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Pfingstrosen umpflanzen: Deswegen reagiert jede Pflanze anders

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Von: Anna Katharina Küsters

Pfingstrosen vertragen einen Platzwechsel in der Regel nicht so gut. Wer jedoch auf die Bedürfnisse der jeweiligen Pflanze achtet, kann trotzdem Erfolg haben.

Hamburg – Pfingstrosen überzeugen Gartenfans meist mit ihren üppigen und imposanten Blüten, die sich im Frühjahr langsam öffnen. Damit die Pflanzen aber lange Zeit so beeindruckend blühen, brauchen sie die richtige Pflege. Dazu gehört auch, dass Gärtnerinnen und Gärtner Pfingstrosen nur mit dem richtigen Hintergrundwissen umpflanzen. Denn besonders die Wuchsform entscheidet dabei, wie Gartenfreunde vorgehen müssen.

Pfingstrosen umpflanzen: Darauf müssen Sie dabei achten

Bevor sich Gartenfreunde ans Umpflanzen machen, muss zuerst geklärt sein, welche Wuchsform sie vor sich haben. Denn Pfingstrosen wachsen nicht immer gleich, sondern sind zu unterteilen in Strauch- und Stauden-Pfingstrosen. Beide Pfingstrosen-Gruppen blühen im Juni*, doch Strauch-Pfingstrosen werden deutlich höher als Stauden-Pfingstrosen. Laut dem Norddeutschen Rundfunk (NDR) liegt der Hauptunterschied jedoch darin, dass Strauch-Pfingstrosen im Winter lediglich ihre Blätter verlieren, der oberirdische Teil der Stauden-Pfingstrosen hingegen im Winter in der Erde verschwindet.

Haben Gartenfreunde geklärt, welches der beiden Exemplare bei ihnen im Garten wächst, können sie auch das Umpflanzen konkreter planen. Denn dabei verlangen die beiden Pfingstrosen-Gruppen unterschiedliche Herangehensweisen. Das Umpflanzen von Pfingstrosen ist von August bis Oktober möglich, also eine wahrlich Herbst-Gartenarbeit. Im Frühjahr dürfen Gartenfreunde diese Aktion nicht durchführen, da das die Pflanzen im angekurbelten Wachstum stört und sie nicht mehr richtig anwachsen bis zum Sommer.

Zu sehen ist die rote Blüte einer schmalblättrigen Pfingstrose (Symbolbild).
Das Pflanzloch der Stauden-Pfingstrosen darf nicht tief sein (Symbolbild). © Imago

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Pfingstrosen umpflanzen: Der passende Standort

Als ersten Schritt müssen sich Pfingstrosen-Liebhabende der Bodenqualität widmen. Denn auch der neue Platz der Pfingstrose sollte möglichst humusarm und feucht sein. Die Pfingstrosen wachsen zum Beispiel besonders gut in Gärten mit Lehmböden, denn viele Nährstoffe brauchen sie zum Wachsen nicht. Nur wenn Gärtnerinnen und Gärtner einen solchen Ort als neuen Platz sicherstellen können, lohnt sich das Umpflanzen. Ist der Boden nicht optimal, hilft es, ihn mit etwas Sand zu mischen. So ist er lockerer und nährstoffärmer.

Des Weiteren muss der Standort für die Pfingstrose folgende Kriterien erfüllen:

Erfüllen der alte und der neue Standort diese Bedingungen, kann es ans Umpflanzen gehen. Wichtig dabei ist zudem, dass Gartenfans die Stauden-Pfingstrose nicht zu tief in die Erde setzen. Der Wurzelstock sollte auch am neuen Standort nicht tiefer als ein bis zwei Zentimeter unter der Erde liegen. Sind die Rhizome zu tief unter der Erde, bilden die Pflanzen keine Blüten, sondern nur noch Blätter aus.

Pfingstrosen umpflanzen: So gehen Sie bei Stauden-Pfingstrosen vor

Da Stauden-Pfingstrosen sich im Winter in die Erde zurückziehen, müssen Gartenfreunde beim Ausgraben der Stauden-Pfingstrosen vorsichtig sein. Gärtnerinnen und Gärtner dürfen bei dieser Aktion die Rhizome nicht verletzen, sonst wächst die Pfingstrose an ihrem neuen Platz nicht mehr an. Wenn die Pflanze ausgegraben ist, müssen Pfingstrosenfans die Erde von den Wurzeln möglichst gut entfernen. Danach geht es ans Teilen des Wurzelstocks mit einem Spaten, denn Stauden-Pfingstrosen brauchen diese Verjüngung, um an ihrem neuen Platz wachsen zu können. Die zwei Hälften lassen sich dann an zwei neuen Orten gut wieder einpflanzen.

Pfingstrosen umpflanzen: So gehen Sie bei Strauch-Pfingstrosen vor

Bei den Strauch-Pfingstrosen müssen Gärtnerinnen und Gärtner anders beim Umpflanzen vorgehen. Zum einen ist keine Teilung des Wurzelstocks nötig, zum anderen müssen die Pflanzen an ihrem neuen Standort möglichst tief in die Erde. Die Pflanzen sind recht empfindlich und vertragen eine Umpflanzung nicht immer gut. Wenn Gartenfreunde es einrichten können, sollte die Pfingstrose also einfach dort weiterwachsen, wo sie bereits steht. Bekommt sie doch einen neuen Platz, muss die Veredlungsstelle der Strauch-Pfingstrose etwa 15 Zentimeter unter der Erde liegen. Nach dem Umpflanzen ist gutes Angießen dann Pflicht. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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