnen und Gärtner die Jauche umrühren, bis nach etwa zwei Wochen die Brühe nicht mehr schäumt und dunkel geworden ist. Das Umrühren hilft bei der Gärung, da dadurch mehr Sauerstoff in die Jauch gelangt. Ist die Jauche fertig, können die aufgeweichten Pflanzenreste bedenkenlos auf den Kompost.

Pflanzenjauche herstellen: So düngen Sie Ihre Pflanzen

Ist die Jauche fertig, können Gartenfreunde sie auf die gewünschten Pflanzen verteilen. Dafür sollten sie sie im Verhältnis 1:10 mit Wasser verdünnen. Möhren, Erbsen, Knoblauch und Zwiebeln sollten Gartenfreunde besser nicht mit der Pflanzenjauche düngen, da sie sonst eingehen. Für sie ist die Jauch zu stickstoffhaltig. (Bokashi: Das kann der Eimer und so funktioniert er)

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