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Fünf Gartenfehler sollten Sie vor dem Winter vermeiden

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Von: Victoria Krumbeck

Bevor der Winter kommt, sollten im Garten noch einige Vorkehrungen getroffen werden. Wir verraten Ihnen, auf was Sie unbedingt achten sollten. 

Der Rasen verliert seine grün-leuchtende Farbe, das Laub im Garten mehrt sich und die Blumen verwelken so langsam. Man kann es nicht länger leugnen – der Herbst ist da. Damit der Garten auch für das nächste Frühjahr und für den Sommer fit ist, sollten Hobbygärtner vor dem Winter ein paar Vorkehrungen treffen. So sollte Laub nicht einfach entsorgt werden, da dieser im Herbst und Winter vielseitig einsetzbar ist und manchen Lebewesen ein zu Hause bieten kann, wie Merkur.de berichtet.

Gartenpflege im Herbst: Worauf Sie vor dem Winter achten müssen

Damit die Pflanzen es gut durch den Winter schaffen, sollte man den Garten noch ein letztes Mal mit Herbstdünger düngen. „Wichtig ist hier eine Kalium-betonte Düngung. Die steigert die Frosthärte der Pflanzen“, wie Thomas Kirsch, Gartenbau-Ingenieur und Geschäftsführer des Bundesverbandes der Einzelhandelsgärtner der Bild sagt.

Eine Frau harkt Laub im Garten.
Eine Frau harkt Laub im Garten. © Annika List/IMAGO

Auch der Rasen sollte mit dem Dünger behandelt werden und ein letztes Mal gemäht werden. Dieser darf nicht zu kurz geschnitten werden, da er sonst frostanfälliger ist. Der Experte rät zu einer Höhe von etwa vier Zentimetern. Wichtig ist auch das Harken des Rasens. Denn wenn zu viel Laub auf ihm liegt, kann der Rasen faulen und ersticken.

Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) empfiehlt, das Laub im Garten in Form eines Laubhaufens oder in einer Laubecke liegenzulassen. Denn für Igel, Insekten und andere Tiere kann der Laubhaufen einen sicheren Ort für den Winter bieten. Zusätzlich wird das Laub von den Lebewesen in Humus umgewandelt, dadurch bleiben die Nährstoffe im Garten. Man sollte das Laub dennoch ganz genau betrachten. „Das Laub darf nicht von Krankheiten befallen sein. Sollte das der Fall sein, gehört das Laub nicht in den Garten, sondern sollte im Hausmüll entsorgt werden“, so der Thomas Kirsch. Dies gilt auch für Straßenlaub, da dieser voll von Schadstoffen sein kann.

Richtige Gartenpflege vor dem Winter: Vertrocknete Früchte müssen unbedingt entfernt werden

Bevor es so richtig kalt wird, sollten die letzten Früchte geerntet und verarbeitet werden. Ausgetrocknete Früchte – auch Fruchtmumien genannt – sollten ebenso von den Sträuchern und Bäumen entfernt werden. Denn wenn sie hängen gelassen werden, können Erreger im nächsten Jahr neue und frische Früchte befallen. Fallobst sollte auch vom Boden entfernt werden. Dieses kann nämlich Schädlinge anlocken, die auch den Rasen beschädigen können.

Dem Teich sollte vor dem Winter auch noch mal Aufmerksamkeit geschenkt werden. Dieser sollte vor Laub geschützt werden. Befinden sich in dem Teich schon Blätter, sollten diese entfernt werden. Denn wenn die Blätter dort drinnen bleiben, könnte das organische Material Faulschlamm bilden. Dieser kann einen negativen Einfluss auf den Teich haben, wie der Experte erklärt.

Auch die Gartengeräte sollten bei den Vorbereitungen für den Winter nicht vergessen werden. Sie sollten gereinigt und bei Bedarf desinfiziert werden. Das Gewächshaus ist ein weiterer Punkt auf der Garten-To-do-Liste. Dieses sollte unbedingt winterfest gemacht werden. Empfindliche Pflanzen können dort überwintern.

Vorbereitungen für den Winter: Bestimmte Pflanzen können gepflanzt werden

Wer denkt, dass Pflanzen nur im Frühjahr gepflanzt werden können, der irrt sich. „Im Herbst können Sie Gehölze, Bäume, Sträucher pflanzen. Hier eignen sich auch wurzelnackte Pflanzen“, erläutert der Experte. So können auch Blumenzwiebeln und Frühjahrsblüher für das nächste Jahr eingesetzt werden. Dadurch haben die Pflanzen Zeit, sich an die neue Umgebung zu gewöhnen. Auch Stauden eignen sich im Herbst zum Pflanzen.

Beim Schneiden sollten Hobbygärtner aufpassen. „Ganz wichtig: Hecken und Gehölze dürfen erst ab dem 1. Oktober geschnitten werden. Das dient dem Vogelschutz, da die Tiere dort über den Sommer nisten und ihren Nachwuchs aufziehen“, erklärt der Experte.

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