Es kann eng werden

Der richtige Pflanzabstand: So weit breiten sich Ihre Pflanzen aus

  • Anna Katharina Küsters
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Der richtige Pflanzabstand ist für einen hohen Ernteerfolg eine der wichtigsten Voraussetzungen. Denn sonst nehmen sich die Pflanzen Licht, Luft und Nährstoffe weg.

München – Die Frühjahrssonne gewinnt immer mehr an Kraft und die Lust, den Garten zu gestalten, wächst. Viele Samen lassen sich bereits jetzt im Freien aussäen und vorgezogene Jungpflanzen finden einen Platz im Beet. Doch dabei passiert ein altbekannter, häufiger Fehler. Denn Gärtnerinnen und Gärtner neigen bei kleinen Samen und Jungpflanzen oft dazu, sie zu nah aneinanderzusetzen. Das sieht erst schön aus, in ein paar Wochen nehmen sich die Pflanzen aber Luft und Licht weg und gehen im schlechtesten Falle ein.

Der richtige Pflanzabstand: So viel Platz brauchen Ihre Pflanzen

Wirklich kuschelig sind Pflanzen in der Regel selten. Dicht an dicht wachsen sie nur, wenn es nicht anders geht und dann beginnt der Konkurrenzkampf. Ein Kampf um Licht und Luft kann dazu führen, dass viele der gesäten Pflanzen nicht überleben oder Schädlinge und Schimmel anziehen. Im Gemüsebeet haben Gartenfreunde dann außerdem viel weniger zu ernten und mehr damit zu tun, Schnecken, Mehltau und Blattläuse zu bekämpfen.

Wer sich also ein Blumen- oder Gemüsebeet zulegt, sollte bei der Bepflanzung immer genügend Platz einplanen. Dabei spielt auch die Qualität des Bodens eine Rolle. So können Gärtnerinnen und Gärtner die Samen laut kraut&rüben auf sandigen Böden enger säen als auf humus- und nährstoffreichen Böden.

Der richtige Pflanzabstand: Gemüsebeet bestücken

Das Anlegen eines Gemüsebeets steht an, sobald der Frühling da ist. Mit einer Vierfelderwirtschaft gelingt es Gartenfreunden beispielsweise leicht, Stark-, Schwach- und Mittelzehrer gleichzeitig anzupflanzen. Doch die verschiedenen Gemüsesorten brauchen neben den richtigen Beetpartnern auch den richtigen Abstand zueinander. In der Regel pflanzen Gärtnerinnen und Gärtner das Gemüse in Reihen also hintereinander ein. Auch der Abstand zwischen den einzelnen Reihen sollten Pflanzenfans an das jeweilige Gemüse anpassen.

Das sind die wichtigsten Gemüsepflanzen und der von ihnen benötigte Pflanzabstand:

  • Salat: 25 Zentimeter zwischen den einzelnen Pflanzen, 30 Zentimeter zwischen den Reihen
  • Paprika: 40 Zentimeter zwischen den einzelnen Pflanzen und zwischen den Reihen
  • Tomaten: 50 Zentimeter zwischen den einzelnen Pflanzen, 80 Zentimeter zwischen den Reihen
  • Buschbohnen: 8 Zentimeter zwischen den einzelnen Pflanzen, 40 Zentimeter zwischen den Reihen
  • Zuckermais: 20 Zentimeter zwischen den einzelnen Pflanzen, 80 Zentimeter zwischen den Reihen
  • Kürbis: 40 Zentimeter zwischen den einzelnen Pflanzen, 3 Zentimeter zwischen den Reihen
  • Zwiebeln: 15 Zentimeter zwischen den einzelnen Pflanzen, 25 Zentimeter zwischen den Reihen
  • Grünkohl: 50 Zentimeter zwischen den einzelnen Pflanzen und Reihen
  • Blumenkohl: 40 Zentimeter zwischen den einzelnen Pflanzen, 50 Zentimeter zwischen den Reihen
  • Rosenkohl: 50 Zentimeter zwischen den einzelnen Pflanzen und Reihen
  • Zucchini: 80 bis 100 Zentimeter Pflanzabstand zwischen den einzelnen Pflanzen*

Bevor nun Gärtnerinnen und Gärtner mit dem Maßband ins Gemüsebeet steigen, reicht es auch, sich ein Pflanzholz zuzulegen. Das kann ein langer Stock sein, an den sie alle zehn Zentimeter eine Markierung setzen. So findet sicherlich jede Gemüsesorte den geeigneten Platz.

Der richtige Pflanzabstand: Staudenbeet und Kräuterspirale planen

Neben dem Gemüsebeet ist auch das Staudenbeet sehr beliebt. Es liefert den ganzen Sommer bis in den Herbst hinein bunte Blüten und im Winter schöne, verwelkte Blütenstände. Doch auch Stauden sind teilweise empfindlich, was den Platz angeht, deswegen sollten Gartenfreunde auch dabei auf den richtigen Abstand setzen.

So empfiehlt der Norddeutsche Rundfunk (NDR) Stauden erst den folgenden Gruppen zuzuordnen und danach ihren Pflanzabstand zu planen:

  • Bodendecker: Sie müssen rund 30 Zentimeter Abstand haben. Dazu zählen beispielsweise Waldsteinie, Echter Waldmeister und Felsen-Storchschnabel.
  • Gruppenstauden: Sie brauchen einen Abstand von 45 Zentimetern und erreichen eine Höhe von bis zu 30 Zentimetern. Dazu zählen unter anderem Berg-Aster, Fette Henne und Katzenminze.
  • Gerüststauden: Zu dieser Gruppe zählen Stauden, die bis zu 300 Zentimetern groß werden. Sie brauchen einen Abstand von 60 Zentimetern zwischen den Pflanzen. Dazu zählen zum Beispiel Eisenhut, Silberkerze und Stauden-Sonnenblume.

Ausgiebiges Wässern beim Einpflanzen hilft den Stauden beim Anwachsen und schon bald erblühen gesunde und üppige Stauden.

Bei Kräutern beispielsweise in einer Kräuterspirale ist der Pflanzabstand auch nicht unerheblich. Denn auch kleines Kraut braucht genügend Platz. So sollten Gartenfreunde immer etwa 25 Zentimeter Platz zwischen den einzelnen Pflanzen lassen, denn auch eine kleine Petersilie kann am richtigen Ort ordentlich wachsen. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Imago

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