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Nadelbaum-Früchte: Alle Zapfen im Überblick

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Von: Stephanie Drewing

Nahaufnahmen Ast Tanne mit vielen Zapfen, die daran herunterhängen.
Die Früchte von Nadelbäumen sind Zapfen und je nach Art unterscheiden sie sich (Symbolbild). © imago images / blickwinkel

So können Sie Tannen- von anderen Zapfen unterscheiden und damit beim nächsten Waldspaziergang mit spannenden Fakten punkten!

München – Deutschland ist eines der Länder in der Europäischen Union mit der größten Waldfläche: Mit 11,4 Millionen Hektar ist knapp ein Drittel der Gesamtfläche Deutschlands mit Wald bedeckt. Darauf wachsen 57 Prozent Nadelbäume, wie bei der letzten Bundeswaldinventur 2011/12 vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft festgestellt wurde.

Nadelbaum-Früchte: Alle Zapfen im Überblick

Nadelbäume verbreiten ihre Samen über ihre Früchte: die Zapfen. Im Alltag werden oft alle Zapfen der Bäume einfach als „Tannenzapfen“ bezeichnet, aber das ist nur bei Tannen korrekt.

Zur Fortpflanzung haben die Nadelbäume verschiedene Strategien entwickelt. Es gibt Zapfen, die am Baum verbleiben und sich „öffnen“. Die dort enthaltenen reifen Samen werden vom Wind aus dem Zapfen geweht und verteilt. Andere Zapfen fallen, sobald der Wind die Samen herausgeweht hat.

Nadelbaum-Früchte: Tannenzapfen

Die Tanne kennen die meisten als beliebtesten Tannenbaum, besonders begehrt ist sie, weil ihre Wuchsform wie eine Pyramide ist und sie auch im Winter ein strahlendes grünes Nadelkleid trägt.

Nahaufnahmen Ast Tanne mit vielen Zapfen, die daran herunterhängen.
Die Früchte von Nadelbäume sind Zapfen und je nach Art unterscheiden sie sich (Symbolbild). © imago images / blickwinkel

Die Eigenschaften von Tannenzapfen:

Nadelbaum-Früchte: Fichtenzapfen

Fichten sind Deutschlands wichtige Holzlieferanten, aber sie sind sehr anfällig gegenüber dem Borkenkäfer und Trockenheit und knicken bei Sturm häufig um. Deswegen werden heute keine reinen Fichtenwälder mehr gepflanzt.

Ein Ast von einer Fichte mit grünen Nadeln. An der Spitze hängt ein brauner Fichtenzapfen nach unten. Auf dem Ast sitzt eine Sumpfmeise.
Fichtenzapfen wachsen nach unten. (Symbolbild) © IMAGO / imagebroker

Die Eigenschaften von Fichtenzapfen:

Nadelbaum-Früchte: Kiefernzapfen

Kiefern sind sehr genügsam und können auch auf nährstoffarmen Sandböden gedeihen. Deshalb wurden sie in Deutschland viel angepflanzt und stellen etwa 23 Prozent aller Bäume in deutschen Wäldern.

Ein Ast einer Kiefer. Man sieht einige grüne Tannen und mehrere Zapfen, die direkt am Stamm wachsen.
Kiefernzapfen sind eiförmig und werden erst im dritten Jahr abgeworfen (Symbolbild). © IMAGO / blickwinkel

Die Eigenschaften von Kiefernzapfen:

Nadelbaum-Früchte: Lärchenzapfen

Die Lärche ist der einzige Nadelbaum, der im Winter die Nadeln abwirft. Jedes Jahr im Frühjahr bilden sich neue grüne Nadeln, die im Herbst goldgelb werden, bevor sie herunterfallen.

Ein dünner Ast der Lärche mit goldgelben und noch grünen Nadeln. Daran hängen drei eiförmige Zapfen.
Die Nadeln der Lärche werden im Winter goldgelb und fallen herunter. Die Zapfen dagegen verbleiben für bis zu zehn Jahre am Baum (Symbolbild). © IMAGO / imagebroker/riedo

Die Eigenschaften von Lärchenzapfen:

Nadelbaum-Früchte: Douglasienzapfen

Eine Douglasie ist Deutschlands höchster Baum: Mit 65,80 Metern überragt sie alle Bäume in einem Wald bei Freiburg. Ursprünglich kam die Douglasie aus Nordamerika und erreichte im Jahr 1827 Europa.

Ast der Douglasie mit grünen Nadeln von der linken Seite ins Bild ragen. An der Spitze hängt ein brauner Zapfen.
Die Zapfen der Douglasie wachsen aufrecht. Sobald sie reif sind, hängen sie aber herunter (Symbolbild). © IMAGO / imagebroker

Die Eigenschaften von Douglasienzapfen:

Es gibt sogar Bauernregeln, die sich mit Tannenzapfen und ihren Kollegen beschäftigen: „Wenn der Zapfen seine Schuppen schließt, der Himmel bald die Blumen gießt.“ Bei merkur.de bestätigen Wetterexperten diese Bauernregel*, da sich die Zapfen bereits einige Tage vor Regenfronten schließen. *merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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