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Pflanzen im Herbst nicht mehr düngen: Hier ist weniger mehr

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Von: Anna Katharina Küsters

Beim Düngen im Herbst müssen Gartenfreunde vorsichtig sein, oftmals schaden sie mit den Nährstoffen den Pflanzen häufiger, als ihnen zu helfen.

Münster – Der Herbst belohnt viele Gartenfreunde mit einer großen Obst- und Gemüse-Ernte und zahlreichen schön blühenden Herbstblumen. Damit diese Pracht auch in den kommenden Jahren immer wiederkehrt, braucht die Erde im Garten regelmäßig etwas Unterstützung. Jedoch muss die zum richtigen Zeitpunkt kommen, sonst schadet sie den Pflanzen. Eine große Düngung der Pflanzen im Herbst ist zum Beispiel nicht förderlich.

Pflanzen im Herbst nicht mehr düngen: Hier ist weniger mehr

Nicht nur die meisten Tiere ziehen sich im Herbst langsam zurück, machen einen wohlverdienten Winterschlaf oder fliegen gen Süden. Auch Pflanzen reagieren auf die niedrigeren Temperaturen, ihre Blätter verfärben sich, manche Stauden ziehen sich sogar komplett in den Boden zurück. Ab September scheint die Zeit im Garten etwas langsamer zu laufen und die Vorbereitungen auf den ersten Frost beginnen. Neben Gartenarbeiten wie Laubkehren, Gartenmöbeleinräumen und der richtigen Rasenpflege im Herbst* stellt sich häufig die Frage, ob auch die Pflanzen im Beet noch eine letzte Portion Dünger vor dem Winter brauchen. Expertinnen und Experten der Landwirtschaftskammer NRW raten aus verschiedenen Gründen davon ab.

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Pflanzen im Herbst nicht mehr düngen: Falsche Signale gesetzt

Eine Herbst-Düngung der Pflanzen im Garten ist aus folgenden Gründen nicht sinnvoll:

Es gibt also genügend Gründe, die Düngung der Gartenpflanzen lieber auf den Frühling zu schieben.

Zu sehen ist eine brünette Frau mit einer rosafarbenen Mütze auf, die ihre Arme in die Luft streckt und buntes Herbstlaub hochwirft (Symbolbild).
Pflanzen brauchen im Herbst oftmals keinen Dünger (Symbolbild). © Annika List/Imago

Pflanzen im Herbst nicht mehr düngen: Die Ausnahmen

Natürlich gibt es immer ein paar Ausnahmen wie etwa bei der Rasenfläche. Beim Rasen lohnt sich im Herbst eine Düngung mit Kalium, keinesfalls aber mit Stickstoff, da sonst auch dadurch die Grashalme zum Wachstum animiert würden. Daneben lohnt sich beispielsweise eine Gründüngung im Spätsommer oder frühem Herbst. Der Unterschied dabei ist, dass Gärtnerinnen und Gärtner eine brachliegende Fläche mit Pflanzen bestücken, die die Erde wieder mit neuen Nährstoffen versorgt. Sie düngen also keine bereits wachsenden Pflanzen, sondern lassen die Pflanzen an sich die Arbeit machen.

Auch Pflanzen wie etwa Rosen, Obstgehölze und einige Stauden vertragen im Herbst eine Düngung mit Kalium. Bevor Gartenfreunde jedoch den passenden Herbstdünger kaufen, müssen sie unbedingt eine Bodenprobe machen. Denn oftmals enthält der Boden noch genügend Nährstoffe und braucht keine Hilfe. Dann müssen Gärtnerinnen und Gärtner von einer Herbst-Düngung absehen*. *Merkur.de und soester-anzeiger.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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