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Pflanzen bei Nachtfrost: Folgenden Schutz brauchen Ihre Blumen jetzt

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Von: Anna Katharina Küsters

Der April bringt teilweise sehr kalte Nächte mit sich. Deswegen brauchen besonders Kübelpflanzen auch im Frühjahr noch besonderen Schutz.

Leipzig – Bis in den Mai hinein ist es draußen oft nachts noch bitterkalt und Pflanzen müssen robust und gut geschützt sein, um nicht unter dem plötzlichen Temperaturumschwung einzugehen. Besonders bei Kübelpflanzen müssen Gartenfreunde aufpassen. Aber auch Blumen im Beet freuen sich über den passenden Schutz, um besser gegen die Kälte gewappnet zu sein.

Pflanzen bei Nachtfrost: So schützen Sie Ihre Kübelpflanzen

Im April ist es Zeit für die Aussaat, einige Samen können sogar schon im Freien ins Beet. Mit Blick auf die heiße Zeit im Sommer lohnt es sich immer, besonders hitzeresistente Pflanzen für den Garten zu wählen. Sie überstehen auch lange Trockenperioden und tragen dann immer noch Ernte. Neben bereits blühenden Frühblühern kommt also langsam Leben in den Garten. Zudem pflegen Gartenfreunde ihren Rasen, vertikutieren ihn und bereiten ihn auf die neue Saison vor. Der Balkon will ebenfalls mittlerweile etwas Aufmerksamkeit und einige Kübelpflanzen finden schon wieder ihren Platz an der Hauswand.

Tagsüber fühlen sich die meisten Pflanzen mittlerweile auch sehr wohl an ihrem ungeschützten Standort im Freien. Wer seine Kübelpflanzen im Winterquartier nicht gedreht und regelmäßig entspitzt hat, hat nun ein prächtiges Exemplar auf dem Balkon oder der Terrasse stehen*. Die Temperaturen erreichen angenehme 15 Grad Celsius und machen es der Natur leicht, ihre Blüten auszutreiben und zu ergrünen. Doch nachts stehen Gartenfreunde vor einem kalten Problem: Nachtfröste sind im Frühjahr nichts Ungewöhnliches, Schneefall kommt sogar häufig vor. Gärtnerinnen und Gärtner dürfen das bei der Gartenpflege nicht aus den Augen verlieren.

Pflanzen bei Nachtfrost: Diese Frühblüher vertragen Kälte gut

Um einige Pflanzen müssen sich Gartenfreunde bei Nachtfrost mehr Sorgen machen als um andere. Besonders robust sind beispielsweise Frühblüher wie:

Sie sind von Natur aus an kalte Nächte und Frost gewöhnt und Gärtnerinnen und Gärtner müssen sie nicht extra schützen.

Ganz anders ist es allerdings bei Kübelpflanzen wie Oleander, frischen Stecklingen oder einigen Gemüsesorten. Sie brauchen die Hilfe der Pflanzenfans, sonst sterben sie den Kältetod. Meist liegt die Ursache für ihre Empfindlichkeit in ihrem Ursprungsort. Denn mediterrane Pflanzen wie der Oleander müssen in südländischen Regionen selten bis nie Minustemperaturen trotzen und sind für gemäßigte wie heiße Temperaturen geschaffen. Daher haben sie auch keinen eigenen Schutz gegen den Nachtfrost und gehen ein. Mit ein paar Kniffen lässt sich das aber verhindern.

Pflanzen bei Nachtfrost: Einfache Methoden für mehr Schutz

Haben Gartenfreunde die Herkunft ihrer Pflanzen ausgemacht und die aus wärmeren Gegenden stammenden Pflanzen bei Kälte eher im Blick, ist zudem noch wichtig, ob die Pflanzen in einem Kübel wachsen. Denn auch dann brauchen sie besonderen Schutz. So lohnt es sich immer, unter die Kübel eine Styroporplatte zu legen. Die Platte hält die Wurzeln im Kübel wärmer, indem sie die Kälte des Bodens etwas auffängt.

Zudem sollten Gartenfreunde immer Reisig und ein Vlies parat halten. Kann es nachts noch zu Nachtfrost kommen, sollten Gärtnerinnen und Gärtner Kübelpflanzen mit dem Vlies einwickeln und so warm halten. Das gilt auch für größere, aber empfindliche Exemplare im Beet oder im Garten wie etwa Aprikosenbäume und für Blumenkästen auf dem Balkon. Mit ein paar Handgriffen sind sie mit einem Vlies bestens geschützt. Sind die Pflanzen kleiner, helfen auch schon Umzugskartons oder sogar kleine Tassen, wie der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) berichtet. Den Reisig legen Pflanzenfans auf die Erde rund um die Pflanze. Im Extremfall sind auch sogenannte Frostschutzkerzen zu empfehlen, die Gartenfreunde unter Obstbäumen aufstellen und mit deren Feuer sie die Pflanzen warm halten.

Beim Gemüse sieht es ähnlich aus. Besonders Terracotta-Töpfe eignen sich als kleine Heizung, wenn Gartenfreunde sie über die beispielsweise vom Frost bedrohte Tomatenpflanze stülpen. Der Topf heizt sich tagsüber auf und speichert die Wärme für die Nacht. Wer keinen Terracotta-Topf zur Hand hat, kann auch einen Plastikeimer verwenden. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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