1. 24garten
  2. Mein Garten
  3. Gärtnern

Pferdemist im Garten: So nutzen Sie den Dünger richtig und effektiv

Erstellt:

Von: Mattias Nemeth

Jeder Hobbygärtner hat wohl schon den Tipp gehört, dass man sich kostenlosen Dünger in Form von Pferdedung besorgen kann. Doch befolgen Sie diesen Tipp lieber nicht unbedacht.

München – In ländlichen Gegenden kann man immer wieder Pferdemist finden und einige Gärtner sammeln diese sogar eimerweise. Doch dies kann negative Folgen für den Garten haben. Vor allem, wenn man die genaue Herkunft nicht kennt. Man sollte ganz genau darauf achten, was man als Dünger verwendet und es könnte nämlich auch unerwünschte Stoffe mit in den Garten bringen, vor allem mit Mist.

Pferdemist im Garten: So verwenden Sie den Dünger richtig

Denn Pferde können auf Wiesen Pflanzen gefressen haben, die mit Pflanzenschutzmittel behandelt worden ist. Für die Pferde ist es kein Problem, aber für Kulturpflanzen können diese Stoffe auch in kleinen Mengen bereits erheblich schaden. Deshalb sollten Sie nur Pferdemist nehmen, von denen Sie wissen, dass die Pferde nicht mit solchen Schutzmitteln in Verbindung gekommen sind. Aber auch dann sollten Sie nicht einfach frischen Pferdemist in ein Beet geben. Denn dieser kann für Wurzeln und krautigen Pflanzen zu scharf sein. Deshalb sollte er gut abgelagert sein. Dann ist er auch ein effektiver Bodenverbesserer. Jedoch kann der Nutzen sogar noch gesteigert werden.

Pferdemist im Garten: Effinzienter nach der Kompostierung

Pferdemist gewinnt an Nutzen, wenn man ihn in einen gesunden Kompost überführt*. Dabei sollte eine gute Rotte entstehen. So bezeichnet man die Umsetzungsprozesse, die vorwiegend durch Wärme und Mikroorganismen entsteht. Beim Kompostieren geht es darum, für diesen Prozess die ideale Umgebung zu schaffen. Dabei werden auch Krankheitserreger, Parasiten und Unkrautsamen abgebaut. Denn während der Rotte entsteht eine enorme Wärme. Nach einem Jahr im Komposter entsteht aus Pferdemist ein vielseitig einsetzbarer Dünger. Denn er enthält:

Auch der Komposttee, aus einem reifen Kompost, der vorher mit etwa Eindrittel Pferdemist angesetzt wurde, ist besonders reich an Mikroorganismen, wie kraut&rüben berichtet.

Pferdemist mit einer Heugabel. (Symbolbild)
Pferdemist sollte nicht wild gesammelt werden. (Symbolbild) © Shotshop/Imago

Noch mehr spannende Garten-Themen finden Sie in unserem kostenlosen Newsletter, den Sie gleich hier abonnieren können.

Außerdem sollte nur der Mist von gesunden Tieren verwendet werden, denn ansonsten können die zur Heilung verabreichten Antibiotika, die für den Kompost und den Boden wichtigen Bakterien und Mikroorganismen erheblich schädigen und sie sogar abtöten. Somit sollte kein wild gesammelter Mist verwendet werden. Aber auch Reiterhöfe geben gerne ihren Mist günstig oder umsonst ab. Eine gute Alternative ist auch der Mist von Alpaka. Diesen gibt es auch schon oft getrocknet und als sofort verwendbar. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Auch interessant