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Mistbeet: Die Beetform, die sich selbst düngt und wärmt

Erstellt:

Von: Mattias Nemeth

Es gibt viele Arten, ein Beet anzulegen. Eine davon ist das sogenannte Warm- oder Mistbeet, eine verbesserte Form des Frühbeetes.

München – Ein Mistbeet ist eine gute Möglichkeit, um ein gut gedüngtes und zugleich richtig warmes Beet für Gemüse zu schaffen. Allerdings müssen dabei einige Punkte beachtet werden, damit das Ganze auch funktioniert. Dafür ist es aber sehr kostengünstig und bringt einige Vorteile eines beheizten Gewächshauses mit sich.

Mistbeet: Die Beetform, die sich selbst düngt und wärmt

Bevor Sie sich aber an die Planung ihres Mistbeets machen, sollten Sie sich erst einmal mit der Standortsuche beschäftigen, denn das Mistbeet kann etwas riechen. Deshalb sollte der Standort weder Sie noch ihre Nachbarn stören. Vor allem in der ersten Verrottungsphase kann dieses Beet unangenehme Gerüche entwickeln. Am besten sprechen Sie deshalb auch vorher mit Ihren Nachbarn. Stellt der Geruch aber kein Problem dar, dann kann mit dem Anlegen des Beetes begonnen werden. Dazu braucht man als Erstes einen geeigneten Rahmen. Dafür kann beispielsweise ein Frühbeet genutzt werden, denn die Form ist die gleiche. Aber auch ein Rahmen aus Holz, Kunststoff oder ein ausgedientes Fenster kann zum Bauen genutzt werden. Man kann es aber auch mauern wie ein massives Frühbeet. Damit es als Warmbeet genutzt werden kann, sollte es folgende Anforderungen erfüllen:

Möchte man im Mistbeet höhere Kulturen wie Tomaten oder Paprika anbauen, dann funktioniert dies auch wunderbar. Dazu muss das Beet nur dementsprechend hoch sein.

Ein Mann füllt mit einer Mistgabel ein Mistbeet mit Stroh und Mist. (symbolbild)
Ein Mistbeet produziert viel Wärme. (Symbolbild) © imageBROKER/Imago

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Mistbeet: So legen Sie es richtig an

Das Beet sollte ungefähr vierzig Zentimeter tief ausgegraben werden. Soll es zur Voranzucht genutzt werden, dann kann es auch tiefer ausgehoben werden. Ab Anfang März sollte es dann mit frischen Pferde- oder Kuhmist bis zum oberen Rand aufgefüllt werden. Dabei werden Brocken oder größere Stücke zerkleinert und gleichmäßig verteilt. Danach wird das Ganze festgetreten, gegossen. Zuletzt wird eine feine Schicht Kompost als Humuslieferant oberflächlich verteilt, wie kraut&rüben berichtet. Anschließend wird das Beet geschlossen und ruht mindestens fünf Tage. Dadurch, dass der Mist verrottet, ist das Beet schön beheizt. So kann dort auch die Voranzucht im März erfolgen und das Mistbeet ersetzt das beheizte Gewächshaus oder die Anzucht auf der Fensterbank, aber auch den Dünger. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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