1. 24garten
  2. Mein Garten
  3. Gärtnern

Bananenschalen als Dünger: Nährstoffboost und Resteverwertung

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Eva Goldschald


Normalerweise landen Bananenschalen im Biomüll. Allerdings kann man sie auch als Dünger verwenden, wenn man seinen Pflanzen auf natürliche Weise etwas Gutes tun möchte.

München – Bananen nannte man früher Paradiesfeigen. Heute gibt es davon etwa 70 Arten, die alle aus dem tropischen und subtropischen Asien sowie dem westlichen Pazifikraum stammen. Eine Sorte wächst sogar in Tansania. Im Schnitt essen die Deutschen pro Jahr etwa zwölf Kilogramm Bananen. In Ländern wie Ruanda sind es rund 100 Kilogramm pro Kopf. Das bedeutet für deutsche Haushalte etwa 400 Bananenschalen pro Jahr bei einem Gewicht von 115 Gram pro Banane. Ein Menge Abfall also, der statt im Mülleimer auch als Dünger in der Pflanze landen kann.

Bananenschalen als Dünger: Nährstoffboost und Resteverwertung

Die getrocknete Schale einer reifen Banane enthält viele Nährstoffe, die für ein Pflanzenwachstum ideal sind. Wer regelmäßig Bananenschalen in die Erde gibt, der tut seinen Pflanzen nicht nur etwas Gutes, sondern verwertet auch Abfall, der normalerweise in der Biotonne landet.

Das steckt in der Bananenschale:

Vor allem der hohe Anteil an Kalium regt Pflanzen und Blumen zum Wachsen an.

Nährstoffboost: Diese Bananen sollten sie verwenden

Um Pflanzen, Obst, Gemüse und Kräuter mit Bananenschalen zu düngen, sollten Sie ausschließlich zu Bio-Bananen greifen. In konventionellen Früchten stecken viele Pestizide und auch Fungizide, die sogar noch bis kurz vor der Ernte auf die Pflanze gespritzt werden. Manchmal werden diese sogar mit dem Flugzeug über den Plantagen verteilt. Sie sind nicht nur schlecht für unseren Boden, sondern konservieren auch die Schale. Das heißt, sie zersetzt sich langsamer und so können auch die Nährstoffe in der Schale nicht richtig in die Erde eindringen.

Nährstoffboost: So klappt das Düngen

Damit sich die Schale schnell zersetzt, sollte man sie sehr klein hacken oder sogar mit einer Küchenmaschine klein häckseln. Danach sollte man die Schalen an der Luft etwas trocknen. Auf keinen Fall sollten die Schalen in Folie oder einem luftundurchlässigen Gefäß verweilen, da sie sonst schimmeln können. Nun arbeitet man die Schalen flach im Wurzelbereich der Pflanze ein. Vor allem Blütenstauden und Rosen lieben Bananenschalen als Dünger. Damit kommen sie sogar besser durch den Winter. Pro Pflanze benötigt man etwa 100 Gramm Bananenschalen.

Nährstoffboot: Es geht auch flüssig

Für Zimmerpflanzen bietet es sich an, einen flüssigen Dünger aus Bananenschalen herzustellen. Dafür kocht man 100 Gramm der zerkleinerten Schale in einem Liter Wasser auf. Den Sud lässt man über Nacht ziehen und seiht die Schalenreste am nächsten Tag ab. Die Bananenflüssigkeit verdünnt man dann im Verhältnis 1:5 wieder mit Wasser, mit dem man anschließend die Pflanzen gießt.

Tipp: Bananenschalen sind ein super Staubmagnet. Wer Zimmerpflanzen von Staub befreien möchte, reibt einfach mit der Innenseite der Schale über die Blätter. So werden die Blätter gleichzeitig vor neuem Staub geschützt und glänzen wie neu. Und auch im Haushalt gibt es noch einige andere Verwendungsmöglichkeiten für Bananenschalen.

Noch mehr spannende Garten-Themen finden Sie in unserem kostenlosen Newsletter, den Sie gleich hier abonnieren können.

Auch interessant