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Pfirsich-Krankheiten: Darunter leidet der Obstbaum am häufigsten

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Von: Mattias Nemeth

Pfirsiche aus dem eigenen Garten sind ein Traum, den sich viele Hobbygärtner nur zu gern selbst erfüllen. Dafür gibt es auch einige Sorten, die gut für das Klima in Deutschland geeignet sind.

München – Pfirsichbäume stehen mittlerweile in vielen Ausführungen in den Gartencentern und Baumschulen. Für jeden Garten und sogar für den Balkon gibt es die richtige Sorte. Dabei sollten Sie auch unbedingt die richtige Auswahl treffen, denn steht eine Pfirsichsorte an einem für sie nicht optimalen Standort, dann wird diese empfindlich gegenüber Schädlingsbefall und vielen Pilzerkrankungen.

Pfirsich-Krankheiten: Worunter der Obstbaum am häufigsten leidet

Eine der beiden häufigsten Krankheiten ist die sogenannte Kräuselkrankheit. Ist der Pfirsichbaum erkrankt, dann kräuseln sich die Blätter bereits nach dem Austrieb und sind rötlich gefärbt. Verantwortlich für die Probleme ist der Pilz Taphrina deformans. Vorbeugend kann man den Baum behandeln, indem man den Boden mit positiven Pilzen versetzt. Dafür gibt es spezielles Mykorrhiza-Pilz-Konzentrat für Obstbäume.

Auf dem zweiten Platz der häufigsten Schadbilder steht die Monilia-Fruchtfäule. Dabei haben die Pfirsiche auf einmal braune Faulstellen, die später die ganze Frucht erfassen. Zusätzlich zu dem faulenden Fruchtgewebe bilden sich auch noch gelblich-braune Schimmelpolster. Die faulenden Früchte sollten regelmäßig eingesammelt werden. Es gibt auch noch die Zweigmonilia, diese tritt während der Blütezeit vor allem bei regnerischem Wetter auf. Dabei welken und vertrocknen die Blätter und Triebe und sterben schließlich ab. Vorbeugend sollten zu dichte Baumkronen regelmäßig ausgelichtet werden*.

Reifer Pfirsich an einem Ast. (Symbolbild)
Pfirsiche sind nicht gerade pflegeleicht, aber es lohnt sich. (Symbolbild) © Shotshop/Imago

Pfirsich-Krankheiten: Weitere Krankheiten, die den Baum plagen können

Aber auch der Mehltau kann einen Strich durch die Pfirsichernte machen. Dabei erscheint ein weißer Belag auf Trieben, Blättern und Früchten, zudem kommt es zu Deformation. Auch hier muss der Baum gründlich ausgeschnitten werden. Außerdem kann es auch zu Schorf kommen, dabei werden Blätter und Früchte mit sich verhärtenden, dunkle Flecken befallen. Wirken die Blätter hingegen wie durchlöchert, dann ist es vermutlich die Schrotschusskrankheit. Auch hier sollte ein gründlicher Rückschnitt gemacht werden.

Für die meisten Obstarten gilt der Spätwinter als bester Zeitpunkt, also Ende Februar, Anfang März. Nur Steinobst wie Kirschen und Zwetschgen schneidet man im Sommer, wie kraut&rüben berichtet.

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Pfirsich-Krankheiten: Diese Schädlinge befallen den Obstbaum

Neben den Krankheiten gibt es auch einige Schädlinge, die sich an den Pfirsichen gütlich tun. Die häufigsten Schädlinge sind:

Gegen die Krankheiten und Schädlinge ist die Auswahl des richtigen Standortes und das richtige Düngen mit stickstoffhaltigem Dünger die effektivste Prophylaxe. Eine einfacher anzubauende Alternative sind Aprikosen, diese können oft dort angebaut werden, wo Pfirsiche nichts werden. Mandelpflanzen sind trotz ihrer nahen Verwandtschaft übrigens auch nicht so anfällig wie Pfirsiche. *merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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