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Moos nicht entfernen: Sie haben keine Chance

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Von: Sven Trautwein

Moos: Nahezu jeder Gartenbesitzer kennt es. Doch oft wird es sofort beseitigt, sobald es auftaucht. Es gibt aber auch gute Gründe für Moos im Garten.

München – Moos wird als Grundlage für Osternester oder andere Basteleien genutzt. Doch im Garten mögen es viele nicht haben. Sie greifen daher oft zu Gift oder dem Vertikutierer, um dem Moos zu Leibe zu rücken. Dabei leistet es geradezu Unglaubliches. Und der Gärtner hat ein Nachsehen.

Moos im Garten: Die flexible Klimaanlage

Moos im Rasen (Symbolbild)
Moos ist hartnäckig, wenn es sich im heimischen Grün breitgemacht hat. Es hat aber auch viele Vorteile. (Symbolbild) © Imaginechina-Tuchong/Imago

Moos gilt vielen als Störenfried im Garten. Dabei kann es nahezu Unglaubliches leisten. Moos ist als Speicher von Staub viel effizienter als viele andere Pflanzen. Auch speichert es Wasser und ist auf diese Weise eine natürliche Klimaanlage. Moos bindet Sauerstoff aus der Luft und dient vielen kleinen Insekten als Lebensraum und somit als Lebensgrundlage für größere Tiere, die von den kleinen Lebewesen abhängen. Sind jedoch zu viele Insekten im Garten, können diese Kräuter helfen.

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Moos: Vertikutieren oder nicht? Es gelingt nicht immer

Moose sind hartnäckig. Sie sind wahre Verwandlungskünstler und überstehen auch lange Trockenperioden. Vielleicht sind sie dadurch den anstehenden Klimaveränderungen viel besser angepasst, als wir jetzt meinen. Zudem gibt es sie nicht nur in den typischen weichen Grüntönen, die wir kennen. Es gibt sie in ganz klein, bis hin zu großen Flechtwerken, die sich wie ein weicher Teppich über alles legen.Kommt man nicht am Vertikutieren vorbei, ist dies der richtige Zeitpunkt.

Vertikutieren hilft dem Garten. Es durchlüftet den Boden, sorgt für stärkeres Wachstum der Gräser. Doch dem Moos ist damit kein Garaus zu machen. Durch die Sporen in der Luft verbreitet es sich und kommt immer wieder. Manches Mal überzieht es auch die Terrasse oder Stufen und Steine. Möchten Sie Moos dann loswerden, muss man nicht unbedingt zur Chemie greifen. Es geht auch mit Kaffeesatz. Das ist natürlicher und umweltschonender.

Moos: So pflanzt man es richtig an

Vielen gilt Moos als Unkraut. Es überwuchert einfach alles im Garten, wenn man nicht eingreift. Dabei schluckt es Geräusche und wirkt beruhigend. Nicht nur, wenn wir barfuß darüber laufen. In Japan gilt es als etwas Meditatives, Moos im Garten zu haben. Das Einpflanzen gelingt schnell und einfach. Dafür die obere Rasenschicht abtragen, gesammeltes Moos ansetzen und zu Beginn gut feucht halten. Weitere Tipps, wie man den Bodenschmeichler anpflanzt, haben wir hier zusammengestellt.

Moos als Freund und nicht als Feind: Dies kann ein Weg zu einem schönen Garten werden, bei dem alle Lebewesen etwas voneinander haben und sich gegenseitig unterstützen.

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